Der Adventskalender (österr. Adventkalender; auch Weihnachtskalender) findet sich in den Dezembertagen bei vielen Familien, Kindergärten oder Schulen im deutschen Sprachraum und zeigt die verbleibenden Tage bis zu Weihnachten. Der Adventskalender ist heute meist ein "Dezemberkalender", das heißt er beginnt nicht am ersten Adventssonntag, sondern am 1. Dezember.
Thomas Mann erwähnt in seinem Roman "Buddenbrooks" wie der kleine Hanno "das Nahen der unvergleichlichen Zeit" auf einem Abreißkalender verfolgt, den die Kinderfrau angefertigt hat.
Im Dritten Reich rückten die "Vorweihnachtskalender" der Nationalsozialisten unterm Hakenkreuz die "Wintersonnwende" statt der Christnacht in den Mittelpunkt.
Eine flächendeckende Popularität erhielt der Adventskalender ab den 1950er-Jahren, als er zum eigentlichen Massenartikel wurde und dementsprechend preisgünstig angeboten wurde. Als Motiv wurden hauptsächlich Szenen aus romantisch verschneiten Städtchen verwendet. Hinter dem größer gestalteten Fenster des 24. Dezember verbarg sich meist eine Krippenszene. Ab 1958 gab es dann die ersten mit Schokolade gefüllten Kalender.
Heute finden sich hinter den 24 Türchen eines typischen gekauften Produkts neben den Bildchen oftmals Schokoladenstücke in verschiedenen "weihnachtlichen" Formen und gar Spielzeug. Immer häufiger findet man selbstgebastelte Kalender mit 24 kleinen Geschenken, die auf verschiedene Weise verpackt sein können.
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