Adolf von Thadden (* 7. Juli 1921 auf Gut Trieglaff in Pommern; † 16. Juli 1996 in Bad Oeynhausen) war ein deutscher Politiker.
Thadden heiratete am 10. November 1957 in Hannover die Ärztin Dr.med. Edith Lange (* 28. September 1921 in Hannover), die Tochter des Oberregierungsrats und Baurats Dr.-Ing. Otto Lange und der Marie-Luise Hett.
Aus der Familie von Thadden entstammten viele in der Öffentlichkeit tätige Persönlichkeiten. Am bekanntesten sind Adolfs Halbschwester Elisabeth von Thadden, die 1944 wegen ihrer Ablehnung des Nazi-Regimes in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde, sein Halbbruder Reinold von Thadden, der Gründer des Deutschen Evangelischen Kirchentages, sowie sein Neffe, der Historiker Rudolf von Thadden.
1955 bis 1959 ist er niedersächsischer Landtagsabgeordneter der DRP. 1961 wird Adolf von Thadden Vorsitzender der Deutschen Reichspartei (DRP). 1964 gründete er gemeinsam mit Fritz Thielen (Deutsche Partei), Wilhelm Gutmann (GDP), Heinrich Fassbender (DNVP) und anderen die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) als Sammlungspartei nationaler bzw. rechtsextremer Politiker. 1967 bis 1970 ist er abermals niedersächsischer Landtagsabgeordneter, jetzt für die NPD. 1967 wird Adolf von Thadden zum Bundesvorsitzenden der NPD gewählt. 1969 scheitert er mit der NPD knapp am Einzug in den Deutschen Bundestag. 1971 tritt er als Vorsitzender der NPD zurück, unterstützt aber die Wahl seines Nachfolgers Martin Mußgnug. 1975 verlässt er die NPD aus Verärgerung über die Wahl von Dr. Gerhard Frey in den Bundesvorstand der NPD.
Mann | Geboren 1921 | Gestorben 1996 | Bundestagsabgeordneter | DKP-DRP-Mitglied | DRP-Mitglied | NPD-Mitglied
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