Adolf V. von Berg († 07.08.1218) regierte die Grafschaft Berg von 1189 bis 07.08.1218. Sein Vater war Engelbert I. von Berg seine Mutter Margaretha von Geldern (* 1157 † 1190). Adolf V. hatte eine Tochter Irmgard. Irmgard ehelichte Heinrich IV. vom Limburg. Heinrich IV († 25.02.1247) war von 1226-1247 Herzog von Limburg und vom 07.11.1225 bis 1247 Graf von Berg.
In der Literatur gibt es noch eine weitere Nennung des Adolf V. von Berg. Bei dieser Person handelt es sich aber eigentlich um Adolf VII. von Berg, der nachfolgend aufgeführt wird:
Adolf VII. von Berg († 1296) regierte die Grafschaft Berg von 1259 bis 1296.
Er ist der Sohn von Adolf VI. von Berg, der auf einem Turnier in Neuss am 27. April 1259 wahrscheinlich erschlagen wurde.
Bei seinem Regierungsantritt war er noch minderjährig, so dass er noch bis 1267 durch seine Mutter Margarete von Hochstaden vertreten wurde. Er stellte sich gegen die Vorherrschaft der Erzbischöfe von Köln, die enge familiäre Bindungen zu den Grafen von Berg hatte.
Er versuchte vergeblich, seinen Bruder Konrad I. von Berg, den Domprobst zu Köln nach dem Tod des Erzbischofs Engelbert II. von Falkenburg am 20. Oktober 1274 auf den Erzstuhl zu bringen, denn es setzte sich Siegfried von Westerburg durch. Auch musste er ein Jahr vorher 1273 auf die Pfandrechte von Gummersbach verzichten, die an den Grafen von der Mark fielen.
In seine Regierungszeit fiel der wohl wichtigste Sieg für die Berger, als sich Adolf VII. auf die Seite des Herzog von Brabant schlug, und mit seinen Bergischen Bauern und dem Schlachtruf "Hya, Berge romerijke" (Hoch, rumreiches Berg) den Erzbischof Siegfried von Westerburg am 5. Juni 1288 in der Schlacht von Worringen besiegte.
Siegfried von Westerburg wurde 13 Monate auf Schloss Burg gefangengesetzt. Diese Schlacht war die letzte große und mit Abstand blutigste Schlacht des Mittelalters.
Adolf VII. gilt als Förderer von Handwerk und Gewerbe im Bergischen Land. Am 14. August 1288 erhob er Düsseldorf zur Stadt, nach Wipperfürth (1222), Lennep (1230) und Ratingen (1276) die vierte in der Grafschaft.
Graf Adolf VII. gerät 1292 seinerseits durch eine Hinterlist in Gefangenschaft des Erzbischofs von Köln und stirbt am 28. September oder 29. September 1296 in Haft. Er starb kinderlos. Er ist in der Stiftskirche in Solingen-Gräfrath begraben.
Mann | Graf (Deutschland) | Persönlichkeit im Oberbergischen Land | Herzogtum Berg | Gestorben 1296
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