Adolf_Ogi.jpg]] Adolf Ogi (* 18. Juli 1942) aus Kandersteg im Berner Oberland (Schweiz) ist seit 2001 Sonderberater für "Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden" im Auftrag der UNO. Zuvor war Ogi für die SVP während 13 Jahren Mitglied der Schweizer Landesregierung (Bundesrat).
Seine Eltern sind Adolf und Anna Ogi, geborene Wenger. Sein Vater Adolf war Förster und Bergführer, sowie Gemeinderat, Präsident der Schulkommission, Gemeindepräsident und Gemeindekassierer in Kandersteg. Am 12. Mai 1972 heiratete er seine heutige Frau Katrin, geborene Marti. Zusammen haben sie zwei Kinder, Matthias Adolf und Caroline.
Ogi übernahm dann für zwei Jahre die Leitung des Verkehrsbüro Meiringen. 1964 wechselte er zum Schweizerischen Ski-Verband (SSV). Dort arbeitete er als Assistent von Elsa Roth und wurde 1975 als Direktor des Ski-Verbandes gewählt. Während seiner Arbeit im Verband verhalf er den Ski-Fahrern an den Olympischen Winterspielen 1972 zu grossem Erfolg.
Per Juli 1981 trat Adolf Ogi von seiner Funktion als Präsident des SSV zurück und übernahm bei der Intersport Schweiz den Posten als Generaldirektor. Er trat bei der Intersport zurück, als er 1987 in den Bundesrat gewählt wurde.
Im Jahr 1984 wurde Ogi zum Präsident der SVP gewählt.
Für die Bundesratswahlen von 1987 konnte sich Adolf Ogi parteiintern im Zentralvostand gegen den Regierungsrat Peter Schmid, den Bruder des späteren Bundesrates Samuel Schmid, durchsetzen und wurde von der Partei als Kandidat nominiert. Im ersten Wahlgang der Wahlen vom 9. Dezember 1987 erreichte Ogi 114 der für das absolute Mehr notwendigen 121 Stimmen. Einige bürgerliche Politiker wählten Ogi nicht im ersten Wahlgang, um ihn für sein Verhalten bei Otto Stichs Wahl zu bestrafen. Damals hatte er sich für die Kandidatin Lilian Uchtenhagen eingesetzt. Einige seiner Kontrahenten waren auch der Meinung, nur 8 Jahre Politik seien zu kurz, um gleich Bundesrat zu werden. Im zweiten Wahlgang wurde Ogi dann mit 132 Stimmen zum Nachfolger von Leon Schlumpf gewählt.
Seine grösse Niederlage war wohl die Annahme der Alpeninitiative am 20. Februar 1994 durch das Volk. Die Initiative forderte den Verlad des Verkehrs auf die Schiene und ein Stopp des Ausbaus von Transitstrassen. Ogi erwies sich nach dieser Abstimmung als schlechter Verlierer. Deshalb forderten immer mehr Leute, vor allem auch das Initiativkomitee, einen Rücktritt Ogis als Verkehrsminister.
Am 1. Oktober 1995 musste Ogi durch einen Beschluss des Gesamtbundesrates gegen seinen Willen das nach Ende des Kalten Krieges nur noch wenig prestigeträchtige Militärdepartement übernehmen, welches 1997 zu "Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport" (VBS) umbenannt wurde. Er zeichnete sich in dieser Zeit verantwortlich für den Beitritt der Schweiz zum NATO-Programm Partnerschaft für den Frieden. Auch sorgt er 1999 für die Entsendung von schweizerischen Soldaten "Swisscoy" nach Kosovo. In dieser Angelegenheit zog der Bundesrat den Zorn Christoph Blochers und dessen Aktion für eine unabhängige Schweiz (Auns) auf sich. "Wollen Sie, dass Ihr Sohn im Sarg zurück kommt", hiess es auf Werbeplakaten der Blocher-Anhänger, ergänzt durch grausame Kriegsbilder. Ogi plante auch eine drastische Reduzierung des Armeebestandes und setzte seine Soldaten oft für Aktionen wie die Beseitigung von Unwetterschäden oder Sicherung von Kongressen ein. Während Ogis Zeit im VBS ereigneten sich die Affären Nyffenegger und Bellasi.
1998 liess sich Adolf Ogi zum Präsidenten der Olympiakandidatur Sion 2006 wählen. Er investierte viel Zeit und Elan für die Kandidatur. In einem sehr stark kritisierten Entscheid gewann dann jedoch Turin vor dem Favoriten Sion die Olympischen Winterspiele 2006.
Adolf Ogi war Bundespräsident in den Jahren 1993 und 2000 und Vizepräsident in den Jahren 1992 und 1999.
Mann | Schweizer | Politiker (Schweiz) | Bundesrat für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Schweiz) | Bundesrat für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (Schweiz) | SVP-Mitglied | Geboren 1942
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