Adolf Lorenz (* 1854 in Weidenau heute Vidnava, Böhmen; † 19. Februar 1946 in Altenberg/Niederösterreich) war ein bekannter Orthopäde und Vater des Verhaltensforschers Konrad Lorenz.
Die wachsende Bekanntheit ging einher mit großem Wohlstand. Zwanzig Kilometer nordwestlich von Wien ließ er in Altenberg einen Landsitz errichten. Die mondäne Villa, die in einer bombastischen Stilmischung aus Italienischer Renaissance und Jugendstil gebaut war, lag in einem großzügigen Garten, der einer etwas verwilderten englischen Parkanlage glich. In diesem Haus wuchs der zweite Sohn von Adolf und Emma Lorenz auf, der in dieser umfangreichen Gartenanlage eine zahlreiche Schar von Tieren halten konnte. Dieser Sohn wurde zu einem Zeitpunkt geboren, als Adolf bereits 49 und Emma Lorenz 42 Jahre alt waren. Konrad Lorenz hat in seinen Erinnerungen darauf hingewiesen, auf welch glücklichen Umständen seine Karriere als Verhaltensforscher basierten.
Während des Ersten Weltkriegs verlor Adolf Lorenz sein Vermögen, das er in Kriegsanleihen investiert hatte. Er begann deshalb nach Ende des Ersten Weltkrieges gemeinsam mit seinem mittlerweile ebenfalls zum Mediziner ausgebildeten Sohn Albert wieder in New York zu praktizieren. Auch Konrad Lorenz zwang er, zuerst ein Medizinstudium zu absolvieren, bevor dieser sich seiner eigentlichen Neigung, der Zoologie zuwenden durfte.
Mann | Österreicher | Deutscher | Mediziner_(20._Jh.) | Orthopäde | Geboren_1854 | Gestorben_1946
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