Adolf II. von Nassau (* ca. 1423; † 6. September 1475 in Eltville) war zwischen 1462 und 1475 Erzbischof von Mainz.
Er wurde um 1423 als Sohn des Grafen Adolf II von Nassau-Wiesbaden-Idstein und Margarete von Baden geboren.
Bei der Wahl zum Erzbischof von Mainz im Jahr 1459 durch das Mainzer Domkapitel unterlag Adolf zunächst knapp seinem Gegenkandidaten Diether von Isenburg. Jedoch wurde Diether wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber Kirche und Kaiser schon zwei Jahre später durch Papst Pius II. wieder abgesetzt. Gleichzeitig setzte der Papst Adolf von Nassau als neuen Erzbischof ein. Da Stadt und Domkapitel weiterhin zu Diether hielten, musste sich Adolf gewaltsam durchsetzen. Die blutige Mainzer Stiftsfehde dauerte ein Jahr und fand ihren Höhepunkt am 28. Oktober 1462 als Adolfs Truppen in Mainz einfielen und etwa 500 Menschen ihr Leben lassen mussten und weitere 400 aus der Stadt vertrieben wurden. Doch erst ein weiteres Jahr später trat der geschlagene Diether zurück. Adolf II. ließ sich von den Mainzer Bürgern alle seit dem großen Freiheitsprivileg Siegfrieds III. von Eppstein verliehenen Privilegien aushändigen und beendete so die Existenz der Freien Stadt Mainz.
Adolf II. verfügte 1470 die Ausweisung aller Juden aus dem Mainzer Erzstift.
Nach seinem Tode 1475 wurde Adolf von Nassau im Kloster Eberbach beigesetzt.
Siehe auch: Bistum Mainz
Kurfürst (Mainz) | Römisch-katholischer Bischof (15. Jh.) | Geboren 1423 | Gestorben 1475
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