Im Bahnwesen spricht man von einer Adhäsionsbahn (auch Reibungsbahn), wenn der Antrieb alleine über die Haftung der Räder erfolgt. Bei Eisenbahnen ist die Haftung bzw. Adhäsion zwischen Rädern und Schienen gering, sodass wenig Reibungsverluste auftreten, dafür aber starke Steigungen ohne Hilfsmittel wie bei Zahnradbahnen oder Standseilbahnen nicht mehr überwunden werden können. Problematisch ist dabei weniger die Bergfahrt als die Talfahrt, bei der bei zu steilem Gefälle keine sichere Bremswirkung mehr erreicht wird.
Hauptbahnen werden üblicherweise mit einer Steigung bis zu 30 ‰ gebaut. Auf kurzen Stecken sind höhere Steigungen möglich, beispielsweise 135 ‰ bei der Straßenbahn in Lissabon. Als steilste Adhäsionsbahn auf einer längeren Strecke gilt die Pöstlingbergbahn in Linz, die nahezu auf der gesamten Strecke mit einer Steigung von 105 ‰ gebaut ist, insbesondere gibt es einen durchgehenden Steckenabschnitt von 1315 m Länge mit Steigung 105 ‰.
Hauptbahnen mit einer Steigung von mehr als 25 ‰ und Nebenbahnen mit einer Steigung von mehr als 40 ‰ gelten in Deutschland als Steilstrecke.
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