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Adelboden
 

Adelboden ist eine Gemeinde im Amtsbezirk Frutigen, Berner Oberland in der Schweiz. Der Name Adelboden setzt sich zusammen aus der Pflanzenbezeichnung Adel (Gras-) und dem Wort Bode(n).

Geographie


Adelboden.jpg Adelboden liegt im Westen des Berner Oberlands, am Ende des Engstligentals, das bei Frutigen ins Kandertal mündet.

Adelboden ist ein Bergdorf: Kirche und Hauptstrasse liegen auf 1350 m ü. M., der höchste Punkt des Gemeindegebiets ist der Grossstrubel mit 3242 m, der tiefste Punkt ist auf 1045 m.

Die Vegetation ist subalpin und alpin: die Hänge sind oft bewaldet, die Plateaus und Terrassen dienen als Alpweiden.

Der Hauptteil des Orts liegt auf einer nach Süden gerichteten Terrasse über dem Engstligental. Zur Gemeinde gehören aber auch die bewohnten Täler Gilbach, Stigelschwand, Boden, Hirzboden und Ausserschwand.

Die markantesten Berge sind Lohner (3048 m ü. M.), Steghorn (3146 m ü. M.), Wildstrubel (3242 m ü. M.), Fitzer (2458 m ü. M.), Tschenten (2025 m ü. M.) (mit Bergbahn) und Gsür (2708 m ü. M.).

Bevölkerung


Sprachen

Sprache ist Deutsch, genau genommen Adelbodetütsch, ein sehr spezifischer, höchstalemannischer Dialekt des Berner Oberlands mit Anlehnungen an den urtümlichen Walliser Dialekt.

Konfessionen

Reformiert 81.54 %
Röm.-Kat. 4.77 %
Freikirchen 13.63 %

Das Frutigland ist eine der Berner Regionen, in denen protestantische Freikirchen eine wesentliche Rolle spielen.

Politik


Legislative ist die zweimal jährlich stattfindende Gemeindeversammlung. Exekutive ist der Gemeinderat mit neun Mitgliedern, die alle ehrenamtlich tätig sind.

Wirtschaft


Adelboden hat eine gute Mischung von Landwirtschaft, Gewerbe (Baufirmen, Mineralquelle) und Tourismus. Arbeitsstellen gibt es im Gastgewerbe (ca. 490 Personen), anderen Dienstleistungen (ca. 500 Personen), Baugewerbe (ca. 310 Personen), Autogewerbe (ca. 30 Personen), Mineralquelle (ca. 45 Personen) und Landwirtschaft (Vollerwerb ca. 45 Personen).

Landwirtschaft

Adelboden hat auch heute noch viele Landwirtschaftsbetriebe, hauptsächlich Viehzucht und Milchwirtschaft, wobei die Mehrheit der Bauern auch noch einem Nebenerwerb nachgeht. Es gibt 3000 Stück Rindvieh in der Gemeinde, die den Sommer mehrheitlich auf den zahlreichen Alpen verbringen. Die Kuhrechte dieser Alpen sind sehr begehrt und die Alpen sind, im Gegensatz zu anderen Gegenden, alle bewirtet. Auf den Alpen wird Berner Alpkäse hergestellt, ein Hartkäse, der nach zwei Jahren Lagerung als Hobelkäse bezeichnet wird. Er wird grösstenteils direkt an Private verkauft, teilweise auch in örtlichen Restaurants und Läden - ausserhalb von Adelboden ist er nicht erhältlich.

Tourismus

Adelboden around 1900.jpeg | Adelboden kuonisbergli.jpg Der Tourismus in Adelboden ist besonders auf Familien ausgerichtet. Adelboden hat 24 Hotels mit 1291 Betten und 800 Ferienwohnungen mit 10'000 Betten, 28 Gruppenunterkünfte mit 830 Betten, 3 Campingplätze und 40 Restaurants.

Im Sommer gibt es 300 km Wanderwege, vom Spaziergang bis zum alpinen Klettersteig. Zahlreiche Bergbahnen führen in die Höhe. Zusätzliche Angebote bestehen in Form von Mountainbike-Routen, Flugzeug-Modellbau, Gleitschirm-Fliegen, Tennis-Plätzen, Wellness-Angeboten und anderem.

Am 9.Juli 2005 wurde Adelboden als erster Alpiner Wellness Urlaubsort der Schweiz zertifiziert. Damit weist sich Adelboden über eine vielfältige Alpine Wellness Infrastruktur und eine qualitativ hochstehende Kompetenz als Alpiner Wohlfühlort aus.

Besonderheiten sind die Engstligenfälle, Cholerenschlucht, der Wasserweg zu einzigartigen Wasserschauplätzen sowie der einstündige rollstuhlgängige Rundweg in hochalpiner Umgebung auf der Engstligenalp.

Die Skiregion Adelboden-Frutigen-Lenk umfasst 56 Transportanlagen mit mehr als 170 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade, einschliesslich der Weltcup-Riesenslalom-Piste auf dem Kuonisbärgli. 23 km Langlaufloipen, 74 km gepfadete Winterwanderwege und ein Kunsteiszentrum (mit Eisbahn und Rinks für Curling/Eisstockschiessen) runden das Angebot ab.

In Adelboden befindet sich mit dem Pfadfinderinnenzentrum Our Chalet eines der vier Weltzentren der World Association of Girl Guides and Girl Scouts.

Verkehr

Adelboden liegt am Ende einer Sackgasse, es gibt also keinen Durchgangsverkehr. Ins Tal von Adelboden gelangt man von Spiez (Autobahn A6 von Bern) oder Kandersteg (Autoverlad von Wallis/Italien) auf der Hauptstrasse Richtung Frutigen-Adelboden.

Frutigen ist eine Station der Lötschberglinie. Von dort aus gibt es stündliche Postautokurse. Adelboden hat zahlreiche Bergbahnen und lokale Buslinien nach Ausserschwand und Boden-Engstligenfälle. Zu Fuss kann man von der Engstligenalp (Bergbahn) via Chindbettipass zum Gemmipass und ins Wallis kommen, oder über den Hahnenmoospass (Bergbahn) ins Simmental.

Geschichte


Die zu Adelboden gehörenden Alpen Engstligenalp und Silleren werden im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Bewohner des Engstligentals werden als Waldleute bezeichnet. Im 15. Jahrhundert erhält Adelboden eine eigene Kirche und über 50 Hausväter bürgen für das Gehalt des Pfarrers. Im 16. Jahrhundert schliesst sich Adelboden der Reformation an, der katholische Pfarrer flieht über den Hahnenmoospass ins weiterhin katholische Freiburgerland. Der einzige Weg nach Frutigen führt hoch oben auf der rechten Talseite entlang, bis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Engstligental eine Fahrstrasse gebaut wird.

In den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts wird die erste Fremdenpension gebaut, die noch heute als Hotel im Besitz der gleichen Familie ist (Hotel Hari im Schlegeli). Um die Jahrhundertwende führt der Tourismus zu einem markanten Anwachsen der Bevölkerung. In den 1930ern wurde die Seilbahn auf die Engstligenalp gebaut.

Kunst, Kultur


  • Vogellisi-Festival
  • Kammermusik-Festival
  • Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit Fresken und Glasfenstern

Schulen

In Adelboden gibt es Primarschule, Realschule und Sekundarschule.

Sehenswürdigkeiten

  • Engstligenfall: die Engstlige stürzt 600 m in die Tiefe und bildet einen der schönsten Wasserfälle im Berner Oberland. Eindrücklich ist der Alpaufzug im Sommer, wenn 350 Kühe und Rinder neben dem Wasserfall auf dem schmalen Saumpfad durch die Felswand nach oben ziehen.
  • Engstligenalp: Hochebene auf 2000 m Höhe, rollstuhlgängiger Rundweg
  • Cholerenschlucht: tief eingeschnitten, begehbar
  • Kuonisbergli (Chuenisbärgli), 2005/06 neu gebaute Sesselbahn mit Bergstation, gemütliches Bergrestaurant

Weblinks


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Adelboden | Adelboden | Adelboden | Adelboden | Adelboden | Adelboden (kommun, CH-BE)

 

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