Gottlieb Adelbert Delbrück (* 16. Januar 1822 in Magdeburg; † 26. Mai 1890 in Kreuzlingen) war ein deutscher Unternehmer und Bankier. Er war einer der Gründer der Deutschen Bank.
Seine Erfahrungen in der Wirtschaft und im Bankenbereich brachten ihn zu der Auffassung, dass der Kreditmarkt eine große deutsche Bank nötig habe. Ab 1869 bereitete er eine entsprechende Gründung vor, worin er unter anderem von dem nationalliberalen Politiker und Wirtschaftsexperten Ludwig Bamberger unterstützt wurde. Wichtigste Bedingung für die Gründung war Kapital, um das Delbrück bei verschiedenen angesehenen Banken warb. Durch die Zeichnung von Aktien im Werte von 175 000 Talern durch das Bankhaus Magnus, dessen Inhaber Victor Magnus war, wurde dieser zum Mitbegründer der 1870 in Berlin gegründeten Deutschen Bank. Er wurde zum Vorsitzenden des 1. Verwaltungsrates gewählt, eine Funktion, die er nur kurze Zeit inne hatte, da er Mitte 1871 das Amt aus gesundheitlichen Gründen wieder aufgeben musste.
1871 wurde Delbrück zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt und nahm aus dieser Position bis 1885 gewichtigen Einfluss auf die laufende Geschäftstätigkeit, teilweise zum Missfallen des Direktoriums um Georg Siemens. 1889 schied Delbrück aus Krankheitsgründen aus dem Verwaltungsrat aus und starb 1890 bei einem Aufenthalt in Kreuzlingen in der Schweiz.
Adelbert Delbrück erhielt ein Ehrengrab der Stadt Berlin. Seine Grabstätte und die seiner Familie befindet sich auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Berlin-Kreuzberg.
Mann | Bankier | Deutscher | Deutsche Bank (Person) | Geboren 1822 | Gestorben 1890
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