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ATRAC ist die Abkürzung für Adaptive Transform Acoustic Coding (in etwa: Anpassungsfähige Ton-Umwandlungskodierung).

ATRAC ist ein Audiokompressionsverfahren, das auf psychoakustischen Grundregeln basiert. Es komprimiert Audio-Dateien auf einen Bruchteil des ursprünglichen Datenvolumens. Der ATRAC-Codec wurde von Sony mit der Einführung der MiniDisc im Jahre 1992 vorgestellt und bis heute stetig weiterentwickelt.

Der Vorteil des Codecs gebenüber anderen Formaten besteht im Gapless Playback und im relativ geringen Decodierungsaufwand der komprimierten Daten, so dass bei tragbaren Endgeräten eine längere Akkulaufzeit möglich ist, als z.B. beim Abspielen von MP3-Dateien (hier ca. 20% längere Akkulaufzeit bei gleicher Bitrate). Neben der MiniDisc unterstützen auch andere mobile Abspielgeräte der Firma Sony ATRAC, beispielsweise die PlayStation Portable, Audioplayer mit Flash-Speicher, tragbare ATRAC-CD-Player und alle aktuellen Walkman-Produkte. Dass ältere Geräte nur ATRAC, neuere Geräte aber auch MP3, AAC und andere Formate unterstützen, gilt als Hinweis darauf, dass Sony den Versuch aufgegeben hat MP3 und Co. vom Markt zu verdrängen. ATRAC sollte als proprietäres Format untrennbar mit den bis dato erfolgreichen Walkmans eine marktbeherrschende Stellung einnehmen (ein ähnliches Vorgehen ist auch heute noch bei großen Firmen wie z.B. Apple zu beobachten, die mit dem iPod und iTunes ebenfalls ein gekappseltes System vertreiben). Die Folge war ein starker Umsatzrückgang bei tragbaren Audioplayern, die das Format unterstützten, da die Verbraucher keinen Sinn darin sahen ihre MP3-Dateien in ATRAC umzuwandeln bevor sie sie auf ihren Audioplayer überspielten. Erst 2004 lenkte man bei Sony ein und brachte mit dem NW-HD3 den ersten Walkman auf den Markt der nativen MP3-Support an Bord hatte. Inzwischen Unterstützen alle digitalen Audioplayer von Sony mehrere Dateiformate. Heute findet man neben Sony nur noch wenige Firmen, die ATRAC-kompatible Geräte herstellen. Darunter sind Sharp, Aiwa (von Sony aufgekauft) und Panasonic. Als Grund werden hohe Linzenzgebühren vermutet.

Folgende Versionen des ATRAC-Codecs sind bisher erschienen:

ATRAC-Version (Erscheinungsjahr) - *
ATRAC-1 (nur MiniDisc) (1992) - kbit/s
ATRAC-2 (nur MiniDisc) (1994) - kbit/s
ATRAC-3 (nur MiniDisc) (1995) - kbit/s
ATRAC-3.5 (nur MiniDisc) (1996) - kbit/s
ATRAC-4 (nur MiniDisc) (1996) - kbit/s
ATRAC-4.5 (nur MD-Decks) (1996) - kbit/s
ATRAC3 (mit MDLP) (2000) - kbit/s
ATRAC DSP Type-R (nur MiniDisc) (2001) - kbit/s
ATRAC DSP Type-S (nur MiniDisc) (2002) - kbit/s
ATRAC3plus (2003) - kbit/s
Atrac Advanced Lossless (2006) - kbit/s

Der Codec beinhaltet verschiedene Kopierschutzmechanismen, seit ATRAC3 auch Digital Rights Management. So sollen Urheberrechtsverletzungen unterbunden werden, gleichzeitig werden aber auch die Nutzungsmöglichkeiten von ATRAC eingeschränkt. Hier hat Sony mit dem Erscheinen der Software SonicStage 3.4 nachgebessert (2006). Der Kopierschutz läßt sich nun nach Belieben abschalten und ist damit wirkungslos geworden. Lediglich bei Kaufmusik aus Sonys CONNECT Onlinestore bleibt er bestehen.

Aktuelle Entwicklung


Kürzlich hat Sony einige ATRAC-Geräte mit zusätzlichem AAC-Support ausgestattet um konkurrenzfähiger zu werden. Die Presse wertete dies jedoch fälschlich als Abkehr von ATRAC, was von Sony dementiert wurde.

Siehe auch


Audiokompression | MiniDisc | MP3 | (Ogg) Vorbis | Musepack | WMA | ATRAC3plus

Weblinks


Datenformat | Audiokompression

ATRAC | ATRAC | ATRAC | ATRAC | ATRAC | ATRAC | ATRAC | ATRAC

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Adaptive Transform Acoustic Coding".

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