Adaptive Radiation (lat. adaptare = anpassen; radiatus = strahlend) versteht man in der Evolutionsbiologie die Auffächerung einer wenig spezialisierten Art (Radiation) bei Herausbildung spezifischer Anpassungen (Adaptationen) an die vorhandenen Umweltverhältnisse, und damit die Besetzung unterschiedlicher ökologischer Nischen. Treibkräfte sind die Mutation und natürliche Auslese (Selektion). Eine Voraussetzung für die adaptive Radiation ist neben dem Vorhandensein von unbesetzten ökologischen Nischen eine geographische Isolation (=Separation), wie sie zum Beispiel für Inseln oder zuflusslose Seen zutrifft. Durch die Isolation unterbleibt die Panmixie, was zur Aufspaltung der Stammart in die neuen Arten führt. Je umfangreicher dabei die ökologischen Lizenzen sind, um so formenmannigfaltiger kann eine taxonomische Gruppe werden. In diesem Zusammenhang ist es gleichgültig, in welchem Zeitraum sich dieser Vorgang vollzieht, und ob sich die adaptive Radiation als intra- oder als transspezifische Evolution darstellt.
Das Gebiet muss reich an Nahrung sein und es dürfen keine bedeutenden Fressfeinde (Beutegreifer) oder Konkurrenten vorhanden sein. Deshalb kann man davon ausgehen, dass dieser Lebensraum neu entstanden ist, oder eine signifikante Veränderung „erlebt“ hat.
Adaptive radiation | Radiación adaptativa | 適応放散 | Adaptieve radiatie | Radiacja adaptacyjna | Adaptívna radiácia | 适应辐射
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