Adıyaman
(kurdisch Semsur) ist eine kurdische Provinz im Südosten der Türkei. Sie ist umgeben von den Provinzen Malatya, Kahramanmaraş, Gaziantep, Şanlıurfa und Diyarbakır. Die Provinz Adıyaman ist 7.033 km², inklusive Wasserflächen 7.871 km² groß.
Bevölkerung
Im Jahre
2005 zählte die Provinz 668.021 (2000: 623.811) Einwohner, davon 338.939 in der Provinzhauptstadt
Adıyaman. Die Bevölkerung besteht größtenteils aus
Kurden.
Unter den wenigen
Türken sind viele assimilierte Kurden, wie im gesamten Südosten der
Türkei.
Lage
Adiyaman liegt im Südöstlichen
Anatolien, zwischen
Gaziantep,
Malatya,
Sanliurfa und
Diyarbakir.
Das Gebiet ist sehr gebirgig, was besonders vom Berg
Nemrut gekennzeichnet ist.
In Kâhta beginnt auch der
Atatürk-Stausee, der wasserreichste Stausee der Türkei.
Verwaltung
Die Provinz Adıyaman besteht aus den Kreisen:
- Adıyaman (Merkez) (kurdisch Semsur)
- Besni
- Çelikhan (kurdisch Çêlikan)
- Gerger (kurdisch Aldûs)
- Gölbaşı (kurdisch Serê Golan)
- Kâhta (kurdisch Kolik)
- Samsat (kurdisch Semsat)
- Sincik
- Tut
Geschichte
Herkunft des Namens „Adıyaman“
Es gibt mindestens zwei Erzählungen über die Herkunft des türkischen Namens der Stadt Adıyaman, die der Provinz ihren Namen gibt, sowie eine zum kurdischen Namen.
- Adıyaman soll drumherum fruchtbare Täler gehabt haben. Daher kam der Name Vadi i Leman, was „Schönes Tal“ heißt. Aus diesem Namen entstand der heutige Name.
- In einer Stadt, die Farrin oder Perre hieß, soll es einen Mann gegeben haben, der Götzen anbetete. Dieser Mann hatte sieben Söhne, die eines Tages als der Vater nicht da war, im Namen des einzigen Gottes, die Götzen zerstörten. Als der Vater davon erfuhr, brachte er all seine Söhne um. Daraufhin wurde in Farrin ein Kloster zu Ehren der Söhne errichtet. Seit dem hieß die Stadt Yedi Yaman, was die „Tapferen Sieben“ heißt. Daraus wird dann Adıyaman.
- Mitten in der Stadt steht eine Burg, dessen Name Hısn-ı Mansur auf deutsch „Mansurs Burg“ bedeutet. Bei Mansur könnte es sich um den Abbasiden Kalifen Ebu Cafer El-Mansur handeln, oder um einen Kommandanten der arabischen Omaijaden, die im 7. Jahrhundert hier eindrangen. Der Name Hısn-ı Mansur wurde von den Leuten Hüsnü Mansur ausgesprochen und ist im Volksmund immer noch der Name dieser Provinz. Das kurdische Semsur ist davon abgeleitet.
1926 wurde der Provinzname von Hısn-ı Mansur bzw. Hüsnü Mansur in Adıyaman geändert.
Sehenswürdigkeiten
Archäologische Stätten:
- Die Ruinen vom Berg Nemrut - Kahta/Karadut
- Die Ruinen von Arsameia - Kahta/Kocahisar
- Eski Besnil - Eski Beni/Zentrum
- Die Ruinen von Pirin - Adıyaman /Zentrum
Festspiele:
- Zuckermelonenfest in Besni 01.06.-15.06.
- Internationales Kahta Kommagene Festival in Kahta 25.07.–27.07.
- Traubenfest in Gölbasi 29.09.-01.10.
- Erziehungs und Kultur Festival in Besni 22.09.–24.09.
- Honig Kultur und Tourismus Festival in Çelikhan 25.08.–26.08.
- Kunst und Kultur Festival in Tut 19.07.–23.07.
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