Ein Active Pixel Sensor (APS, deutsch: aktiver Pixelsensor) ist ein Halbleiterdetektor zur Lichtmessung, der in CMOS-Technologie gefertigt ist und deshalb oft als CMOS-Sensor bezeichnet wird.
Durch die Verwendung der CMOS-Technologie wird es möglich, weitere Funktionen in den Sensorchip zu integrieren, wie beispielsweise die Belichtungskontrolle, die Kontrastkorrektur oder die Analog-Digital-Wandlung. Active_pixel_sensor_prototype.jpg.]]
Das bedeutet, dass jedes Bildelement zusätzlich zur Fotodiode eine Vielzahl von Transistoren enthält, die die gesammelte Ladung in eine messbare Spannung umwandeln. Der Vorteil ist, dass die Elektronik direkt das Spannungssignal jedes einzelnen Pixels auslesen kann, ohne die Ladungen verschieben zu müssen, was eine deutlich geringere Neigung zum Blooming zur Folge hat. Der Nachteil ist, dass sich zwischen den lichtempfindlichen Fotodioden viel Elektronik befindet, die selbst nicht lichtempfindlich ist, was bei gleicher Chipfläche ursprünglich zu einer im Verhältnis zur CCD-Technologie kleineren Lichtempfindlichkeit führte. Da die notwendige Integrationsdichte, um mit CCD konkurrenzfähig zu sein, noch nicht erreicht war, war diese Technologie in 70er und 80er Jahren noch bedeutungslos.
Diese Nachteile wurden erst später durch intensive Weiterentwicklung in der Miniaturisierung der CMOS-Technologie und durch den Einsatz von Mikrolinsen über jedem Bildelement, die das gesamte einfallende Licht auf den lichtempfindlichen Teil lenken, reduziert und schließlich mehr als ausgeglichen.
In Camcordern werden momentan fast ausschließlich CCD-Sensoren eingesetzt, jedoch hat Sony 2005 den HDR-HC1 veröffentlicht, einen HDTV-Camcorder der einen APS verwendet. APS finden auch in vielen Industriekameras Verwendung.
Die Münchener Firma Arri brachte 2004 mit der D-20 eine Videokamera heraus, die einen APS mit 2880×1620 Pixeln verwendet. Seine Größe entspricht der aktiven Bildfläche eines 35-mm-Films, was den Einsatz von generischen Filmobjektiven erlauben und die Schärfentiefe der Bilder an die des Filmes angleichen soll.
Die CMOS-Technologie der APS weist gegenüber den MOS-basierten CCD-Sensoren auch einen deutlich geringeren Energieverbrauch auf (ca. 10 % der CCDs) und erlaubt bei einem größeren Produktionsvolumen eine günstige Produktion, da sie ohne Umrüstung auf den für hohe Stückzahlen ausgelegten Fertigungsstraßen gefertigt werden kann und so einen geringeren Fertigungsaufwand pro Chip verursacht.
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