| Strukturformel | |
|---|---|
| Acrylamid.png | |
| Allgemeines | |
| Name | Acrylamid |
| Andere Namen | Propensäureamid, Acrylsäureamid |
| Summenformel | C3H5NO |
| CAS-Nummer | 79-06-1 |
| UN-Nummer | 2074 |
| Kurzbeschreibung | Weißer, geruchloser Feststoff |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 71,08 g/mol |
| Aggregatzustand | fest, kristallin |
| Schüttdichte | etwa 500 kg/m³ |
| Schmelzpunkt | 84 °C |
| Siedepunkt | 125 °C (33,3 hPa) |
| Dampfdruck | 0,009 hPa (20 °C) |
| Löslichkeit | Sehr gut löslich in Wasser, gut löslich in Ethanol und Aceton |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 45,46,20/21,25,36/38, 43,48/23/24/25,62 S: 53,45 |
| MAK | - |
Acrylamid, ist ein Amid. Es ist ein weißes, geruchloses kristallines Pulver, das in Wasser, Ethanol und Ether löslich ist. Acrylamid wird in der Erzverarbeitung sowie bei der Herstellung von Farbstoffen verwendet. Acrylamid wird auch genutzt, um Polyacrylamide, die als wasserlösliche Stabilisatoren viele Anwendungen beispielsweise in der Abwasseraufbereitung, Papierherstellung und Gelelektrophorese (SDS-PAGE) haben, zu synthetisieren.
Die Medizinische Hochschule Hannover stellte in einer Studie allerdings fest, dass bei Menschen, die häufiger acrylamidhaltige Lebensmittel essen, kein bzw. nur ein unrelevant erhöhter Acrylamidspiegel im Körper im Vergleich zu anderen Personen feststellbar ist. Demnach wären die Auswirkungen von acrylamidhaltigen Lebensmitteln viel geringer als bisher eingeschätzt.
Bei Verwendung von Silikon als Schaumverhüter in Frittierfetten verdoppeln sich die Acrylamidwerte noch einmal. Der Zusatz von Silikon zu Frittierfetten ist in der Lebensmittelindustrie seltsamerweise trotzdem bis heute üblich.
Besonders viel Acrylamid entsteht, wenn Kartoffel- und getreidehaltige Lebensmittel trocken über 180 °C erhitzt werden. Die Acrylamidbildung beginnt allerdings bereits bei 120 °C, steigt jedoch bei 170–180 °C sprunghaft an. Hierbei reicht auch eine dünne, trockene Schicht, wie beispielsweise die gebräunte Oberfläche von Pommes Frites oder eine Brotkruste. Und so enthalten Pommes Frites, Kartoffelchips, Knäckebrot aber auch Kaffee teilweise hohe Mengen an Acrylamid.
Eine gänzlich acrylamidfreie Ernährung ist technisch momentan nicht möglich. Einen Grenzwert gibt es nicht, es wurden lediglich Signalwerte festgelegt.
Es ist jedoch möglich, die Acrylamidbildung durch einfache Maßnahmen zu reduzieren. In vielen Fällen kann schon eine Absenkung der Höchsttemperatur um 10–20 Grad oder der Austausch von oder Verzicht auf einzelne Zutaten die Bildung von Acrylamid stark verringern. So hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen hohen Anteil an Mandeln und vor allem das Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat (früher: Ammoniumbicarbonat, auch: Hirschhornsalz) als Hauptproblem bei Lebkuchen ausgemacht. Nach Weglassen der Mandeln und Verwendung von Natron (Natriumhydrogencarbonat, früher: Natriumbicarbonat) in der Kombination mit Dinatriumdiphosphat und Dicalciumphosphat als Triebmittel fiel der Acrylamidgehalt auf ein Zehntel des vorherigen Wertes. Allerdings können sich diese Maßnahmen (zum Teil in erheblichem Maße) nachteilig auf das Aroma und die Konsistenz auswirken.
اكريلاميد | Acrylamide | Acrilamida | Acrylamide | Acrilammide | アクリルアミド | Acrylamide | Akrylamid | Akrylamid | อะคริลาไมด์ | 丙烯酰胺
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"Acrylamid".
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