Achromat.png Unter einem Achromat versteht man in der Optik ein System aus zwei Linsen von gleicher Größe, die aber aus Gläsern mit unterschiedlicher Abbe-Zahl bestehen. Das System besteht aus einer Sammellinse aus Kronglas und einer Zerstreuungslinse aus Flintglas.
Dadurch kann der Farblängsfehler (Abbildungsfehler: chromatische Aberration) für zwei Wellenlängen korrigiert werden. Wenn die beiden Linsen dünn sind und einen kleinen Abstand voneinander haben, ist damit auch der Farbquerfehler, der störende Farbsäume an den Kanten des Motivs verursacht, weitgehend korrigiert. Gleichzeitig kann man durch die zusätzlichen Freiheitsgrade des Achromaten auch die sphärische Aberration weitgehend korrigieren. Bei einem sogenannten Neu-Achromaten wird gleichzeitig auch die Koma korrigiert, indem die beiden Glassorten geschickt gewählt werden.
In manchen Fällen sind die Linsen an ihrer Kontaktfläche miteinander durchsichtig verbunden (verkittet), in anderen Fällen bleibt zwischen diesen Linsen ein Luftspalt, der als zusätzliche Luftlinse zur Korrektur weiterer Abbildungsfehler genutzt wird. Mit einem Luftspalt kann man den sogenannten Gauß-Fehler (Abhängigkeit der sphärischen Aberration von der Wellenlänge) korrigieren.
Für weitergehende Ansprüche, z. B. in der Astronomie, gibt es auch die so genannten Apochromate, die typischerweise aus drei Linsen bestehen. Der Farblängsfehler kann hier für drei Wellenlängen korrigiert werden, und er wird damit auch für die übrigen Wellenlängen sehr klein. Ökonomischer ist es jedoch, ab einer Apertur (d.h. einem Durchmesser) von etwa 25 cm auf Spiegeloptiken überzugehen (siehe Parabolspiegel).
Siehe auch: Brechung, Dispersion, Fotografie
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"Achromat".
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