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Amarnath :: Amarna
 

Tell el-Amarna ist ein abgelegener Ort am Ostufer des Nil in Mittelägypten.

Achet-Aton in Hieroglyphen
i-t:n:ra-N27
(3ḫ.t-Jtn)

Gründung


Der Ort wurde von Pharao Echnaton gegründet, der sich dem Einfluss der Amun-Priester in Theben entziehen wollte, um sein monotheistisches Weltbild des Aton verbreiten zu können.

Die Stadt wurde in dreijähriger Bauzeit als Achet-Aton („Horizont des Aton“) erschaffen und um 1365 v. Chr. bezogen.

Merkmale


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Bauten

Es gab drei Paläste, mehrere Tempel, prächtige Wohnhäuser sowie eine große Siedlung für Handwerker und Künstler (u.a. Bildhauer). Von hier aus wurde das ganze Land regiert. So ist es nicht verwunderlich, dass man ein nahezu unversehrtes diplomatisches Archiv in Form von Keilschrift-Tontafeln auffand, die so genannten Amarnatafeln.

Kunst

Die Künstler von Amarna führten Malerei, Bildhauerei und Reliefkunst zu einer beispiellosen Blüte, mit äußerst lebendigen, teilweise auch karikierenden, Szenen aus dem täglichen Leben und einer menschlichen Darstellung auch des Königspaares Echnaton und Nofretete, die im Gegensatz zu der erstarrten abstrakten und typisierten archaischen Kunst Ägyptens stand. Die Kunst dieser Zeit wird deshalb auch als Amarnakunst bezeichnet.

Felsengräber

In den östlichen Bergen entstand eine Nekropole für die Beamten Amarnas. Auch König Echnaton ließ sich dort seine königliche Gruft anlegen. In diesen Grabmälern sind eine Vielzahl von Wanddarstellungen erhaltengeblieben, die heute den Forschern einen tiefen Einblick in die Lebensgewohnheiten der Einwohner der damaligen Stadt Achet-Aton, Des Aton-Kultes, der pharaonischen Familie und der Art ihrer Regentschaft ermöglichen.

Nach der Echnaton-Regentschaft


Die Stadt bestand nur für kurze Zeit. Nach dem Ende des Echnaton wurde sie wieder verlassen und der Hof kehrte nach Memphis zurück. Leider ist von Achet-Aton nicht viel erhalten geblieben. Zum einen war es das ehrgeizigste Bauprojekt Echnatons und wurde in sehr kurzer Zeit erbaut. Einerseits verwendete man überwiegend Lehmziegel als Baumaterial, die das extrem heiße Klima über die Jahrtausende nicht überstanden haben. Andererseits ließen die Nachfolger von Echnaton sehr viel von seinen Werk zerstören, um die Erinnerung an den vom ägyptischen Volk und der Amun-Pristerschaft wenig geliebten Aton-Kult auszulöschen. Fragmente aus Achet-Aton wurden fernab von Amarna gefunden, wo sie als Füllmaterial für andere Bauwerke dienten.

Forschungsgeschichte


Tell el-Amarna ist eines der Forschungs- und Ausgrabungschwerpunkte der Deutschen Orient-Gesellschaft.

Quellen


Literatur


  • Carola Wedel: Nofretete und das Geheimnis von Amarna (Zaberns Bildbände zur Archäologie). Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2005.ISBN 3-8053-3544-X, ISBN 978-3-8053-3544-7

Weblinks


Archäologie (Ägypten) | Antike ägyptische Stadt | Archäologischer Fundplatz in Ägypten

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