Die Abtei Münsterschwarzach liegt an der Mündung der Schwarzach in den Main und gehört zu den wichtigsten Klöstern der Benediktiner in Deutschland.
Das St. Salvator, der Heiligen Maria und St. Felicitas geweihte Kloster wurde vor 788 als Nonnenkloster gegründet. Es war ein Eigenkloster des karolingischen Herrscherhauses. Die Äbtissinnen waren Töchter der kaiserlichen Familie, z.B. Theodrada (†844/853), eine Tochter Karls des Großen. Als die letzte karolingische Äbtissin Bertha 877 starb, gaben die Nonnen die Abtei auf und es wurde von den Benediktinern von Megingaudshausen übernommen. Im 11. Jahrhundert erlebte Münsterschwarzach eine Blütezeit unter Abt Walter.
Im 18. Jahrhundert ließ man sich von Balthasar Neumann eine barocke Basilika errichten; Kuppelfresken von Holzer. 1743 erfolgte die Einweihung durch Bischof Friedrich Karl von Schönborn. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klostergebäude wurden versteigert. 1805 wurde die Klosterkirche verkauft und profaniert. Nach einem Blitzeinschlag und Brand 1810 kam es 1821 bis 1827 zum vollständigen Abbruch der Kirche und von Teilen des Klosters.
Erst 1913 wurden die Überreste des alten Klosters von den Missionsbenediktinern von St. Ottilien erworben und die nötigen Felder zurückgekauft. Erster Abt nach der Wiedererrichtung war P. Placidus Vogel (1914-1937). Ihm folgten P. Burkhard Utz (1937-1959), P. Bonifaz Vogel (1959-1982), ein Neffe des Abtes Placidus und P. Fidelis Ruppert (1982 - 24.04.2006). Die monumentale Abteikirche mit vier Türmen wurde 1935 bis 1938 erbaut und 1938 geweiht (Architekt Albert Boßlet).
Im Mai 1941 wurde das Kloster im Rahmen eines sogenannten Klostersturmes von den Nationalsozialisten enteignet. Erst nach der Befreiung von der NS-Diktatur erhielt der Orden seinen beschlagnahmten Besitz zurück und das Kloster wurde 1945 wieder eröffnet.
Das Haus Benedikt ist ein Seminar- und Tagungshaus der Benediktiner Münsterschwarzach in Würzburg.
Benediktinerkloster | Kloster in Bayern | Münsterschwarzach Abbey
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