Der Absatz eines Schuhes ist der verdickte Teil des Schuhbodens, der sich unterhalb der Ferse des Fußes befindet. Nicht alle Schuhe haben Absätze (Mokassins beispielsweise sind absatzlos).
Die Absatzhöhe (gemessen entweder an der Rückseite als sog. Konstruktionshöhe oder seitlich betrachtet in der Mitte, als so genannte mittlere Höhe) üblicher Herrenschuhe beträgt zwischen 2,5 und 3 Zentimeter, die meisten Damenschuhe haben eine Absatzhöhe zwischen etwa 3 und 8 Zentimetern. Absätze mit einer Höhe ab 6 Zentimeter gelten per Definitionem als hohe Absätze.
Doch gibt es auch Extremformen mit Absätzen von 14 und mehr Zentimetern (mit daraus resultierender starker negative Beinflussung der Gang- und Standsicherheit, sowie einer hohen Belastung des Fußes). Schuhe dieser Art (Ballettheels, Skyscraper) dienen primär nicht der Fortbewegung, sondern haben als sogenannte Fetischschuhe eine sexuelle Funktion. In diesen Fällen gehen extrem hohe Absätze oft mit Plateausohlen einher, die den Absatz um ihre jeweilige Stärke noch einmal erhöhen.
Die Seiten und Rückfläche des Absatzes wird Absatzmantel genannt, die vordere Fläche Absatzbrust oder -front. Die Fläche des Absatzes, die mit dem Boden in Kontakt kommt, nennt man Absatzoberfleck und ist für Instandsetzungszwecke austauschbar und möglichst abriebfest.
Der unbekleidete gesunde Fuß steht mit drei Hauptbelastungspunkten (Ferse, Groß- und Kleinzehenballen) sicher auf dem Boden. Das ist bei einem Schuh mit guten „Stand“ ebenso; er berührt mit der Absatzauftrittsfläche und im Vorderteil in Höhe der Ballenlinie (Achse durch Groß- und Kleinzehenballen) mit der Laufsohle den Boden. Ist der Absatz für den betreffenden Schuh jedoch zu niedrig oder zu hoch (beide Fälle kommen in der Praxis oft vor), verschiebt sich automatisch die Ballenlinie des Schuhs. Bei zu niedrigem Absatz resultiert eine, in Richtung Ferse verschobene Ballenlinie, im umgekehrten Fall (Absatz zu hoch) verschiebt sich die Ballenlinie weiter zur Schuhspitze hin. Das hat eine falsche Belastung des Fußes zur Folge und kann auf Dauer zu einer Überlastung und zu vielerlei gesundheitlichen Schäden führen. Auch der Schuh selbst wird aufgrund der falschen Statik überlastet, zeigt oft unnatürlich tiefe Gehfalten und verschleißt vorzeitig.
Erkennbar ist der richtige Absatzstand bei seitlicher Betrachtung des auf einer ebenen Fläche stehenden unbelasteten, leeren Schuhs. Bei korrektem Stand sollte der Absatzoberfleck flächig und der Schuh im Ballenbereich aufliegen. (Ein minimaler Hochstand der vorderen Absatzkante ist unkritisch, weil diese durch die Gewichtsbelastung beim Tragen des Schuhs, in die flächenparallele Ebene zur vorderen Auftrittsfläche in Höhe der Ballenlinie, gedrückt wird.) Auch sollte bei statisch richtigem Stand durch leichten Druck von Innen auf den Fersenbereich im Schuh, der Vorderschuh seine Position nicht verändern. Ist dies der Fall (das Schuhvorderteil geht bei Druck auf die Fersenpartie hoch), hat der Schuh einen schlechten Stand.
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"Absatz (Schuh)".
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