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Rembrandt Harmensz. van Rijn 035.jpg: „Der Engel verhindert die Opferung Isaaks“]] Abraham (hebr. אברהם, , Ibrahim), der Hirte und Herdenbesitzer, ist eine zentrale Figur des Tanachs und des Alten Testamentes, die ihn als Stammvater Israels sehen. Seine Geschichte wird in der Genesis bzw. Bereschit erzählt. Danach gehört er zusammen mit Isaak und Jakob zu den Erzvätern, aus denen laut biblischer Überlieferung der Zwölfstämmebund des Volkes Israel hervorging. Ob Abraham jedoch tatsächlich eine historische Figur war, ist zweifelhaft; außerbiblische Zeugnisse über ihn gibt es jedenfalls nicht.

Abraham gilt in der biblischen jüdischen Überlieferung als „Stammvater des Volkes Israel“. Von Abraham leiten sich das Judentum, der Islam und das Christentum gleichermaßen ab. Darum bezeichnet man alle drei auch als abrahamitische Religionen. In ihrem Trialog spielt die Figur des Stammvaters eine große Rolle. Die Abrahamserzählung ist im ersten Buch Mose (Genesis) 12 - 25 zu finden.

Biblischer Abraham


Abraham hieß ursprünglich Abram und wird als Vater der monotheistischen Religionen betrachtet. Zusammen mit seinem Vater Terach war er aus Ur in Chaldäa (dem Süden des heutigen Irak) nach Harran (bei Şanlıurfa, Türkei) gewandert. Es war die Zeit des Endes der Jungsteinzeit und des Beginns der Bronzezeit um 1900 vor dieser Ära. Dort wurde er von Gott berufen und mit seiner kinderlosen Frau Sarai und seinem Neffen Lot in das Land Kanaan geschickt. Hier will Gott der Überlieferung zufolge aus ihm ein großes Volk machen. Seine 70-jährige Frau glaubte nicht, dass sie ihrem Mann ein Kind gebären könne und gab ihm ihre Magd Hagar, mit der Abram Ismael zeugte.

Gott schnitt mit Abraham einen „neuen“ Bund und forderte die Beschneidung. Er gab Abram und Sarai neue Namen: Abra(h)am und Sara(h). Als er Abraham ein weiteres Mal erscheint, kündigt er ihm die Geburt eines Sohnes mit Sara an (sowie den Untergang Sodoms). Tatsächlich wird Sara schwanger und gebiert Isaak, als Abraham hundert Jahre alt ist, woraufhin Abraham Hagar und Ismael verstößt.

Die biblische Erzählung der Akedah, nach der Gott Abrahams Glauben auf die Probe stellt, indem er ihm befiehlt, seinen Sohn Isaak zu opfern (Opferung Isaaks), spiegelt nach moderner Auslegung die Abkehr vom Menschenopfer wider. Die Praxis des Menschenopfers ist in der Bronzezeit den Kulten der Nachbarvölker Israels eigen. Abraham nahm also an, dass Gott, das Ewige Wesen, ein ihm geziehmendes Opfer fordere. Der Widder, der jedoch anstatt Isaak geopfert wird, wird in der Folge bei Hirtennomaden geopfert. Evangelikale Christen bringen diesen biblischen Mythos, in dem Gott lehrt, dass er keine Menschenopfer mag, mit dem Opfertodes des christlichen Menschen-Gottes Jesus Christus in Verbindung.

Nach dem Tod Saras nimmt sich Abraham Ketura zur Frau, die ihm bis zu seinem Tod sechs weitere Söhne gebar. Die Erzählung vom "Beinahe"-Opfer des Isaak spielt nach dem biblischen Zeugnis auf einem Berg im Land Morija. Nach jüdischer Überlieferung handelt es sich hier um den Tempelberg in Jerusalem.

Abraham im Islam


Im Islam gilt Ibrahim (Abraham) als Prophet, der erkannte, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) geht nach islamischer Auffassung auf Ibrahim zurück. Ebenso gepriesen wird seine Bereitschaft, seinen Sohn (nach muslimischer Auffassung Isma'il) für den einzigen Gott zu opfern. Sein Sohn Isma'il (Ismael), den ihm Hadschar (Hagar) gebar, gilt im Islam als Stammvater der Araber, Abraham selbst als Stammvater der Semiten allgemein. Die Muslime ehren sein Grab in Hebron (al-Chalîl).

Zitate


Siehe auch


Literatur


  • Robert Martin-Achard, Klaus Berger, Rolf P. Schmitz, Jan Hjärpe: Abraham I. Im Alten Testament II. Im Frühjudentum und Neuen Testament III. Im Judentum IV. Religionsgeschichtlich. In: Theologische Realenzyklopädie 1 (1977), S. 364-387
  • Thomas Hieke: Abram/Abraham. In: BBKL 24 (2005), Sp. 1-49 Online
  • Thomas Hieke: Abraham. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen (Hrsg.): Wissenschaftliches Internet-Lexikon zum Alten Testament 2004 www.wilat.de

Weblinks


Biblische Person Tanach | Koran

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