Abigail Adams.jpg Abigail Smith Adams (* 11. November 1744 in Weymouth, Massachusetts, Kolonie des Königreichs Großbritannien heute USA; † 28. Oktober 1818) war die Ehefrau des zweiten Präsidenten der USA John Adams und wird darum als zweite First Lady betrachtet, obgleich dieser Begriff erst nach ihrem Tode geprägt wurde.
In jungen Jahren drängte sie ihr Vater zu lesen, und so las sie sehr viel. Obgleich sie keine formelle Ausbildung erhielt, besaß ihr Vater eine umfangreiche Bibliothek, zu der Abigail Adams unbeschränkten Zugang hatte. Nur durch Eigenstudien gebildet, spielten Abigail Adams' Gedanken zu den Frauenrechten und der Regierung – wenn auch nur indirekt – eine wichtige Rolle bei der Gründung der USA.
Ein Steinhaufen krönt heute den nahe gelegenen Hügel, von dem aus sie und ihr damals siebenjähriger Sohn John Quincy die Schlacht von Bunker Hill und das brennende Charlestown beobachteten. Zu der Zeit hatte sie die Kinder von Dr. Joseph Warren, Präsident der Provinzialkongresses von Massachusetts in Obhut, der in der Schlacht getötet wurde.
An Abigail Adams erinnern heute die vielen Briefe, die sie an ihren Mann schrieb, während er seinem Land in Philadelphia (Pennsylvania) während des Kontinentalkongresses und der Philadelphia Convention diente. Viele betrachten sie als unschätzbare Augenzeugenberichte von der Heimatfront im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, wie auch als exzellente Quellen von politischen Kommentaren.
John Adams suchte oft den Rat seiner Frau und ihre Briefe sind voller intellektueller Diskussionen über Regierung und Politik. Ausschnitte aus diesen Briefen werden an wichtiger Stelle in dem Broadway Musical 1776 (und der Verfilmung von 1972 mit Virginia Westoff als Abigail Adams) dargestellt. Sie ist vielleicht am besten bekannt für ihre Forderung, dass er und der Kontinentalkongress ... „ ... sich der Damen erinnern soll und großzügiger und wohlmeinender ihnen gegenüber sein sollten, als gegenüber ihren Vorfahren. Steckt nicht solch unbegrenzte Kraft in die Hände der Ehemänner. Vergesst nicht, dass alle Männer Tyrannen sein würden, wenn sie es könnten. Wenn den Damen nicht besondere Sorge und Aufmerksamkeit zuteil wird, sind wir gezwungen, die Rebellion anzufachen und wir werden uns nicht durch irgendwelche Gesetze halten, bei denen wir keine Stimme und keine Vertretung haben.“
1784 schloss sie sich John Adams bei seinem diplomatischen Auftrag in Paris an und füllte die Rolle der Ehefrau des ersten Ministers der Vereinigten Staaten für das Königreich Großbritannien aus. Sie kehrten 1788 in das Haus zurück, das heute als Old House bekannt ist und das sie mit großer Energie vergrößern und umbauen ließ. Es steht noch heute und ist der Öffentlichkeit als Teil des Adams National Historical Park zugänglich.
Als Ehefrau des ersten Vizepräsident der Vereinigten Staaten wurde Abigail Adams eine gute Freundin von Martha Washington und half bei offiziellen Auftritten, aus ihren Erfahrungen bei Hofe und im Ausland Nutzen ziehend. Nach 1791 zwang sie ihre schwache Gesundheit, die meiste Zeit in Quincy zu zubringen.
Die Adams zogen sich 1801 nach Quincy zurück. Abigail Adams starb 1818 an Typhus und ist neben ihrem Ehemann in der United First Parish Church in Quincy begraben.
Ein Adams Memorial ist in Washington (D.C.) geplant, um Abigail Adams, ihren Ehemann und andere Mitglieder der Familie Adams zu würdigen.
First Lady (Vereinigte Staaten) | Frauenrechtler | Brite | US-Amerikaner | Frau | Geboren 1744 | Gestorben 1818
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