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Ein Abfangjäger ist ein auf die Verfolgung und Vernichtung feindlicher Luftbedrohungen spezialisiertes Jagdflugzeug.

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Aufgabe


In Friedenszeiten stehen auf Luftwaffenstützpunkten Alarmrotten (zwei Flugzeuge) in ständiger Bereitschaft, um auf plötzlich auftretende potentielle Bedrohungen des Luftraums (in diesem Fall weniger durch feindliche Elemente als durch Terroristen und Flugzeugentführer) schnell reagieren zu können. Ihre Ausrüstung besteht aus einer gemischten Bewaffnung aus radargelenkten Luft-Luft-Raketen mittlerer Reichweite, wärmesuchenden IR-Raketen für Kurzstrecken und Außentanks mit zusätzlichem Treibstoff, um möglichst schnell ihr Ziel zu erreichen und verdächtige Flugzeuge entweder aus dem eigenen hoheitlichen Luftraum hinaus oder bis zur Landung auf einem Flughafen eskortieren zu können. Sollte es zum Kampf kommen, werden die Außentanks abgeworfen, um eine höhere Wendigkeit der Jäger zu erreichen.

Einer der typischsten und leistungsfähigsten Abfangjäger ist die MiG-31 mit passiv phasengesteuertem (passive elektronische Strahlschwenkung mit agilem Strahl) Langstreckenradar SBI-16 Zaslon (NATO: Flash Dance) und 6 radargelenkten Luft-Luft Langstreckenraketen AA-9 Amos / R-33.

Der Befehl zum Waffeneinsatz in Friedenszeiten ist in den meisten Ländern dem Verteidigungsminister oder einem ranghohen Militär vorbehalten, die im Fall der Fälle kurzfristig über das Aufsteigen der Abfangjäger und die Lage informiert werden. In Deutschland ist dies nach dem neuen Luftsicherheitsgesetz der Verteidigungsminister oder sein Stellvertreter, der Außenminister. Diese dürfen in Deutschland jedoch nicht den Abschuss eines Passagierflugzeuges befehlen, da die dabei zwangsläufige Tötung unschuldiger Flugpassagiere zur Rettung anderer Personen am Boden dem Grundgesetz widerspricht.

Die deutsche Luftwaffe kann spätestens acht Minuten nach Alarmierung Flugzeuge in der Luft haben, die nach weiteren sieben Minuten jeden Punkt Deutschlands erreichen können. Dazu sind zwei mit McDonnell Douglas F-4-Jets ausgestattete Alarmrotten beim JG-74 "Mölders" in Neuburg an der Donau (südlicher Teil Deutschlands bis zum Main) und beim JG-71 "Richthofen" in Wittmund (Ostfriesland) (nördlicher Teil Deutschlands) stationiert. Im Falle eines tatsächlichen Alarms wird ihr Einsatz vom Luftlagezentrum der Bundeswehr in Kalkar aus geführt, wo in diesem Fall alle Informationen zusammenlaufen. Dieser Ernstfall tritt nicht gerade selten auf, etwa einmal pro Woche müssen in Deutschland tatsächlich Abfangjäger aufsteigen, da Merkwürdigkeiten am Luftlagebild auftreten (beispielsweise nicht angemeldete Flugbewegungen oder ungeplante Kursabweichungen).

In Kriegszeiten ändert sich die Aufgabe der Abfangjäger dahingehend, dass sie anfliegende feindliche Bomber und deren Begleitschutz möglichst bekämpfen sollen, bevor diese ihr Ziel erreichen und Schaden anrichten können.

Konstruktiv kann man unter den Abfangjägern zwei Grundtypen unterscheiden:

Durch Fortschritte in der Luftfahrzeugtechnik und Aerodynamik ist es heute möglich, ein in beiden Aufgabenbereichen gutes Flugzeug zu bauen, ohne bei der Leistung Abstriche machen zu müssen, so dass heute fast nur noch letztere Typen gebaut werden, und die reinen Abfangjäger aussterben.

Liste von Flugzeugen die nur als Abfangjäger vorgesehen sind


Liste von Flugzeugen die sowohl Abfang- als auch Luftüberlegenheitsjäger sind


Liste von Flugzeugen die sowohl Abfängjäger als auch Mehrzweck-Jägerbomber sind


Siehe auch


Militärischer Flugzeugtyp

Interceptor aircraft | Avion d'interception | Lovec prestreznik

 

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