MiRO7.jpg, in der Mitte eine Hochfackel]] Die Abfackelung ist das Verbrennen von Abgasen, brennbaren, überwiegend gasförmigen Abfallstoffen, am Austrittsende eines kaminähnlichen Rohres, das am oberen Ende den sogenannten Fackelkopf, einen Brenner mit einer Zündvorrichtung trägt. Sie findet sich in erster Linie bei Raffinerien und chemischen Betrieben.
Die Abfackelung wird dort eingesetzt, wo eine andere Nutzung für die abgefackelten Gase nach dem Stand der Technik bzw. nach der Marktnachfrage nicht sinnvoll erscheint. So werden zum Beispiel Stoffe abgefackelt, die in Industrieanlagen nicht kontinuierlich in fester Menge oder in nur geringer Menge anfallen. Wegen der steigenden Energiepreise versucht man nach Möglichkeit, solche Stoffe zu verwenden, um nutzbare Energie zu erzeugen (zum Beispiel Prozessdampf, Strom oder Strom und Wärme in Blockheizkraftwerken).
Des Weiteren dienen Fackelsysteme auch zur schnellen Entspannung von Chemieanlagen in Havariefällen, um zum Beispiel Kohlenwasserstoffe oder andere giftige Stoffe nicht in die Atmosphäre gelangen zu lassen.
Zum Abfackeln eignen sich außerdem nur Stoffe, deren Abgasbestandteile kein zusätzliches Umweltrisiko darstellen, zum Beispiel durch Chlorbestandteile. Bei schlecht oder unsicher verbrennenden Gasen ist eine Verbesserung der Abgasqualität nur durch eine thermische Nachverbrennung zu erzielen, in der die Abgastemperatur durch Zuführung eines sicher verbrennenden Gases (zum Beispiel eine Erdgasflamme als Stütze) auf einem hohen Niveau gehalten wird, um die vollständige Verbrennung von Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonooxid sicher zu stellen.
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