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Mit Abendland wurde ursprünglich Europa bezeichnet, da es in Richtung der im Westen untergehenden Sonne liegt. Heute bezeichnet die Wendung abendländischer Kulturkreis häufig die gesamte westliche Welt, also im wesentlichen die NATO-Mitgliedsländer. Synonym für Abendland wird das Wort Okzident verwendet; Antonym ist das Morgenland (Orient), das heute für den Nahen Osten steht.

Die Begriffe Abendland und Morgenland lassen sich nur verstehen, wenn man sie als Konzepte des kulturell jeweils Fremden versteht, so wie sich das Abendland durch die Abgrenzung vom Morgenland definierte, so verhält es sich durchaus auch umgekehrt, denn rein geographisch haben diese Begriffe wenig Sinn. Man könnte also zusammenfassend sagen, dass das Abendland ursprünglich der vorwiegend hellenistisch-römisch-christlich geprägte Teil Europas war, wobei hier noch einmal zwischen Westkirche und Ostkirche differenziert werden müsste. Das Wesen des Abendlandes lässt sich bildhaft damit beschreiben, dass es auf drei Hügeln ruht: Akropolis, Kapitol und Golgota.

Der Begriff findet sich erstmalig bei Caspar Hedios 1529 "Abendlender" für "Okzident". Martin Luther prägte bei seiner Bibelübersetzung dafür den Ausdruck Abend.

Siehe auch: Der Untergang des Abendlandes

Literatur


Kultur

Zachód | Occident | Avondland

 

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