Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis zwischen der Größe eines Gegenstands und der Größe seiner optischen Abbildung, typischerweise in einem Fotoapparat.
Siehe Maßstab (Verhältnis)
Der Abbildungsmaßstab wird in der Regel in einem Zahlenverhältnis ausgedrückt, bei dem der zweite Wert angibt, um wieviel das Original größer - bzw. ggf. auch kleiner - ist als die Abbildung (z. B. bei Landkarten 1:50.000: 1 cm auf der Karte entspricht 50.000 cm bzw. 0,5 km in der Realität).
Ein Maßstab von 1:1 sagt aus, dass Gegenstand und Abbildung gleich groß sind. Ein Maßstab von 1:2 sagt aus, dass die Abbildung halb so groß ist wie der Gegenstand. Ein Maßstab von 2:1 sagt aus, dass die Abbildung doppelt so groß ist wie der Gegenstand.
In der Fotografie bezeichnet man als Abbildungsmaßstab das Verhältnis der Abbildungsgröße eines Objekts auf dem Film zur Größe des Originalobjekts selbst. Der Abbildungsmaßstab nimmt mit kleiner werdendem Abstand zum Objekt und mit Verlängerung der Objektivbrennweite zu.
Spezielle Objektive, die so genannten Makro-Objektive, können mit einem besonders geringen Objektabstand eingesetzt werden und ermöglichen es dadurch, einen besonders großen Abbildungsmaßstab wie beispielsweise 1:2 (die Abbildung ist halb so groß wie das Objekt) oder 1:1 (Objekt wird in Originalgröße auf dem Film/ den Sensoren abgebildet) zu erzielen. Ab einem Abbildungsmaßstab von etwa 1:4 wird ein Objektiv als makrofähig bezeichnet. Normale Objektive erzielen maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:9.
Ein Anfang der 1990er Jahre vorgestelltes Spezialobjektiv von Minolta, das Minolta AF Macro Zoom 3x–1x (1:1,7–1:2,8), ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von 3:1; es bildet also ein Objekt in natürlicher Größe auf dem Film ab oder vergrößert es gar maximal um den Faktor Drei. Um derartige Abbildungsmaßstäbe zu erzielen, müssen normalerweise ein Balgengerät, Zwischenringe oder ein Objektiv in Retrostellung eingesetzt werden.
Beispiel zur Berechnung des Abbildungsmaßstabs:
Häufig versäumen es die Hersteller von Wechselobjektiven, den mit einem bestimmten Objektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab anzugeben; stattdessen wird nur der kürzestmögliche Objektabstand angegeben. Diese Angabe lässt jedoch nur einen eher indirekten Rückschluss über den effektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab zu. Mit Testaufnahmen lässt sich der effektive Abbildungsmaßstab jedoch ermitteln.
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