Die Abbesche Zahl gibt in der Optik die optische Dispersion eines transparenten Mediums an. Die Abbesche Zahl ist nach dem deutschen Physiker Ernst Abbe (1840-1905) benannt. Sie ist eine dimensionslose Größe und besitzt somit keine Einheit.
Für eine vollständige Beschreibung der Dispersion eines Materials (z.B. einer Glassorte) müsste man angeben, wie sich die Brechzahl n des Materials unter Variation der Wellenlänge des Lichts ändert, also die komplette Funktion . Für einfache Berechnungen ist es jedoch oft ausreichend, die Dispersion im Bereich des sichtbaren Lichts durch nur eine Zahl zu beschreiben.
Ein Material mit geringer Dispersion hat eine hohe Abbesche Zahl. Der reziproke Wert der Abbeschen Zahl wird auch oft als relative Dispersion bezeichnet.
Typische Zahlenwerte reichen bei den am häufigsten verwendeten Glassorten von 20 ("schweres", also Blei-reiches Flintglas) bis 60 (Kronglas). Spezielle Glassorten (Fluorit-Kronglas) haben Abbe-Zahlen um 85; Magnesiumfluorid sogar eine Abbe-Zahl von 95, zeichnet sich also durch besonders geringe Dispersion aus.
So hat beispielsweise ein aus zwei dünnen benachbarten Linsen bestehendes System für die Fraunhoferschen Linien F und C die gleiche Brennweite, wenn
Für genaue Rechnungen und qualitativ hochwertige Optiken muss die exakte Dispersionsrelation, also die genaue Abhängigkeit der Brechzahl von der Wellenlänge verwendet werden. Trotzdem hilft auch hier die Abbe-Zahl, um Glassorten grob zu klassifizieren.
Im Bereich der Infrarot und Ultraviolett ist die Abbesche Zahl, die ja für Wellenlängen im Bereich des sichtbaren Lichts definiert ist, ungeeignet.
Abbe number | Nombre d'Abbe | Numero di Abbe | アッベ数 | Liczba Abbego | Abbejevo število | 阿贝数
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"Abbesche Zahl".
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