| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Aalen.png | Aalen.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Ostwürttemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Ostalbkreis | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 430 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 146,48 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 66.714 (01. April 2006) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 458 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 9,6 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 73401-73434 (alt 7080) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: | 07361, 07366, 07367 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | AA | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 36 088 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Stadtbezirke | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 30 73430 Aalen | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.aalen.de | bgcolor="#FFFFFF" | Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Martin Gerlach (parteilos) | |||
Die Einwohnerzahl der Stadt Aalen überschritt 1946 die Grenze von 20.000. Am 1. August 1947 wurde Aalen zur "unmittelbaren Kreisstadt" und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt. Mit den Gemeinden Essingen und Hüttlingen hat die Stadt Aalen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Oberkochen, Essingen, Heuchlingen, Abtsgmünd, Neuler, Hüttlingen, Rainau, Westhausen, Lauchheim, Bopfingen und Neresheim (alle Ostalbkreis) sowie Heidenheim an der Brenz und Königsbronn (beide Landkreis Heidenheim).
Zur Kernstadt Aalen bzw. zu den eingegliederten Gemeinden gehören eine Vielzahl meist räumlich getrennter Wohnplätze oder Ortsteile. Davon haben die meisten eine lange eigenständige Geschichte. Andere wiederum wurden auch als neue Baugebiete angelegt, erhielten dann einen eigenen Namen, haben aber oftmals keine festgelegten Grenzen. Im Einzelnen gehören
1952 kam Aalen mit ganz Württemberg zum Land Baden-Württemberg. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Aalen Bestandteil des Ostalbkreises. Aalen blieb beziehungsweise wurde Kreisstadt des neuen Kreises. 1975 erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.
1992 fanden in Aalen die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Ebnat wurde 1298 als "Ebenoet" erstmals erwähnt. Über das Kloster Neresheim kam der Ort an die Grafen von Öttingen, die als Klostervögte die Herrschaft ausübten, doch traten sie 1764 ihre Rechte an das Kloster Neresheim ab. 1803 fiel der Ort zunächst an das Haus Thurn und Taxis, 1806 an Bayern und 1810 kam er zu Württemberg, wo er dem Oberamt Neresheim angehörte. Bei dessen Auflösung 1938 kam Ebnat zum Landkreis Aalen.
Fachsenfeld wurde 1230 als "Vachsenvelt" erstmals erwähnt. Der Ort war Teil der Burg Waiblingen (heute ein zu Fachsenfeld gehöriger Wohnplatz). Um 1400 gehörte der Ort den Herren von Wöllwarth, die 1591 die Reformation einführten. Erst 1806 kam der Ort an Württemberg und gehörte fortan zum Oberamt Aalen.
Hofen wurde 1397 als "Dorf" bezeichnet. Bis 1404 gehörte der Ort zur Burg Hohenalfingen, dann zur Herrschaft Wasseralfingen und kam 1553 zum Stift Ellwangen. 1802 kam Hofen zu Württemberg und gehörte zunächst zur Gemeinde Wasseralfingen, wurde dann aber 1845 eine selbständige Gemeinde im Oberamt Aalen. 1859 erhielt die Gemeinde auch die Weiler Oberalfingen und Heimatsmühle von der Gemeinde Wasseralfingen.
Unterkochen wurde um 1136 als "Cochon" erstmals erwähnt. Die Siedlung entstand um ein Schloss ("Kochenburg"), das bereits 1300 erwähnt, 1627 aber neu erbaut und bereits 1645 von den Schweden zerstört wurde (heut nur noch Mauerreste erhalten). Besitzer waren ursprünglich die Herren von Kochenburg, denen die Ahelfingen und 1317 die von Öttingen folgten, bevor der Ort an Ellwangen gelangte. Die Kocherburg wurde dann Sitz des Obervogts des ellwangischen Oberamtes Kocherburg. Nach der Zerstörung des Schlosses residierten sie in einem neu erbauten Amtshaus. Weiteren Besitz im Dorf hatten bis 1465 die Familie Malse, deren Besitz ebenfalls an Ellwangen fiel. 1802 kam Unterkochen an Württemberg und gehörte zum Oberamt Aalen. Im ehemaligen Amtshaus saß dann bis 1877 das württembergische Kameralamt. Im Ort wurde ab 1518 ebenso wie im benachbarten Oberkochen Erzabbau betrieben. Das Erz wurde ab 1557 von Württemberg verhüttet. 1614 musste Württemberg seine Werke jedoch an Ellwangen verkaufen. Nach dem Übergang an Württemberg 1802 wurde das Werk geschlossen und nach Wasseralfingen verlegt.
Waldhausen wurde 1239 als "Walthusen" erstmals erwähnt. Über Schenkungen verschiedener Lehnsmänner kam der Ort an die Herrschaft Kapfenburg und mit ihr an Öttingen, die ihn 1364 an den Deutschorden verkauften. Ein kleiner Teil blieb bei Ellwangen. Die Herren von Öttingen beanspruchten dennoch die hohe Obrigkeit. 1806 kam Waldhausen an Württemberg und gehörte zunächst zum Oberamt Neresheim. Bei dessen Auflösung 1938 kam Waldhausen zum Landkreis Aalen. Die zu Waldhausen heute gehörigen Weiler waren überwiegen ellwangisch und unterstanden dem Amt Kocherburg.
Wasseralfingen wurde 1337 als "Wasserahelfingen" erstmals erwähnt (eine frühere Nennung von "Ahelfingen" ist nicht mit Sicherheit auf Wasseralfingen zu beziehen). Der Ort entwickelte sich um ein ehemaliges Wasserschloss, das wohl 1337 von den Herren von Ahelfingen erbaut wurde und nach dem Umbau von 1593 dem Oberamtmann des ellwangischen Oberamtes Wasseralfingen als Sitz diente. Demzufolge gehörte der Ort früh zu Ellwangen, doch wurde er mehrmals zu Lehen vergeben. 1802 kam Wasseralfingen an Württemberg und wurde dem Oberamt Aalen zugeordnet. Schon ab 1671 wurde durch die Fürstpropstei Ellwangen die Eisenverhüttung begründet. Doch blieb der Ort (1803 nur 350 Einwohner) zunächst noch sehr klein. 1828 erhielt Wasseralfingen das Marktrecht. Bereits ab 1811 wurde die Eisenverhüttung weiter ausgebaut und der Ort wuchs stark an, so dass er schließlich 1951 zur Stadt erhoben wurde.
Im 20. Jahrhundert nahm die Zahl der Bevölkerung Aalens zu, so dass weitere Gemeinden gegründet wurden. Es entstand die Markusgemeinde (Kirche von 1967) und die Martinsgemeinde (Kirche von 1974). Im Stadtteil Unterrombach wurde von Aalen ebenfalls die Reformation eingeführt, doch blieb der Ort eine Filiale von Aalen. Erst 1912 erhielt der Ort eine eigene Kirche und 1947 wurde eine eigene Pfarrei errichtet. Fachsenfeld wurde durch die Ortsherrschaft der Herren von Wöllwarth bzw. Leinroden reformiert. Die dortige Pfarrkirche wurde 1591 erbaut, im 16. Jahrhundert zogen jedoch vermehrt Katholiken zu, so dass der Ort danach mehrheitlich katholisch war. Die übrigen Stadtteile Aalens blieben nach der Reformation überwiegend katholisch, doch erhielt Wasseralfingen 1891 eine evangelische Pfarrei und zwei Jahre später eine eigene Kirche. In Unterkochen wurde nach dem 2. Weltkrieg ebenfalls eine Pfarrei errichtet und 1960 eine eigene Kirche gebaut. Alle vier Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Aalen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ferner gibt es in Aalen Altpietistische Gemeinschaften.
Die wenigen Katholiken in der heutigen Kernstadt Aalen wurden bis ins 19. Jahrhundert von der Pfarrei Unterkochen versorgt. 1872 erhielt Aalen jedoch wieder eine eigene Pfarrei und 1913 eine eigene Kirche St. Salvator. 1969 wurde innerhalb der Gemeinde die Heilig-Kreuz-Kirche gebaut. Bereits 1963 war die zweite Pfarrei St. Maria errichtet worden, die 1972 eine eigene Kirche und 1970 die St. Augustinuskirche erhielt. 1976 wurde schließlich die St. Elisabeth-Kirche errichtet. Ferner gibt es seit 1963 noch die Seelsorgestelle St. Michael. Auch in Hofherrnweiler entstand bereits 1904 eine eigene katholische Kirche St. Bonifatius. Die Stadtteile Dewangen, Ebnat, Hofen, Waldhausen und Wasseralfingen blieben nach der Reformation katholisch. Daher gibt es hier jeweils alte Kirchengemeinden und Kirchen. Die Kirche Mariä Himmelfahrt Dewangen hat einen frühgotischen Turm, doch wurde das Schiff 1875 neu erbaut. Die Kirche Mariä Unbefleckte Empfängnis Ebnat wurde 1723 erbaut und später erneuert, doch wurde sie bereits 1298 erstmals erwähnt.
Die Hofener Pfarrkirche St. Georg ist eine Wehrkirche von 1762-1775 erbaut. Neben der Kirche befindet sich die gotische Kapelle St. Otilia. St. Maria Unterkochen wurde 1248 erstmals erwähnt und war lange Zeit auch für die Katholiken in Aalen zuständig. Die Pfarrkirche St. Nikolaus Waldhausen wurde 1699-1716 erbaut. Wasseralfingen war zunächst Filiale von Hofen, hatte jedoch eine alte Kirche St. Stephan, die 1832 erweitert wurde. 1834 wurde die eigene Pfarrei errichtet und 1883 erbaute sich die Gemeinde eine neue Kirche. Auch Fachsenfeld bekam 1895 eine eigene Kirche Zum heiligsten Herzen Jesu. Alle katholischen Kirchengemeinden im Aalener Stadtgebiet sind heute zu 4 Seelsorgeeinheiten innerhalb des Dekanats Aalen des Bistums Rottenburg-Stuttgart zusammen geschlossen. Diese Seelsorgeeinheiten umfassen aber teilweise auch Gemeinden außerhalb der Stadt Aalen. Zur Seelsorgeeinheit 2 gehören die Gemeinden Essingen, Dewangen und Fachsenfeld, zur Seelsorgeeinheit 4 die Gemeinden Hofen und Wasseralfingen, zur Seelsorgeeinheit 5 die beiden Aalen Gemeinden und Hofherrnweiler, zur Seelsorgeeinheit 6 die Gemeinden Waldhausen, Ebnat, Oberkochen und Unterkochen.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Aalen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, eine Baptisten-Kirche eine Advent-Gemeinde und eine Freikirchliche Gemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Aalen vertreten.
Die Stadt Wasseralfingen hatte am 1. April 1972 bereits die Gemeinde Hofen eingegliedert.
Durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerung der Stadt bis 1961 auf 31.814. Die Eingemeindung von Wasseralfingen am 21. Juni 1975 brachte einen Zuwachs von 14.597 Personen auf 65.165 Einwohner. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Aalen nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 67.125 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) - historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1823 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1634 | 2.000 | - | 1803 | 1.932 | - | 1823 | 2.486 | - | 3. Dezember 1843 ¹ | 3.319 | - | 3. Dezember 1855 ¹ | 3.720 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 4.272 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 5.552 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 6.659 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 7.155 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 9.058 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 10.442 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 11.347 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 10.655 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 10.551 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 11.978 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 12.171 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 12.703 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 15.890 | - | 31. Dezember 1945 | 19.552 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 21.941 | - | 13. September 1950 ¹ | 25.375 | - | 25. September 1956 ¹ | 29.360 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 6. Juni 1961 ¹ | 31.814 | - | 31. Dezember 1965 | 34.373 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 37.366 | - | 31. Dezember 1975 | 64.735 | - | 31. Dezember 1980 | 63.030 | - | 31. Dezember 1985 | 63.195 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 62.633 | - | 31. Dezember 1990 | 64.781 | - | 31. Dezember 1995 | 66.234 | - | 31. Dezember 2000 | 66.066 | - | 30. Juni 2005 | 67.125 |
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Stadtoberhäupter in Aalen seit 1802 (noch lückenhaft)
Dem Spion von Aalen verdanken es die Bürger der Stadt, dass sie von der Zerstörung durch das Heer des Kaisers einst verschont wurden. Dazu die Legende:
Die Reichsstadt Aalen lag im Zwist mit dem Kaiser, und dessen Heer stand kurz vor den Toren der Stadt, um diese einzunehmen. Die Aalener bekamen es mit der Angst zu tun, und schickten deshalb den "Pfiffigsten" ins feindliche Lager, um die Stärke der Truppen auszukundschaften. Dieser aber ging ohne Umschweife geradewegs mitten in das Lager des Feindes hinein, wo er zwangsläufig sofort gefangen genommen, und dem Kaiser vorgeführt wurde. Als dieser ihn fragte, was er denn hier zu suchen habe, antwortete er: "Erschrecket net, ihr hohe Herra, i will bloß gucka, wie viel Kanone ond anders Kriegszeug ihr hent. I ben nämlich der Spion von Aale." (freie Übersetzung: "Erschreckt nicht, ihr hohen Herren, ich würde nur gerne schauen, wieviele Kanonen und sonstiges Kriegsmaterial ihr habt. Ich bin nämlich der Spion von Aalen.") Der Kaiser lachte über so viel Unverfrorenheit und gespielte Einfalt, und ließ ihn durch das ganze Lager führen und schickte ihn dann wieder nach Hause. Bald darauf zog er mit seinem Heer ab, denn er meinte, eine Stadt, in der solche "Schlaumeier" wohnten, habe Schonung verdient.
Der erste protestantische Gottesdienst in Aalen wurde am 29. Juni 1575 gehalten; von damals bis zum Beginn der Industrialisierung war Aalen eine rein evangelische Stadt. Als im Dreißigjährigen Krieg das schwedische Heer auf dem Rückzug war, wurde in Aalen ein Pulverwagen vergessen, der in Feuer geriet. Den Flammen fiel die gesamte Stadt mit Kirche zum Opfer.
Nach dem Brand von 1634 wurde die Kirche notdürftig wieder aufgebaut. Zur größeren Sicherheit der Stadt wurde der Turm später noch einmal um elf Meter aufgestockt. Aufgrund damit unzureichender Fundamente brach er am Pfingstdienstag 28. Mai 1765 zusammen und beschädigte das Kirchenschiff schwer.
Der Einsturz des Turmes bedingte 1765-1767 einen völligen Neubau. Dabei entstand eines der seltenen Beispiele eines protestantischen Kirchenraumes in den Formen des Barock. Nach dem Entwurf des württembergischen Landbaumeisters Johann Adam Groß schuf Baumeister Johann Michael Keller eine barocke Quersaalanlage von 36 m x 16 m. Mit einer lichten Höhe von 11 m haben in der Kirche 550 Personen im Schiff und 330 Personen auf den Emporen Platz.
An Kunstgegenständen ist die Stadtkirche mit einer Altar-Kanzel-Gruppe und einem Kanzeldeckel mit auferstehendem Christus von Thomas Schaidhauf ausgestattet. Das Altarkreuz aus dem 16. Jahrhundert stammt aus der Vorgängerkirche. Bemerkenswert ist das mit dem Stadtwappen geschmückte Altargitter. An der Decke des Saalraumes drei Fresken von Anton Wintergerst: in der Mitte das Jüngste Gericht, links und rechts davon die Auferstehung und die Himmelfahrt Christi.
Katholische Kirchen in der Aalener Kernstadt sind die 1913 erbaute Kirche St. Salvator, die Heilig-Kreuz-Kirche von 1969, die Kirche St. Maria von 1972, die St. Augustinuskirche von 1970 und die 1976 erbaute St. Elisabeth-Kirche. In den Aalener Stadtteilen gibt es folgende katholische Kirchen: St. Bonifatius Hofherrnweiler 1904, Mariä Himmelfahrt Dewangen mit frühgotischen Turm und Schiff von 1875, Mariä Unbefleckte Empfängnis in Ebnat von 1723 (später erneuert, doch wurde sie bereits 1298 erstmals erwähnt), Pfarrkirche St. Georg Hofen, eine Wehrkirche von 1762-1775, neben der sich die gotische Kapelle St. Otilia befindet, St. Maria in Unterkochen (erstmals 1248 erwähnt), St. Nikolaus in Waldhausen (1699-1716 erbaut), St. Stephan Wasseralfingen (1832 erweitert) und neue Kirche von 1883 sowie die Kirche Zum heiligsten Herzen Jesu in Fachsenfeld von 1895.
Die Stadt ist Träger von drei Gymnasien (Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen, Schubart-Gymnasium - Partnerschule für Europa und Theodor-Heuss-Gymnasium), vier Realschulen (Karl-Kessler-Realschule Wasseralfingen, Kocherburg-Realschule Unterkochen, Realschule auf dem Galgenberg und Uhland-Realschule), einer Förderschule (Weitbrechtschule), einer Förderschule mit Schule für Erziehungshilfe (Hermann-Hesse-Schule), sechs Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Braunenbergschule Wasseralfingen, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Fachsenfeld, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Unterkochen, Hofherrnschule Unterrombach, Schillerschule und Talschule Wasseralfingen), einer Hauptschule mit Werkrealschule (Bohlschule) sowie acht selbständigen Grundschulen (Gartenschule Ebnat, Grauleshofschule, Greutschule, Grundschule Waldhausen, Kappelbergschule Hofen, Langertschule, Rombachschule Unterrombach und Schwarzfeldschule Dewangen).
Der Ostalbkreis ist Schulträger der Beruflichen Schulen (Technische Schule, Kaufmännische Schule und Justus-von-Liebig-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) sowie der Schloss-Schule Wasseralfingen, Schule für Sprachbehinderte und Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.
Die privaten Schulen Abendgymnasium Ostwürttemberg, Abendrealschule Aalen, Altenpflegeschule der DAG Arbeiterwohlfahrt, Altenpflegeschule der Deutschen Angestellten-Akademie, Freie Waldorfschule Aalen e. V., Private Berufsfachschule Dr. Engel sowie die beiden Schulkindergärten für Geistigbehinderte (des Rehabilitationszentrums Südwest) und für Erziehungshilfe (des Aufwind e.V.) runden das schulische Angebot in Aalen ab.
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