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Aalborg (andere Schreibweise: Ålborg) (deutsch veraltet: Aalburg) ist eine Großstadt und ein Seehafen in Jütland in Dänemark. Nach Kopenhagen, Århus und Odense ist sie viertgrößte Stadt des Landes und gleichzeitig Hauptstadt der Amtskommune Nordjyllands Amt. Nach der Amts- und Kommunalreform, die endgültig zum 1. Januar 2007 in Kraft treten wird, überholt Aalborg, durch einige Eingemeindungen anderer Gemeinden, die bisher drittgrößte Kommune: Odense. So sollen Aalborg demnach über 190.000 Menschen angehören.
Entwicklung der Einwohnerzahl (1. Januar):
Wichtige Sehenswürdigkeiten sind das Aalborgschloss (Ålborghus), 1539 von Christian III. erbaut, das Heiliggeistkloster von 1437, das als älteste soziale Einrichtung in Dänemark gilt und das im Renaissancestil erbaute Kaufmannshaus Jens Bangs Steinhaus. Bekannt sind auch die Jomfru Ane Gade (malerische Altstadt-Gasse mit Szene-Wirtshäusern), das Marine-Museum, der Zoo und der Tivoli. Als Glanzlicht moderner Architektur gilt die von Coop Himmelb(l)au geplante Musikbühne Musikkens Hus. Bekannt ist auch das bereits 1863 gegründete Historiske Museum, ein Lokalmuseum für Kulturgeschichte und Archäologie Aalborgs und Himmerlands mit angeschlossener Fachbibliothek. Die archäologische Sammlung umfaßt rund 100.000 Exponate, vor allem aus der Megalithzeit, Bronzezeit, Wikingerzeit sowie dem Mittelalter.
Aalborg liegt am Limfjord, der dort flussartig verengt ist und die Verbindung zur offenen See darstellt. Über den Limfjord führen eine Eisenbahn- und Straßenbrücke. Die Autobahn wird durch einen Tunnel unter dem Limfjord geführt.
Die Aalborg Universitet, erst 1974 gegründet, ist heute das wissenschaftliche Zentrum Nordjütlands und versorgt die Stadt mit einer nennenswerten Anzahl von Arbeitsplätzen in Hochtechnologiebranchen, etwa der Telekommunikation.
Der bekannteste Sportverein der Stadt ist der Aalborg Boldklub (AaB), dänischer Fußballmeister von 1996 und 1999, sowie dessen Eishockey-Pendant, AaB Ishockey.
Die erste Erwähnung Aalborgs datiert auf das Jahr 1040; der damalige Name der Stadt, Alabu, wurde auf einer Münze gefunden.
1342 erhielt Aalborg vom König das Stadtrecht, wonach die Stadt schnell wuchs. ein weiterer Wachstumsschub setzte ein, als ihr 1516 das Monopol auf den Handel mit gesalzenem Hering zugestanden wurde. Im jütlaändischen Bauernkrieg stand Aalborg im Mittelpunkt; seine Erstürmung durch Johann Rantzau beendete diese Auseinandersetzung. 1544 wurde Aalborg Sitz eines evangelischen Bischofs.
Im Zuge der dänischen Rechtschreibreform von 1948 wurde die Stadt offiziell in Ålborg umbenannt, diese Schreibweise konnte sich aber in der Bevölkerung nie richtig durchsetzen (siehe dazu auch: Aabenraa). Seit 1984 schreibt man den Namen zur Freude der Einwohner nun wieder mit Doppel-A (welches sich übrigens im dänischen nicht wie ein langes A, sondern wie eine Mischung aus a und o ausspricht). Das doppel-A war den Aalborgianern, wie sie sich selbst nennen, immer ein wichtiges Identifikationssymbol, dem der in Aalborg beheimatete Rapper Niarn sogar eigens ein Lied widmete: dobbelt-A
1988 wurde Aalborg mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.
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