| Wissenschaftlicher Name
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| Anguilliformes
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| en
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Die
Aalartigen (Anguilliformes) sind eine ca. 360
Arten umfassende
Ordnung schlangenförmiger, fast ausschließlich im
Meer lebender
Knochenfische. Es sind meist nachtaktive Raubfische.
Verbreitung
Die meisten Aalartigen leben weltweit in
tropischen und
subtropischen Meeren, sowohl in flachen Küstengewässern,
Korallenriffen als auch in der
Tiefsee. Nur die
Flussaale (Anguillidae) leben in Süßgewässern und ziehen nur zur Fortpflanzung ins Meer. Zwei ihrer Arten, der
Europäische Aal (
Anguilla anguilla) und der
Amerikanische Aal (
Anguilla rostrata) sind auch die einzigen, deren Verbreitungsgebiet weit in die gemäßigte Klimazone reicht.
Anatomie
Alle Aalartigen haben einen schlangenartigen, langgestreckten Körper. Er kann im Querschnitt rund oder seitlich abgeplattet sein. Rückenflosse, Schwanzflosse und Afterflosse bilden einen durchgehenden Flossensaum. Bauchflossen sind bei heutigen
Arten nicht mehr vorhanden, bei einigen fossilen Formen aber noch zu sehen. Die
Wirbelsäule kann bis zu 260 Wirbel haben und endet gerade (
protocerk). Aalartige haben meist keine Schuppen, bei einigen Arten liegen kleine Rundschuppen unter der Haut, auch die
Seitenlinie fehlt oft. Einige Schädelknochen fehlen, z.B. das Posttemporale, das bei vielen Fischen den Schädel mit dem Schultergürtel verbindet. Am Kiefer verschmelzen während der
Metamorphose einige Knochen (Praemaxillare, Ethmo, Vomer), die während der
Larvenphase noch getrennt sind. Die
Kiemenöffnung ist eng, der Kiemendeckel (Operculum) fehlt, die Kiemenkammer wird von der Radii branchiostegi, einem Schädelknochen, gestützt.
Systematik
Die
phylogenetischen Verwandtschaftsbeziehungen der Aalartigen ist noch nicht geklärt. Sie werden meist in die drei en Aalverwandte (Anguilloidei), Meeraalverwandte (Congroidei) und
Muränenverwandte (Muraenoidei) und in je nach Autor oder Quelle 15 bis 25 n unterteilt.
Fossilbefund
Die ersten Aalartigen sind fossil in Schichten der oberen
Kreide des
Libanon mit den Gattungen
Anguillavus,
Urencelys und
Enchelion bekannt.
Enchelion kann schon einer heutigen Familie, den Meeraalen (Congridae) zugeordnet werden.
Auch aus dem unteren Oligozän gibt es Fossilien. Der Meeraal Pavelichthys aus dem des nördlichen Kaukasus und der Sägezahn-Schnepfenaal (Serrivomeridae) Proserrivomer aus dem Iran.
Eine wichtige Fundstätte ist die norditalienische Monte Bolca-Formation, die aus Ablagerungen des Tethysmeeres im Eozän entstand. Aus ihr wurden die keiner heutigen Familie zugeordneten Gattungen Anguilloides, Bolcanguilla, Dalphiaziella, Eomyrophis, Milanangullia, Parangullia, Patavichthys, Proteomycus, Veronagullia und Whitapodus, die Meeraale Bolycus und Voltaconger, und der Schlangenaal Goslinophis beschrieben.
Von den rezenten Meeraalen der Gattung Conger gibt es Fossilien seit dem Eozän aus Europa, Nordamerika und Neuseeland. Die heutigen Flussaale (Anguilla) lassen sich seit dem Miozän nachweisen. Fossilien fand man unter anderm bei Öhningen in Württemberg.
Weblinks
Siehe auch
Aalartige
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