ARQ-Protokolle (engl. Automatic Repeat-reQuest, dt. Automatische Wiederholungsanfrage) werden bei Computernetzen eingesetzt, um eine zuverlässige Datenübertragung durch Sendewiederholungen zu gewährleisten.
Durch die Möglichkeit der Fehlererkennung kann ein Empfänger aufgetretene Übertragungsfehler feststellen. Über einen Rückkanal kann dieser dem Sender der Nachricht das Resultat der Fehlererkennung mitteilen. Gewöhnlicherweise geschieht dies durch Übertragung so genannter ACK/NAK Signale (Akronyme für Acknowledgement bzw. Negative Acknowledgement, d.h. korrekter Empfang bestätigt bzw. Wiederholungsanfrage). Gegebenenfalls wird eine gestörte Nachricht solange erneut übertragen, bis sie den Empfänger ohne Fehler erreicht hat.
Folgende Protokolle, welche sich hauptsächlich im erzielbaren Durchsatz unterscheiden, werden als grundlegend betrachtet:
Beispiel: TFTP, das Trivial File Transfer Protocol.
Der Sender kann dabei mehrere Dateneinheiten senden ohne auf eine Quittung warten zu müssen. Wieviele das sind, hängt von der so genannten Fenstergröße ab. Beträgt die Fenstergröße zum Beispiel 3, kann der Sender noch zwei Dateneinheiten absenden, bevor die Bestätigung für die erste Einheit durch den Empfänger erfolgt sein muss. Ist dies nicht erfüllt, wartet der Sender, bevor er weitere Dateneinheiten übermittelt. Der Empfänger bestätigt korrekt empfangene Dateneinheiten und kann auch mehrere Dateneinheiten auf einmal quittieren. Kommt es beim Warten auf die Bestätigungen zu einem Timeout, so übermittelt der Sender alle Dateneinheiten in dem Fenster neu. Er geht also zurück zur letzten bestätigten Sequenznummer N. Die Zahl der Dateneinheiten, die ohne Bestätigung verschickt werden dürfen (also die Fenstergröße), wird von einem Flusskontrollverfahren bestimmt.
Dieses Verfahren entspricht einem Empfangsfenster der Größe 1, mit anderen Worten, die Sicherungsschicht nimmt nur den Rahmen an, den sie als nächsten an die Vermittlungsschicht weitergeben muss. Ist das Sendefenster voll bevor der Timer abläuft, beginnt sich die Pipeline zu leeren. Irgendwann läuft der Timer des Senders ab, also überträgt dieser alle unbestätigten Rahmen in der richtigen Reihenfolge noch einmal, wobei er mit dem verlorenen oder zerstörten anfängt. Dieser Ansatz kann einen Großteil der verfügbaren Bandbreite verschwenden, wenn die Fehlerrate hoch ist.
Beispiel: TCP, das Transmission Control Protocol.
Werden diese Protokolle mit den Methoden der Kanalkodierung kombiniert, so spricht man von den hybriden ARQ-Protokollen.
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"ARQ-Protokoll".
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