AOL, ehemals America Online, ist ein US-amerikanischer Onlinedienst mit Sitz in Dulles, Virginia. AOL bietet neben einem vollwertigen Internetzugang zusätzlich eigene Inhalte, die nur für die AOL-Mitglieder (so werden Kunden bei AOL bezeichnet) bei Verwendung der AOL-eigenen Software zugänglich sind. Seit 2006 heißen Mitglieder wieder Kunden, da AOL sich vom reinen geschlossenen Angebot frei machen möchte und sich mehr als Anbieter für alle sieht. In Deutschland steht der Begriff AOL nicht als Kurzform für „America Online“, sondern ist reiner Teil des Firmennamens.
Mit seinen Internet-Angeboten der Marken AOL, CompuServe und Netscape Internet Service erreicht AOL Deutschland über 7,42 Millionen Menschen wöchentlich (Quelle: AGOF e.V. / internet facts 2005-III , *). Der AOL-Dienst verzeichnet mehr als 2,6 Millionen Kunden. Mit über 30 Millionen Kunden ist AOL der weltweit größte Internet-Anbieter.
Weitere bekannte Produkte, die zu AOL gehören sind z. B. AOLPHONE (Voice-over-IP), Winamp, AIM und ICQ, das 1998 käuflich erworben wurde.
Der Onlinedienst AOL Deutschland erzielte im Geschäftsjahr 2003 mit rund zwölf Millionen Euro erstmals operativen Gewinn. 2005 hatte AOL seinen operativen Gewinn im Vergleich zu 2004 verdoppelt. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erzielte der Konzern ein Ergebnis von rund 80 Millionen Euro (38. Mio. 2004).
Ende 2005 stieg Google für eine Milliarde Dollar (833 Millionen Euro) bei AOL ein.
In Deutschland nutzt AOL bei den Schmalbandinternetzugängen das Backbone von Telefónica Deutschland und bei DSL das eigene ATDN-Backbone. Entgegen dem oft verbreiteten Vorurteil ist es nicht zutreffend, dass AOL den gesamten IP-Traffic über die USA routet.
Als besondere Leistungen der AOL-Software kann man den integrierten E-Mail-Client, die Buddyliste und die automatische Verbindungssuche sehen. Darüber hinaus wurde auch die Handy Generation mit der Funktion IM2SMS nicht vergessen.AOL positioniert sich mit diesen Merkmalen als eine Plattform, die Neulingen den Einstieg in die Internet-Nutzung vereinfacht, aber auch mittlerweile Profi Usern das bietet, was gefordert wird, DFÜ Zugang und IMAP sind mittlerweile auch an AOL nicht spurlos vorbeigegangen und gehören zum Standard.
Die propitäre AOL-Software war und ist häufig Gegenstand der Kritik, da sie als instabil und aufgebläht gilt. In den 90er Jahren wurden AOL-Mitglieder in vielen Internet-Communities deshalb oft auch als DAUs (dümmste anzunehmende User) bezeichnet, da sie im Gegensatz zu den meisten anderen Internetusern auf die Einwahl über die anfängerfreundliche Software angewiesen waren und nicht einfach die DFÜ-Fähigkeiten des Betriebssystems nutzen konnten.
Provider | Unternehmen (USA) | Unternehmen (Hamburg) | Abkürzung | Gegründet 1988
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