Die AMX ist ein strahlgetriebenes Kampfflugzeug, das im Rahmen eines Joint-Venture von den italienischen Firmen Alenia und Aermacchi sowie der brasilianischen Firma Embraer entwickelt wurde.
Hauptsächlich wird diese Maschine als Bodenangriffs- und Aufklärungsflugzeg eingesetzt.
Die zweisitzige Trainerversion hat die Bezeichnung AMX-T.
Im März 1981 einigten sich die Regierungen Italiens und Brasiliens auf eine Kooperation beim Bau der AMX. Aeritalia (46,5%), Aermacchi (23,8%) und die brasilianische Embraer (29,7%) bildeten das Konsortium "AMX International". Brasilien wollte sich mit diesem Engagement von amerikanischer und französischer Abhängigkeit befreien. Auf brasilianischen Druck hin wurden auch Rolls-Royce-Triebwerke für das Flugzeug vorgesehen.
Der Erstflug des Prototypen (A-01 MMX594) fand am 15. Mai 1984 bei Turin statt. Auf dem fünften Testflug stürzte Testpilot Manlio Quarantelli wegen eines Triebwerkproblems ab und kam dabei ums Leben. Die weitere Erprobung gestaltete sich jedoch recht erfolgreich und brachte die hervorragenden Tiefflugeigenschaften der Maschine ans Licht. Die Serienproduktion begann 1986, drei Jahre später rüsteten die ersten italienischen und brasilianischen Staffeln auf die AMX um.
Auf Grund der grundlegenden Veränderungen der weltpolitischen Lage beschränkte sich die italienische Luftwaffe Anfang der neunziger Jahre auf 110 Einsitzer und 26 Zweisitzer. In der Folge wurden die Maschinen des ersten Bauloses wegen technischer Probleme aus dem Truppendienst genommen, die restlichen Flugzeuge erhielten ein Mid-Life-Update, das ihnen auch den Einsatz von lasergesteuerten Bomben (GBU) ermöglicht.
Die italienischen AMX flogen während des Kosovo-Kriegs insgesamt 252 Kampfeinsätze. Keine Maschine ging dabei verloren.
In Italien gab es um die AMX "Ghibli" immer wieder recht polemische Diskussionen. Angesichts der Entwicklungskosten, der relativ geringen Stückzahlen und industriepolitischer Kompromisse sei das gesamte Programm nicht besonders kostengünstig gewesen. Die Fachpresse des Landes meinte wiederholt, das Geld wäre besser in den Kauf zusätzlicher Tornados invesiert worden.
Die italienische Luftwaffe möchte die AMX-Flugzeuge mit dem Joint Strike Fighter ersetzen.
In der brasilienischen Luftwaffe sind drei Staffeln mit der AMX ausgrüstet, die dort A-1 genannt wird. Von den ursprünglich geplanten 79 Maschinen stellte Brasilien insgesamt 53 in Dienst. Eine kleinere Anzahl ging auch nach Venezuela.
- bgcolor="#DDDDDD" | Kenngröße | Daten | - bgcolor="#EEEEEE" | Baujahre | 1986ff | - bgcolor="#EEEEEE" | Hersteller | AERITALIA, AERMACCHI, EMBRAER | - bgcolor="#EEEEEE" | Spannweite | 9.97 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Länge | 13.24 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Höhe | 4.55 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelfläche | 21 m² | - bgcolor="#EEEEEE" | Antrieb | 1 Rolls Royce Spey Mk. 807 | - bgcolor="#EEEEEE" | Leergewicht | 6.700 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | Außenlast | max 3.855 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | Startgewicht | 13.000 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | Besatzung | 1 | - bgcolor="#EEEEEE" | Höchstgeschwindigkeit | 1165 km/h | - bgcolor="#EEEEEE" | Dienstgipfelhöhe | 13500 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Reichweite | 3335 km |
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"AMX (Flugzeug)".
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