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Luftbild AMD Dresden 2005.jpg

AMD Saxony bezeichnet die Aktivitäten von Advanced Micro Devices, bei der in den beiden Dresdner Unternehmen AMD Saxony LLC & Co. KG und AMD Fab 36 LLC & Co. KG Prozessoren gefertigt werden. Beide Tochterunternehmen befinden sich in Wilschdorf im Norden Dresdens.

Bis 2007, 11 Jahre nach dem Spatenstich des ersten Werks, will AMD in beiden Unternehmen etwa 4,7 Mrd. US-Dollar investiert haben. Eine Entscheidung über den Standort einer weiteren Anlage will AMD im Sommer 2006 fällen.

Rechtsform


Beide Unternehmen wurden als Kommanditgesellschaften gegründet, als deren Komplementär eine Limited Liability Company eingetragen ist. Eine Limited Liability Company ist eine Unternehmensform der Vereinigten Staaten und ähnelt sehr stark der deutschen GmbH. Die Konstellation ist also weitestgehend einer GmbH & Co. KG oder Limited & Co. KG gleichzusetzen.

Fabrik 30


AMD Saxony betreibt das Werk „AMD Fab 30“ und den europäischen Forschungs- und Entwicklungsbereich „Dresden Design Center“. In beiden Anlagen zusammen arbeiten etwa 2000 Beschäftigte. In Fab 30 werden Prozessoren, wie zum Beispiel der Athlon 64, auf 200mm-Wafern gefertigt. Die Zerlegung der Wafer, die Fertigung des CPU-Gehäuses und die Verpackung erfolgt in Werken im asiatischen Raum.

Im Mai 2006 gab AMD bekannt, dass die Fabrik durch Investition von 2,5 Milliarden Dollar bis 2008 auf 300 mm Technologie umgerüstet wird. Da dabei alle Anlagen ausgetauscht werden, unterstreicht AMD den Charakter eines völlig neuen Werks durch die Bezeichnung Fab38.

Fabrik 36


Die Fabrik 36 wurde in unmittelbarer nähe des ersten Werks erbaut und liefert seit dem ersten Quartal 2006 Prozessoren aus. Auch hier werden Mikroprozessoren – allerdings auf 300mm-Wafern – produziert. In der Fab36 arbeiten etwa 1000 Beschäftigte. Nach eigenen Aussagen konzentriert AMD die gesamte Prozessorproduktion auf beide Werke in Dresden.

Clustering


Das Unternehmen ist an der Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG (AMTC), einem Joint-Venture mit Infineon und Toppan, beteiligt. Neben dem AMTC bemüht sich AMD über den Branchenverband „Silicon Saxony“ regionale Synergien zu schaffen. Zusammen mit Infineon und der Fraunhofer-Gesellschaft betreibt AMD das „Fraunhofer-Center für Nanoelektronische Technologien“.

Am 20. April 2006 kündigte AMD an, in Dresden das weltweite Kompetenzzentrum für Betriebssysteme „Operating System Research Center“ (OSRC), einzurichten. Das OSRC soll daran arbeiten, nächste Generationen von Prozessoren besser an die Anforderungen von Betriebssystemen, insbesondere auch Open-Source-Software, anzupassen.

Weblinks


Unternehmen (Dresden) | Hardwarehersteller

 

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