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AIX (Advanced Interactive eXecutive) ist die proprietäre Version des UNIX-Betriebssystems der Firma IBM.

Geschichte


Die erste Version von AIX erschien im Jahre 1986. AIX wurde früher unter anderem für IBM PS/2, IBM RT, IBM RS/6000, IBM PC Power Series, Motorola PowerStack sowie Apple Network Server angeboten. Aktuelle AIX-Versionen unterstützen nur noch POWER- und PowerPC-basierte Hardware von IBM (PSeries bzw. RS/6000) und Bull (Escala).

Seit der Version 4.3 wird auch die Ausführung von GNU/Linux-Programmen wie GIMP, KDE, GNOME und GCC unterstützt, aber auch unter älteren Versionen wie AIX 3.x, 4.1 oder 4.2 war es im allgemeinen möglich, damalige GNU-Programme zu übersetzen und zu verwenden. Mit der aktuellen Version AIX5L wird die Unterstützung auch durch das L im Namen deutlich gemacht.

AIX (ab Version 5.2L) unterstützt das dynamische Repartitionieren, das heißt, daß bei Verwendung von LPAR-fähiger Hardware dem laufenden Betriebssystem Prozessoren, Speicher und I/O-Adapter hinzugefügt oder entzogen werden können. Ein Neustart ist nicht notwendig.

2004 wurde die Version 5.3 eingeführt, die auf IBM eServer p5 unterstützt wird und Virtualisierung und Micropartitionierung ermöglicht. Weitere Neuerungen betreffen SMT-Unterstützung, "workload management" und ein neues "accounting system". Seit dieser Version ist es auch möglich, AIX in einer logischen Partition auf der IBM ISeries neben I5OS und Linux zu betreiben.

Besonderheiten


AIX5L bietet keine Binärkompatibilität zu Linux (auch nicht zum PPC-Linux), sondern eine Quelltextkompatibilität. Durch native Unterstützung der Linux-Bibliotheken und Programmierschnittstellen können GNU-/Linux-Programme nach einmaligen Rekompilieren als native AIX-Programme ausgeführt werden. IBM selbst bietet die populärsten GNU-/Linux-Programme als vorkompilierte RPMs für AIX in der "AIX Toolbox for Linux Applications" an.

AIX beinhaltet einen leistungsfähigen Logical Volume Manager, JFS- und JFS2-Dateisysteme, einen integrierten Workload Manager und viele andere Eigenschaften, die in anderen kommerziellen Unix-Systemen eher als kostenpflichtige Erweiterungen angeboten werden. Das Tool mksysb ermöglicht (ähnlich wie make_tape_recovery aus dem HP-UX Paket Ignite-UX) eine komfortable und bootfähige Systemsicherung.

Seit AIX 3 wird das System über das System Management Interface Tool (SMIT) verwaltet. Statt direkt CLI-Befehle einzugeben wird über eine menügesteuerte Oberfläche gearbeitet, die die entsprechenden Kommandos mit Parametern generiert und ausführt. Die Aktionen werden protokolliert (smit.log) und die ausgeführten Kommandos zusätzlich geschrieben (smit.script). Somit kann man die generierten Kommandos in eigene Skripte übernehmen.

Weblinks


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