Die AIM-120 Advanced Medium-Range Air-to-Air Missile (AMRAAM) ist eine Luft-Luft-Flugkörper der neuen Generation, entwickelt für die Luftwaffen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten.
Die BVR-Abschusssequenz einer AMRAAM sieht wie folgt aus:
Mit Sicherheit wurden AIM-120 auch während des Kosovo-Kriegs 1999 über Jugoslawien eingesetzt. Mindestens vier serbische MiG-29 (die einzigen Jets mit einem gewissen Kampfwert für die Serben) wurden durch AIM-120 abgeschossen, eine davon durch eine niederländische F-16.
Ende 1994 stand die neue Version AIM-120B zur Verfügung. Sie hatte eine umfassend erneuerte Elektronik. Erstmals war es möglich, die Software der Rakete am Boden zu aktualisieren. In der AIM-120A war sie fest in einem ROM hinterlegt, so dass für Updates die komplette Lenkungssektion getauscht werden musste.
Die AIM-120C sollte ursprünglich eine Rundum-Modernisierung der Rakete werden. Kostenbeschränkungen führten dazu, dass das Projekt nur in mehreren kleinen Teilen realisiert werden konnte. Die ersten AIM-120C (ausgeliefert ab 1996) besaßen abgekröpfte Steuerflächen, um den beengten Platzverhältnissen im Waffenschacht der F-22 Raptor gerecht zu werden. Sie konnten auch von allen anderen AMRAAM-fähigen Flugzeugen aus eingesetzt werden. Mit der AIM-120C-4 (1999) wurde der Gefechtskopf verbessert. Die AIM-120C-5 (2000) hatte einen verlängerten Raketenmotor. Im Gegenzug wurde die Lenkungssektion kürzer ausgeführt. Sie war überdies immuner gegen elektronische Gegenmaßnahmen (ECM) des Ziels. Das gegenwärtige Produktionsmodell ist die AIM-120C-6 mit verbesserter Zielerkennung. Mit der momentan in der letzten Testphase befindlichen AIM-120C-7 wurden Sucher und ECM-Festigkeit nochmals verbessert. Die Elektronik konnte weiter verkleinert werden, so dass 15 cm Freiraum zwischen der Lenkungs- und Antriebssektion entstanden.
In der nächsten Version AIM-120D soll der freie Raum zur Erhöhung der Reichweite verwendet werden. Insbesondere die US Navy ist daran interessiert, da deren Waffenplattform F-14 Tomcat mit der Langstrecken-Rakete AIM-54 Phoenix derzeit außer Dienst gestellt wird. Durch eine reichweitengesteigerte AMRAAM könnte die Phoenix zumindest teilweise ersetzt werden. Die Datenfunkverbindung der AIM-120D wird erstmals über einen Rückkanal verfügen und könnte beispielsweise Informationen über das Verhalten des Ziels an die Abschussplattform übertragen.
- bgcolor="#DDDDDD" | Kenngröße | Daten | - bgcolor="#EEEEEE" | Hauptfunktion | Taktische Luft-Luft-Rakete mittlerer Reichweite | - bgcolor="#EEEEEE" | Hersteller | Hughes/Raytheon | - bgcolor="#EEEEEE" | Länge | 3,6 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Startgewicht | 150 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | Durchmesser | 0,18 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Spannweite | 0,53 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Geschwindigkeit | Mach 4 (4850 km/h) | - bgcolor="#EEEEEE" | Reichweite | 32 Meilen+ (ca. 50 km+) | - bgcolor="#EEEEEE" | Lenkung | Inertial, Datalink, Semi-Aktiv, Aktiv | - bgcolor="#EEEEEE" | Gefechtskopf | 22,9 kg Splittersprengkopf, hochexplosiv | - bgcolor="#EEEEEE" | Stückkosten | 299.000 US-$ (12. Serie) | - bgcolor="#EEEEEE" | Indienststellung | September 1991 | - bgcolor="#EEEEEE" | Plattformen | US Navy: F-14 Tomcat und F/A-18 Hornet | - bgcolor="#EEEEEE" | US Air Force: F-15 Eagle, F-16 Fighting Falcon und F-22 Raptor | - bgcolor="#EEEEEE" | NATO: Deutsche F-4 Phantom II, Eurofighter Typhoon, Britische Tornado und Sea Harrier |
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