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ACTH ist die Abkürzung für Adrenocorticotropes Hormon. Die inzwischen gebräuchlichere Bezeichnung ist Adrenokorticotropes Hormon. Die alte Abkürzung wird jedoch weiter verwendet. Bei dem Stoff handelt es sich um ein aus 39 Aminosäuren bestehendes Hormon, welches aus dem vorderen Teil der Hirnanhangdrüse, der Hypophyse, ausgeschüttet wird und seinerseits die Nebennierenrinde dazu anregt, Cortisol und andere Glukokortikoide auszuschütten. Diese Nachfolgehormone sind daran beteiligt, die Grundversorgung des Körpers mit Zucker zu regulieren. Die Hypophyse bringt das ACTH in Umlauf, wenn sie aus dem unteren Teil des Zwischenhirns, dem Hypothalamus, einen chemischen Befehl erhält. Dieser Befehl kann in Form des Botenstoffes Corticotropin Releasing Factor (CRF) oder des Antidiuretischen Hormons (ADH) gegeben werden.

Einsatz in der Therapie von Epilepsie


ACTH wird häufig in der Therapie von epileptischen Anfällen, insbesondere beim West-Syndrom (BNS-Epilepsie), eingesetzt. Anfallsfrei werden nach kurzer bis mittellanger Therapie bis zu 8 von 10 Kindern mit West-Syndrom. Frühgeborene Kinder sind da eine Ausnahme: Sie sprechen offenbar deutlich seltener auf ACTH an; vermutlich aufgrund des Entwicklungsstandes des Gehirns bzw. der perivaskulären weißen Substanz.

Eine ACTH-Kur ist mit hohen Risiken durch mitunter massive Nebenwirkungen belastet, die von der jeweiligen Dauer und der Dosis abhängen. U.a. kann es zu Leukozytose, Schwächung des Immunsystems, Hyperglykämie, Bluthochdruck, Erbrechen, Magenblutungen, Herzversagen und dem Cushing-Syndrom kommen.

Die Rückfallquote nach der ACTH-Therapie liegt beim West-Syndrom bei bis zu etwa 65%.

Hormon | Epilepsie | Abkürzung

ACTH

 

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