Erstklässler mit Schultüte.JPG | Schultuete.jpg]]
Der Erstklässler ist ein Schüler der ersten Klasse der Grundschule. Er wird umgangssprachlich auch als ABC-Schütze und in manchen Gegenden auch i-Dötzchen bezeichnet. Üblicherweise ist er fünf bis sechs Jahre alt.
Überblick
In Deutschland wird ein Kind, wenn es auf Grund seines Alters schulpflichtig (
Schulpflicht) wird, in die
Grundschule/
Primarstufe eingeschult (
Einschulung). Auf
Antrag der
Eltern ist jedoch auch eine vorzeitige Einschulung möglich.
Die Einschulungskriterien werden von den
Bildungsministerien der
Bundesländer festgelegt. Sie haben daher in der
Bundesrepublik Deutschland keinen einheitlichen Standard.
Andere Bezeichnungen
Die veraltete Bezeichnung
Abecedarier stammt vermutlich ebenso wie die Bezeichnung
ABC-Schütze daher, dass der
Schüler nun das
ABC lernen wird. Der Ursprung des Wortbestandteils „Schütze“ ist unklar - etymologisch sind zwei Erklärungen denkbar:
- Im Lateinischen bedeutet tiro Rekrut/Anfänger. Dieses Wort wurde fälschlicherweise mit dem französischen tirer für "ziehen"; "schießen" in Zusammenhang gebracht, das damit nichts zu tun hat und mit dem deutschen zerren verwandt ist. Daher das Wort Schütze.
- Spottname der im Gefolge der fahrenden Schüler (Vaganten) des 14. und 15. Jahrh. herumwandernden Schulknaben, die von jenen aufs Betteln und Stehlen (in der Burschensprache Schießen, daher Schütze) ausgeschickt zu werden pflegten.
[Meyers Konversationslexikon, Leipzig und Wien 1888-1890, Lemma Abcschütze]
Quellen
Anfangsunterricht