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Der Airbus A330 ist ein Flugzeug-Modell für Mittel- und Langstrecken von Airbus mit zwei Triebwerken. Der Erstflug einer A330 fand am 1. November 1992 in der Version A330-300 statt. Bisher wurden 389 Flugzeuge dieses Typs bestellt und 318 Stück ausgeliefert. Aufgeschlüsselt nach Typen sind das 322/224 beim A330-200 und 252/189 beim A330-300 Genaue Aufschlüsselung aller Bestellungen der A330-Versionen (Excel-Format,~860kB groß . Die Basisversionen A340-300 und A330-300 sind äußerlich bis auf die Anzahl der Triebwerke (zwei bei der A330, vier bei der A340,) identisch. SWISS A330.jpg]]

Geschichte


Das Programm der beiden Langstreckenflugzeuge A330/A340 wurde im Juni 1987 beschlossen, weil man mit diesen Flugzeugen in den von Boeing dominierten Markt eindringen wollte. Die erstgeplanten Versionen 200 und 300 wurden mit einer praktisch gleichen Konfiguration geplant: Bis auf die unterschiedliche Triebwerksanzahl benutzen sie beide diesselben Tragflächen, Leitwerke und Rumpfteile. Dies sparte die Produktionskosten einerseits und schaffte Synergieeffekte für die Fluggesellschaften bei der Wartung und dem Betrieb. Als Entwicklungsgrundlage nahm man den Rumpf des Airbus A300 und verlängerte ihn. Die Pilotenkanzel orientierte sich an der der A320. So wurde das Flugzeug insgesamt eine Mischung aus den technischen Neuerungen der Airbus A320-Familie, sowie dem Rumpfquerschnitt der A300/A310.

Die erste Präsentation des Flugzeuges (Rollout genannt) fand am 14. Oktober 1992 statt. Fast einen Monat später hob der A330 in der 300er-Version erstmals am 2. November 1992 zu seinem Jungfernflug ab. Der dritte Prototyp beinhaltete erstmals eine komplette Innenausstattung und wurde bereits in den Farben des Erstkunden Air Inter für die Zulassungsflüge verwendet, die etwa auch die im August 1993 durchgeführten ETOPS-Flüge beinhalteten, bei denen der A330 sechs Stunden mit nur einem Triebwerk über dem Nordatlantik flog. Die Testflüge wurden im Dezember 1994 nach dem Bestehen aller Tests abgeschlossen. Zum Bau der verkürzten 200er-Variante entschloß man sich im November 1995. Bereits zwei Jahre später, nämlich am 13. August 1997, hob diese Version erstmals ab. Sie wurde am 29. April 1998 durch den Erstkunden ILFC, der den A330-200 an Canada 3000 verleaste, ausgeliefert.

Seit Dezember 2004 wird der Airbus A350 vermarktet, welcher ursprünglich als Weiterentwicklung des A330 geplant war, mittlerweile jedoch laut Airbus zu 90% andere Teile als der A330 verwenden wird, jedoch bei nach wie vor gleichem Rumpfquerschnitt.

Kommunalität


In vielen Bereichen dieses Flugzeug findet man die Anwendung der sog. Kommunalität wieder. Das bedeutet, dass Systeme verschiedener Flugzeugtypen identisch sind, um damit Kosten einzusparen. In folgenden Bereichen findet sich dieser Grundsatz beim A330:
  • Der A330 ist eng verwandt mit dem Airbus A340. Gegenüber dem vierstrahligen A340, der gleichzeitig für (Ultra-)Langstrecken konzipiert wurde, wurden die Tragflächen im Bereich der äußeren Triebwerke der A340 nicht verstärkt. Alle weiteren Merkmale sind bis auf wenige Abweichungen mit denen des A340 identisch.
  • Die Avionik ist im Wesentlichen die Gleiche wie beim A340 und der A320-Familie.
  • Cockpitgleichheit mit der A320-Familie und dem A330 bzw. Ähnlichkeit mit A350 und A380. Damit wird eine Reduzierung der Ausbildungskosten der Flugführer erreicht.

Neue Technologien


In allen Versionen des A330 findet man neue innovative Technologien, wie etwa

Varianten


A330-100

Der Airbus A330-100 war ein nicht verwirklichtes Gedankenspiel, der den Airbus A310 und den Airbus A300 erstzen sollte. Bei dieser Version sollte einen nochmals verkürzten Rumpf bekommen und damit die gleiche Passagierkapazität aufweisen. Strukturelle Planungen sahen vor, den Rumpf der A330-Rumpf mit dem Flügel der A300-600 zu kombinieren, später wurde dann der Einsatz des A330-Flügels erwogen, um die Kommunalität in der A330-Familie zu waren. Das Modell sollte ein Konkurrent für die Boeing 767-300ER und die Boeing 767-400ER werden Bericht über Airbus A330-100 .

A330-200

Der A330-200 wurde entwickelt, um den Airbus A300-600R zu ersetzen und der Boeing 767-300ER einen bedeutender Konkurrenz machen zu können.Das Programm des A330-200 wurde im November 1995 offiziell gestartet, die erste Bestellung gab ILFC im Februar 1996 für dreizehn Flugzeuge auf. Der Erstflug folgte am 13. August 1997, die Zulassung im April 1998.

Der A330-200 bassiert auf der 300er Variante, mit der er sich praktisch identische Systeme, Flügel und einen identischen Rumpf teilt, der jedoch um zehn Spanten gekürzt wurde, wodurch sich die Länge um fast sechs Meter verkürzte; dadurch kann man mit dem A330-200 256 Passagiere in drei Klassen transportieren. Andere wichtige Unterschiede sind ein höheres Seitenleitwerk und ein zusätzlicher Kraftstofftank, weswegen die Reichweite auf 12.500 km erhöht werden konnte.

Weil sich besonders diese Variante am Markt sehr gut verkauft und der Boeing 767 fast den gesamten Markt genommen hat, startete Boeing ein neues Flugzeugprogramm, das insbesondere der A330-200 Konkurrenz machen soll. Dieses Programm mündete in die Boeing 787.

Als neue Variante des A330-200 könnte in Zukunft auch noch ein Frachtflugzeug mit dem Namen Airbus A330-200F angeboten werden, um die auslaufenden Frachtflugzeugprogramme A300-600F und A310F zu ersetzen [http://www.flightglobal.com/Articles/2006/03/14/Navigation/177/205407/Airbus+aims+to+fill+freighter+void+with+A330+derivative.html Bericht zu Airbus' neuem Plan, eine Frachtvariante des A330 anzubieten (Flight International, englisch).

Den A330-200 betreiben unter anderem Air China, Air France/KLM), Austrian Airlines, China Eastern, China Southern, Emirates, Etihad, Lufthansa, Malaysia Airlines, Northwest Airlines, Qantas, Swiss International Air Lines, TAP Air Portugal und Yemenia.

A330-300

Die A330-300 wurde als Alternative für den A300 entwickelt. Er basiert auf dem Rumpf des A300, dieser wurde jedoch bedeutend gestreckt und außerdem ein neuer Flügel, neue Leitwerke und ein Fly-by-Wire-System eingebaut.

Die -300er Version kann 295 Passagiere in drei Klassen (335 in zwei und bis zu 440 in einer Klasse) über eine Strecke von 10.500km transportieren. Überdies kann eine große Menge an Fracht mitgenommen werden, das Volumen des A330 ist mit dem der Boeing 747 vergleichbar. Manche Fluggesellschaft nutzen diese Kapazitäten für ausschließliche Cargoflüge in der Nacht.

Als Triebwerke werden je zwei General Electric CF6-80E, Pratt & Whitney PW4000 oder Rolls-Royce Trent 700 verwendet. Alle Antriebe sind nach ETOPS-180 zertifiziert. 1993 wurde das erste Flugzeug ausgeliefert.

Die direkte Konkurrenten zum A330 sind die Boeing 777 und die Boeing 787-1000. Wegen der eingeschränkten Wettbewerbsfähigkeit zu dem letzgenannten, sich in der Entwicklung befindenden Modells wird der A330-300 vermutlich mit dem Erscheinen des Airbus A350-900 oder des Nachfolgemodells um 2012 eingestellt.

Der Airbus A330 kann mit Triebwerken von Pratt & Whitney, Rolls Royce oder General Electric ausgerüstet werden und ist für den Langstreckenbetrieb ausgelegt. Die neueste Version ist die A330-300X. Sie hat sogar bei US-Fluggesellschaften Erfolg (Northwest Airlines; US Airways).

Das Flugzeug wird unter anderem von Air Canada, Cathay Pacific Airways, China Airlines, LTU, Lufthansa, Malaysia Airlines, Northwest Airlines, Qantas, Thai Airways International und US Airways betrieben.

KC-30 / A330-200 MRTT/FSTA

(MRTT steht für Multi Role Tanker Transporter; FSTA für Future Strategic Tanker Aircraft; speziell für den US-Markt wird auch von der KC-30 gesprochen). Da der Airbus A330 mit den gleichen Tragwerken ausgerüstet ist wie der Airbus A340 (nur dass bei diesem 2 Triebwerke mehr angehängt wurden), ist es einfach möglich, dieses Modell zum Tanker umzubauen. Statt den zusätzlichen äußeren Triebwerken werden Halterungen für Sonden angebaut, mit denen dann bis zu 2 Flugzeuge gleichzeitig betankt werden können. Hierdurch wird es möglich, den Airbus für Personen- und Frachttransporte zu nutzen und gleichzeitig als Tanker zu fungieren. Dieser Umstand ermöglichte es Airbus, den Konkurrenten Boeing zu unterbieten, als es zur Ausschreibung bei der britischen Royal Air Force (RAF) kam. Die australische Luftwaffe (Royal Australian Air Force) hat 5, die RAF 16 dieser Tanker bestellt. Der Airbus A330-200 MRTT kann schon ohne Zusatztanks 111 Tonnen Treibstoff mitführen und somit doppelt soviel Treibstoff weitergeben wie die Vickers VC10 der Royal Air Force. Den Umbau und Betrieb der britischen Flugzeuge soll das Konsortium AirTanker übernehmen (40 % EADS (Elbe Flugzeugwerke), je 25 % Rolls-Royce und Cobham und 10 % Thales).

Un-/Zwischenfälle


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  • Der schwerste Unfall ereignete sich am 30. Juni 1994, als ein A330-200 kurz nach dem Start vom Flughafen Toulouse-Blagnac bei der Simulation eines Triebwerksausfalls auf Grund eines Pilotenfehlers in ein nahegelegenes Waldgebiet stürzte. Dabei wurden alle sieben Insassen getötet.
  • Am 24. Juli 2001 wurden zwei A330-200 von SriLankan Airlines durch die Tamil Tigers zusammen mit einem A320-200 und einem A340-300 zerstört.
  • Am 24. August 2001 gelang einem A330-200 von Air Transat der weltweit längste Gleitflug eines Düsenflugzeuges, nachdem das Kerosin ausgegangen ist. Das konnte durch menschliches Versagen und ein Computerfehler passieren. Der antriebslose Flug dauerte eine halbe Stunde, wobei 120 km zurückgelegt wurden, bis man eine Notlandung auf den Azoren (Portugal) machen konnte. Dabei wurde kein Passagier verletzt, lediglich das Flugzeug musste repariert werden.

Technische Daten



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Kenngröße A330-200 A330-300
Länge 59 m 63,60 m
Spannweite 60,30 m 60,30 m
Höhe 17,89 m 16,70 m
Rumpfdurchmesser 5,64 m 5,64 m
Kabinenbreite 5,28 m 5,28 m
Reichweite 12.500 km 10.500 km
Geschwindigkeit Mach 0.86 Mach 0.86
Max. Flughöhe 12.500 m 12.500 m
Max. Startgewicht 233 t 233 t
Max. Landegewicht 182 t 187 t
typische Sitzanzahl 253 295
Triebwerke 2 General Electric CF6-80E, Pratt & Whitney PW4000 oder Rolls-Royce Trent 700
à 303-320 kN
2 General Electric CF6-80E1, Pratt & Whitney PW4000 oder Rolls-Royce Trent 700
à 303-320 kN

Siehe auch


Quellen


Weblinks


Ziviler Flugzeugtyp | Militärischer Flugzeugtyp | Airbus

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