Aşgabat (turkmenisch für Liebliche Stadt; deutsch Aschgabat; persisch عشق آباد, russisch Ашхаба́д), ist die Hauptstadt Turkmenistans mit 773.400 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004), größte Stadt des Landes. Sie bildet einen eigenen Distrikt, den Aşgabat şäheri. Aşgabat liegt in einer Oase in der Wüste Karakum, am Fuße des Gebirges Kopetdag, nahe der Grenze zum Iran. Aşgabat besitzt einen Hafen sowie einen internationalen Flughafen. Die Stadt ist ein bedeutender Industriestandort (Maschinenbau, Elektrotechnik, Textil-, Lebensmittelindustrie). In Aşgabat befinden sich außerdem ein Kulturzentrum mit Universität, Hochschulen, Theater, Museen und ein Zoo.
Im Jahre 1919 wurde in Aşgabat das weltweit erste Baha'i Haus der Andacht errichtet. Im Jahre 1938 wurde es jedoch zwangsweise in eine Kunstgalerie ungewandelt und im Jahre 1963 abgerissen.
1924 wurde Aşgabat Hauptstadt von Turkmenistan innerhalb der Sowjetunion. Bei einem schweren Erdbeben am 5. Oktober 1948 wurde die Stadt fast vollständig zerstört und in der Folgezeit wieder aufgebaut. 1962 erfolgte die Anbindung Aşgabats an den Karakumkanal. Dieser Kanal, einer der längsten der Welt, wird aus dem etwa 600 Kilometer östlich verlaufenden Fluss Amudarja gespeist.
Mit der Unabhängigkeit Turkmenistans am 27. Oktober 1991 wurde Aşgabat die Hauptstadt des souveränen Staates.
Sehenswert sind das Museum für Bildende Kunst, das Museum für Landeskunde und das Historische Museum. Auffallendste der vielen Grünanlagen ist der Botanische Garten, mit seiner Sammlung einheimischer und exotischer Gewächse.
Bekannt ist Aşgabat als Zentrum des turkmenischen Kunsthandwerks, besonders für handgewebte Teppiche.
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