Ein 3D-Film (dreidimensionaler Film, auch stereoskopischer Film oder Raumfilm) ist ein Kinofilm, der dem Zuschauer durch stereoskopische Verfahren ein bewegtes Bild mit dem Eindruck echter räumlicher Tiefe bietet. Die Aufnahme eines 3D-Films erfolgt mittels Stereokameras, die Wiedergabe als Raumbildprojektion. 3D-Filme mit besonderen Spezialeffekten werden oft irreführend als 4D-Filme bezeichnet.
Die Hochzeit der 3D-Filme waren die 1950er-Jahre, als immer mehr Zuschauer den Kinos fernblieben und sich lieber das preiswerte Fernsehen ansahen. Verzweifelt suchten Filmproduzenten Zuschauer mit immer neuen Erfindungen ins Kino zurückzulocken. Da das Fernsehen anfangs nicht in Farbe ausgestrahlt wurde, war der 3D-Film eine der Attraktionen, die nur im Kino angesehen werden konnten.
Obwohl die Gebrüder Lumière bereits 1903 mit dem einminütigen Kurzfilm „L'Arrivee du Train“ schon in 3D experimentiert hatten, dauerte es noch 19 Jahre, bis am 27. September 1922 der erste Langfilm in Rot-Grün „The Power Of Love“ als Stummfilm aufgeführt wurde. 1927 setzte der französische Filmpionier Abel Gance auch 3D-Sequenzen in seinem Stummfilm-Meisterwerk „Napoléon“ ein, die allerdings bald wieder aus dem Film entfernt wurden. Der erste Tonfilm in 3D war 1936 der italienische „Nozze vagabonde“, produziert von der „Società Italiana Stereocinematografica“.
Am 27. Mai 1937 erfolgte mit „Gartenschau in Dresden“ dann in Deutschland der erste Versuchsfilm in Farbe im Polarisationsverfahren. Am 5. Dezember 1937 gab der deutsche Farb-3D-Film „Zum Greifen nah“ den 3D-Filmen das Motto vor und es wird auch heute noch gerne verwendet.
Einer der ersten Cinemascopefilme, eine weitere Erfindung, die Zuschauer zurück ins Kino locken sollte, Das Gewand (1956), wurde damals beworben als Film, den man „plastisch ohne Brille“ sehen kann *. Hiermit wollte man den Zuschauern einreden, sie hätten es ebenfalls mit einem 3D-Film zu tun, den man ohne die ungeliebten 3D-Brillen ansehen kann, was natürlich vollkommen falsch war. Cinemascope hat nur ein sehr breites Bild, das (anders als bei Cinerama) auf eine normale Kinoleinwand projiziert wird. Ein echter 3D-Film braucht jedoch zwingend zwei perspektivisch unterschiedliche Bilder, für jedes Auge eines, sonst ist keine räumliche Wirkung möglich.
Der erste Cinemascope-Film, der tatsächlich in 3D aufgeführt wurde, war 1960 „Der Schatz der Balearen“ (September Storm) vom Regisseur Byron Haskin.
Aktuell werden 3D-Kinofilme vorwiegend im IMAX-3D-Verfahren produziert und vorgeführt, entweder als zweistreifiger 70mm-Film oder neuerdings als Digital-Cinema-Fassung in elektronischer HDTV-Auflösung (z.B. "Geister der Titanic 3D"). Der Zuschauer trägt je nach Projektionsverfahren entweder eine herkömmliche Polarisations-Brille oder eine per Infrarot-Licht gesteuerte LCD-Shutterbrille. Im Internet-Versandhandel gibt es DVDs mit IMAX-3D-Filmen, die auf angepassten Abspiel- und Sichtgeräten (NTSC-tauglich) auch zu Hause eine echte räumliche Wiedergabe ermöglichen.
Die häufig als „3D“-Filme beworbenen Zeichentrick- oder mit hochwertigen Grafikprogrammen erstellten Computeranimations-Filme können mangels dargestellter zweiter Perspektive nur scheinbar räumlich wirken und haben mit echter Stereoskopie nichts zu tun.
4D-Film ist eine irreführende Bezeichnung für einen 3D-Film, bei dem während der Vorführung neben der speziellen Bildprojektion (räumlicher Tiefe) und Tonwiedergabe noch weitere Mittel eingesetzt werden um die Vollständigkeit der Illusion zu erhöhen.
So gibt es 4D-Filme mit folgenden Spezialeffekten:
Gezeigt werden solche Filme in speziellen 4D-Kinos.
Diese Liste enthält Filme, die in speziellen 4D-Kinos gezeigt wurden und/oder gezeigt werden.