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2004
Liste der Staatsoberhäupter 2004 · Literaturjahr 2004 · Filmjahr 2004 · Fernsehjahr 2004
Jahreswidmungen
Initiativen
Artenschutz
Natur
Politik
Siehe auch: Liste der Staatsoberhäupter 2004
Januar
Februar
März
April
Mai
- 1. Mai: Die europäische Union wird um zehn Mitglieder erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (siehe EU-Osterweiterung)
- 1. Mai: In Polen gilt für Investitionen ab sofort das EU-Recht
- 2. Mai: Parlamentswahlen in Panama
- 7. Mai: Surya Bahadur Thapa tritt als Premierminister von Nepal zurück
- 7. Mai: Verfassungsänderungen in der Türkei zur EU-Anpassung
- 16. Mai: Volksabstimmung in der Schweiz
- 22. Mai: Manmohan Singh wird Premierminister in Indien
- 23. Mai: Horst Köhler wird von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ergebnis: Horst Köhler 604 Stimmen, Gesine Schwan 589 Stimmen
- 25. Mai: Der 49. Eurovision Songcontest findet in Istanbul, Türkei statt
- 27. Mai: USA und Bahrain unterzeichnen ein Freihandelsabkommen
- 29. Mai: Estland wird Vollmitglied in der NATO
Juni
Juli
August
September
- 5. September: Bei den Landtagswahlen im Saarland ist die SPD mit knapp 14 % Verlust auf 30,8 % die einzige Verliererin. Die Wahlbeteiligung sinkt von 69 % (1999) auf 56 % (2004)
- 6. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende (ARD: 50.000, ZDF/RTL: deutlich weniger als in der Vorwoche, SAT1/N-TV: 75.000) gegen die Hartz IV-Gesetze
- 10. September: Polen Das polnische Parlament, der Sejm, hat ohne Gegenstimme die Regierung in Warschau aufgefordert, angemessene Maßnahmen in der Angelegenheit von Reparationen gegenüber Deutschland zu ergreifen
- 12. September: Zehntausende von Israelis demonstrierten in Jerusalem gegen die beabsichtigte Räumung von Siedlungen im Gazastreifen
- 13. September: Bundespräsident Horst Köhler hält unterschiedliche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland für unvermeidlich
- 13. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende, allerdings deutlich weniger als in der Vorwoche, gegen die Hartz IV-Gesetze
- 14. September: Die OECD stellt in ihrer Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick“ erneut Mängel im deutschen Bildungssystem fest
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Brandenburg verlieren SPD und CDU mehr 7 %, die PDS gewinnt 5 % und die DVU ist erneut im Landtag vertreten
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verliert die CDU fast 16 %, die SPD rutscht unter die 10 % Marke und die NPD bekommt etwas mehr als 9 %. Auch Grüne und FDP kommen in den Landtag
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Vorarlberg erreicht die ÖVP die absolute Mehrheit
- 20. September: Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien (die Auszählung wurde erst Anfang Oktober abgeschlossen) werden von Susilo Bambang Yudhoyono gewonnen, der die bisherige Präsidentin Megawati Sukarnoputri ablöst
- 26. September: Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verliert die CDU ca. 7 %, bleibt aber stärkste Partei im Land. Die SPD verliert erneut ca. 3 %, die Grünen und die FDP gewinnen jeweils ca. 3 %
- 26. September: Volksabstimmung in der Schweiz
Oktober
- 2. Oktober: In Berlin demonstrieren ca. 50.000 gegen die Hartz IV-Gesetze
- 2. Oktober: In Amsterdam protestieren ca. 200.000 Menschen gegen die Sparpläne der christlich-liberalen Regierung
- 3. Oktober: Bei Parlamentswahlen in Slowenien geht die konservative Slowenische Demokratische Partei unter Janez Janša als Sieger hervor, die bisher regierende linksliberale Liberaldemokratische Partei Sloweniens verliert über 13 % und wird vermutlich in Opposition gehen
- 5. Oktober: Der Vorstand von Karstadt-Quelle verkündet, dass zur Sanierung des Konzern 5.500 Stellen abgebaut werden sollen. Nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat soll dieser Abbau sozialverträglich stattfinden
- 5. Oktober: Der designierte EU-Innenkommissar Rocco Buttiglione ist wegen seiner Haltung zur Homosexualität und Frauen auf Kritik gestoßen
- 6. Oktober: Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irak-Krieg, gefunden wurden
- 9. Oktober: Die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan werden von Unregelmäßigkeiten begleitet. Später wird der amtierende Präsident Hamid Karzai mit 55,4 % der Stimmen zum Sieger erklärt
- 12. Oktober: Der Kalif von Köln, Metin Kaplan, wird aus Deutschland in die Türkei abgeschoben und dort sofort verhaftet
- 14. Oktober: General Motors gibt bekannt, dass 12.000 Stellen in Europa, davon 10.000 in Deutschland gestrichen werden sollen. Daraufhin streiken die Arbeiter im Opel Werk Bochum sechs Tage lang
- 16. Oktober: Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia
- 17. Oktober: Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko lässt sich in einem umstrittenem Referendum für eine dritte Amtszeit bestätigen
- 23. Oktober: Eine gute Woche vor der Präsidentenwahl in der Ukraine haben zehntausende Oppositionsanhänger in Kiew für eine freie und faire Abstimmung demonstriert
- 24. Oktober: Die Serben im Kosovo boykottieren die Parlamentswahlen. Gewinner mit ca. 55 % (nach ersten Hochrechnungen) ist die Partei von Ibrahim Rugova
- 27. Oktober: Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lässt die Abstimmung über die EU-Kommission im EU-Parlament verschieben, um eine Abstimmungsniederlage zu verhindern. In der Folge werden die zwei Kommissare Rocco Buttiglione (Italien) und Ingrida Udre (Lettland) gegen Franco Frattini (Italien) und Andris Piebalgs (Lettland) ausgetauscht
- 31. Oktober: Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine kommt es zu Unregelmäßigkeiten. Der vom bisherigen Präsidenten Leonid Kutschma favorisierte Kandidat Wiktor Janukowytsch kommt auf 40 %, Wiktor Juschtschenko auf 39 % der Stimmen, daher wird es eine Stichwahl geben
November
- 2. November: Präsidentschaftswahlen in USA: George W. Bush wird nach einem Kopf an Kopf-Rennen mit seinem Gegner John F. Kerry erneut für vier Jahre zum Präsidenten gewählt
- 7. November: Das Referendum gegen die neuen Gemeindegrenzen in Mazedonien ist gescheitert, da nur etwa 26 % der Stimmberechtigten abstimmten. Das Gesetz schreibt ein Quorum von 50 % vor. In der Konsequenz haben alle großen Gemeinden im Westen Mazedoniens eine albanische Bevölkerungsmehrheit
- 10. November: Der Politiker Georg Milbradt (CDU) ist in Sachsen erst im zweiten Anlauf erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er hatte nur 62 von 65 Stimmen der CDU/SPD Koalition bekommen. Der Kandidat Uwe Leichsenring der NPD erhielt 14 Stimmen, 2 mehr als die NPD Sitze im Landtag hat
- 11. November: Jassir Arafat stirbt gegen 3:30 Uhr morgens, sein Leichnam wird nach Kairo gebracht, wo am folgenden Tag die Trauerfeier stattfindet. Anschließend wird er unter chaotischen Umständen in Ramallah beigesetzt
- 15. November: Der Beitritt Griechenlands zum Euro beruht auf seit 1997 gefälschten Defizitzahlen. Später werden auch die italienischen Zahlen bezweifelt. Das statistische Amt der EU, EUROSTAT, gerät damit wieder ins Zwielicht
- 17. November: Das Bundeskabinett beschließt die Entsendung von zwei Transall-Flugzeugen mit ca. 200 Soldaten zur Unterstützung vom Transport von OAU-Soldaten in die Region Darfur im Sudan
- 18. November: Im zweiten Anlauf hat der neue EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso für sein veränderte Kommission eine Mehrheit im EU-Parlament erhalten
- 18. November: Der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wirft deutschen Managern mangelnden Patriotismus vor
- 19. November: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in einer Resolution zu einer baldigen Lösung für den Sudan-Konflikte aufgerufen und vage mit Sanktionen gedroht
- 20. November: Es werden Misshandlungsvorwürfe bei gestellten Geiselnahmen bei der Bundeswehr bekannt. In den folgenden Wochen werden weitere Misshandlungen in verschiedenen Kasernen bekannt
- 21. November: Nach der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wird Wiktor Janukowytsch zum Sieger erklärt, die OSZE zweifelt den Wahlsieg an, die Opposition spricht von Wahlbetrug. Beginn von landesweiten Massenprotesten („Orangene Revolution“)
- 21. November: Ca. 25.000 Menschen demonstrierten nach einem Aufruf muslimischer Verbände in Köln gegen islamistischen Terror und Gewalt
- 21. November: In Namibia wird Hifikepunye Pohamba (SWAPO) mit 76 % zum neuen Präsidenten gewählt und löst damit Sam Nujoma ab. Seine Partei, die SWAPO, erhält ca. 75 % der Parlamentssitze
- 25. November: Die IAEO berät über das iranisches Atomprogramm. Die USA glauben, dass der Iran eine Atombombe entwickeln will. Der Iran beteuert, dass er nur ein friedliche Nutzung der Kernenergie plant
- 27. November: Die Behörden von Papua-Neuguinea beginnen mit der Evakuierung von 9000 Menschen von der Insel Manam, da diesen wegen wochenlanger Vulkan-Aktivitäten (Aschenregen) eine Hungesnot droht
- 28. November: Bundesfinanzminister Hans Eichel kritisiert, dass alle neuen Bundesländer, mit Ausnahme von Sachsen, die Fördermittel aus dem Aufbau Ost ganz oder teilweise missbrauchen
- 28. November: In Rumänien werden der Staatspräsident und das Parlament gewählt. In die Stichwahl kommen Adrian Nastase (Sozialdemokraten) und Traian Băsescu (Allianz für Gerechtigkeit und Wahrheit). Die Opposition spricht von Wahlbetrug. Auch die OSZE äußert Bedenken wegen des Ablaufs der Wahl
- 30. November: Die OECD bemängelt in ihrer „Baby-PISA“-Studie die Zahl der Kita-Plätze in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern gehört das Kinderbetreuungssystem zu den weltweit besten
Dezember
Terroranschläge und Kriege
- 29. Januar: Bei einem Terroranschlag auf Bus Nummer 19 in Jerusalem (Israel) sterben elf Israelis. 50 Menschen werden verletzt. Der Attentäter war ein 24 Jahre alter Palästinenser aus Bethlehem und Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden
- 22. Februar: Acht Menschen Sterben bei einem Selbstmordattentat auf Bus Nummer 14A in Jerusalem (Israel). Über 60 werden verwundet. Der palästinensische Attentäter war Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden und kam aus Bethlehem
- 11. März: Schwerer Terroranschlag in Madrid, 191 Tote, 1.500 Verletzte
- 22. März: Die israelische Armee tötet den Anführer der Hamas Ahmed Scheich Jassin
- 28. April: Terroranschlag in Diplomatenviertel von Damaskus, vier Tote
- 2. Juni: In Afghanistan werden fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einem Hinterhalt ermordet
- 11. Juli: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in Tel Aviv (Israel) an einer Bushaltestelle in die Luft. Ein Israeli wird dabei getötet, 33 werden verletzt
- 28. Juli: Bei der Explosion einer Autobombe in Bakuba (Irak) sterben 68 Menschen und etwa 40 werden verletzt
- 2. August: Bei Bombenanschlägen auf fünf christliche Kirchen in Bagdad und Mossul im Irak werden elf Menschen getötet und ca. 50 verletzt
- 15. August: In Gatumba (Burundi) haben Hutu-Rebellen ein Flüchtlingslager der UNO überfallen und 189 Menschen getötet sowie etwa 70 verletzt
- 24. August: In Russland stürzen, infolge eines tschetschenischen Terroranschlages, fast gleichzeitig zwei Flugzeuge mit 89 Menschen an Bord ab
- 30. August: Bei einem Anschlag eines tschetschenischen Selbstmordattentäters im Norden von Moskau in der Nähe eines U-Bahnhofes werden min. 39. Menschen getötet und ca. 130 verletzt
- 31. August: Zwei Selbstmordattentäter töten in Beerscheba (Israel) sechzehn Menschen. Über 100 Israelis werden verletzt als die Palästinenser sich innerhalb weniger Minuten in die Luft sprengen. Ziel des Anschlags: Die Stadtbusse Nummer 6 und Nummer 12
- 31. August: Im Irak werden zwölf nepalesische Geiseln durch islamistische Extremisten der Gruppe Ansar el Sunna ermordet
- 1. September: Etwa 30 tschetschenischen Rebellen nehmen ca. 1200–1500 Geiseln in einer Schule in Beslan in Nordossetien
- 3. September: Die Schule in Beslan wird durch die Einsatzkräfte gestürmt, dabei gibt es mindestens 338 Tote und 704 Verletzte
- 4. September: Durch die Explosion einer Autobombe vor einer Polizeischule im nordirakischen Kirkuk werden 15 Menschen getötet und weitere 20 Menschen verletzt
- 6. September: Durch die Explosion einer Autobombe im Nordirak sind sieben amerikanische Soldaten und drei Iraker getötet worden
- 7. September: Seit Beginn des Irak-Krieges sind 1000 amerikanische Soldaten gefallen. Die weit höhere Anzahl der getöteten Iraker ist unbekannt
- 9. September: ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta kostet 11 Menschen das Leben
- 13. September: Am Wochenende sind 68 Iraker und Amerikaner im Irak getötet worden
- 14. September: Bei der Explosion einer Autobombe vor einer Polizeiwache in Bagdad sind mindestens 47 Menschen getötet und 114 verletzt worden
- 14. September: In Bakuba wurden zwölf Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und getötet
- 16. September: Bei amerikanischen Luftangriffen nahe Falludscha sind bis zu 60 Iraker getötet worden
- 25. September: Im Süden Afghanistans haben (vermutlich) Taliban-Kämpfer bei mehreren Anschlägen neun Soldaten getötet
- 30. September: Bei drei Autobombenanschlägen in Bagdad sterben mehr als 42 Menschen (meist Kinder) und 139 werden verletzt
- 1. Oktober: Bei einem Selbstmordattentat auf die Zainabia-Moschee in Sialkot/Pakistan sterben 31 Menschen und mehr als 45 werden verletzt
- 2. Oktober: Am 135. Geburtstag von Mahatma Gandhi gab es mehrere Bombenanschläge im Nordosten Indiens (Dimapur im Bundesstaat Nagaland und Kokrajhar im Bundesstaat Assam) mit min. 44 Toten und 93 Verletzten
- 2. Oktober: Bei einer Offensive amerikanischer Truppen und irakischen Nationalgardisten in Samarra werden mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt
- 3. Oktober: Bei einer nach Raketenangriffen durch die Hamas begonnenen Offensive der israelischen Armee im Gazastreifen kamen in den vergangenen Tagen über 50 Menschen ums Leben
- 4. Oktober: Bei drei Bombenanschlägen in Bagdad und Mossul und Luftangriffen der Amerikaner in Falludscha starben mehr als 30 Menschen und mehr als 100 wurden verletzt
- 7. Oktober: Bei einer Offensive der US-Streitkräfte und irakischer Sicherheitskräfte und einer Reihe von Anschlägen starben 17 Menschen im Irak. Sieben bei einem Anschlag in Diwanija
- 7. Oktober: Bei Selbstmordanschlägen in Taba und Ras el Schitan (Moon Island Village) auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten wurden 32 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt
- 7. Oktober: Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Multan in Pakistan sind mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden
- 8. Oktober: Bei einem Bombardement der US-Luftwaffe wurden in Falludscha elf Menschen getötet
- 18. Oktober: Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad wurden mindestens sechs Menschen getötet und 27 verletzt
- 23. Oktober: Im Norden des Irak werden 49 Polizeirekruten ermordet. Am gesamten Wochenende sterben bei Anschlägen und Bombardierungen ca. 100 Menschen
- 2. November: Auf offener Straße in Amsterdam wird der niederländische Filmemacher Theo van Gogh durch einen islamischen Extremisten niedergestochen und erschossen. In der Folge werden mehrere Moscheen und islamische Schulen in den Niederlanden angezündet
- 6. November: Regierungssoldaten der Elfenbeinküste töten bei einem Angriff neun französische Soldaten. Die Regierung hatte zuvor auch das Friedensabkommen mit den Rebellen gebrochen
- 6. November: Bei einer Serie von Bombenanschlägen auf Dienststellen der Polizei in der irakischen Stadt Samarra sind mindestens 30 Menschen getötet worden
- 7. November: Am gesamten Wochenende werden im Irak mindestens 50 Menschen bei Anschlägen und Angriffen Aufständischer getötet
- 12. November: Es wird ein Video bekannt, auf dem ein amerikanischer Soldat in Falludscha einen verletzten, unbewaffneten Gefangenen erschießt. Die Vereinten Nationen, Amnesty International und Human Rights Watch beklagen Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen der Genfer Konvention durch beide Konfliktparteien
- 14. November: Die Offensive von amerikanischen und irakischen Truppen in Falludscha soll beendet sein. Bilanz: Ca. 25 tote Soldaten, ca. 1000 getötete Aufständische und eine unbekannte Zahl von zivilen Opfern. Die Kämpfe gehen jedoch noch weiter
- 16. November: Es wird ein Video bekannt, dass die Ermordung der entführten Care Chefin Margaret Hassan durch unbekannte Täter zeigt. Sogar die islamische Terrorgruppe von Abu Mussab al Sarkawi hatte ihre Freilassung gefordert
- 18. November: Israelische Soldaten erschießen bei Rafah an der Grenze zu Ägypten versehentlich drei ägyptische Grenzschützer. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon entschuldigte sich dafür
- 24. November: In Israel wird der Funkverkehr zwischen einem israelischen Kommandeur und seinen Soldaten im Gazastreifen veröffentlicht. Die Soldaten hatten nahe Rafah am 5. Oktober ein 13-jähriges palästinensisches Mädchen im einem Sperrgebiet erschossen
- 27. November: In Kundus (Afghanistan) werden drei deutsche Soldaten bei einem Anschlag leicht verletzt
- 3. Dezember: Die ETA zündet an 5 Tankstellen im Raum Madrid Bomben. 5 Menschen erleiden leichte Verletzungen
- 4. Dezember: Bei der Explosion von zwei Autobomben in Bagdad und einem Selbstmordanschlag in Mossul kamen mindestens 15 Menschen ums Leben und ca. 60 wurden verletzt
- 24. Dezember Bei einem Granatenanschlag von Muslimextremisten in Kaschmir sterben zwei Menschen und vierzig werden verletzt
- 25. Dezember Im Westen von Bagdad sind durch die Explosion eines Gastanklasters neun Menschen getötet und 14 verletzt worden
Katastrophen
- 3. Januar: Eine ägyptische Passagiermaschine der Fluggesellschaft Flash Airlines vom Typ Boeing 737 stürzte mit 148 Menschen an Bord in das Rote Meer. Absturzursache ist wahrscheinlich ein Problem während der Startphase. Fast alle Opfer waren französische Urlauber auf dem Weg von Sharm el Sheikh nach Paris in Frankreich
- 5. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 in Papua, Indonesien. 37 Tote
- 14. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 5,5 in Pakistan. 24 Tote
- 24. Februar: Ein schweres Erdbeben mit der Stärke 6,3 auf der Richterskala fordert in Marokko 600 Menschenleben. Das Epizentrum lag in der Straße von Gibraltar
- 18. Juli: Schwere Monsunregenfälle mit Überschwemmungen in Indien, Bangladesch, Nepal und der Volksrepublik China. Etwa 800–1000 Tote, Millionen Obdachlose
- 22. Juli: Ein Schnellzug in der Türkei ist auf der Strecke Istanbul-Ankara, nahe der Ortschaft Mekece, entgleist. 38 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt
- 1. August: Bei dem Brand im Einkaufszentrum „Ycuá Bolaños“ in Asunción in Paraguay sind etwa 350 Menschen ums Leben gekommen und etwa 200 verletzt worden
- 11. August: Bei einem Zusammenstoß zweier Züge im Nordwesten der Türkei, auf halber Strecke zwischen Ankara und Istanbul, sind 36–39 Menschen getötet und 88 verletzt worden
- 13. August: Bei einem Wirbelsturm in der Provinz Zhejiang der Volksrepublik China sind 63 Menschen getötet und mehr als 1800 verletzt worden
- 13. August: Der teilweise Einsturz einer Schule in Goldberg (Mecklenburg-Vorpommern) fordert fünf Tote
- 15. August: Der Wirbelsturm „Charly“ erreicht die Küste Floridas. Durch den Hurrikan sind mindestens 19 Menschen in den USA und drei Menschen in Kuba getötet worden
- 26. August: Von der Wiehltalbrücke stürzt ein mit Benzin beladener Lastwagen, wobei der Fahrer den Tod findet. Durch die Hitze des Brandes wird die Brücke schwer beschädigt und bleibt bis zum 7. Oktober 2004 vollständig gesperrt. Bei diesem Unfall entsteht ein Sachschaden von 32 Millionen Euro. Es dürfte sich um den teuersten Verkehrsunfall gehandelt haben, der in Deutschland je stattfand
- 5. September: Japan wird durch zwei schwere Erdbeben der Stärke 6,9 und 7,4 erschüttert. Die befürchteten Tsunamis bleiben jedoch aus. 46 Verletzte
- 8. September: Schwere Unwetter seit dem 2. September in der Provinz Sichuan und der Metropole Chongqing in der Volksrepublik China haben durch Überschwemmungen und Erdrutsche mindestens 172 Tote gefordert
- 8. September: Der Hurrikan „Ivan“ hat in Grenada mindestens 24 Tote gefordert
- 8. September: Bei einem Minenunglück im Norden der Türkei sterben mindestens 19 Arbeiter
- 16. September: Der Hurrikan „Ivan“ erreicht die Küste der USA. 39 Menschen werden in den folgenden Tagen getötet, die Gesamtzahl der Toten summiert sich damit auf über 100
- 19. September: Der Hurrikan „Jeanne“ zieht über Haiti hinweg. In den folgenden Tagen sterben dort mehr als 1500 Menschen
- 20. Oktober: Bei einem Grubenunglück in der Daping-Kohlemine in der Provinz Henan in der Volksrepublik China sterben ca. 150 Arbeiter
- 21. Oktober: Durch einen schweren Taifun kommen in Japan über 60 Menschen ums Leben
- 23. Oktober: Beim schwersten Erdbeben in der Präfektur Niigata in Nordjapan seit über 70 Jahren mit der Stärke 6,8 auf der Richterskala sterben 31 Menschen, etwa 2000 werden verletzt, ca. 100.000 obdachlos. Erstmals in der Geschichte des Shinkansen entgleist ein Zug zwischen Urasa und Nagaoka (keine Verletzte)
- 6. November: Sieben Tote und 56 Verletzte bei einem Zugunglück bei Reading westlich von London
- 21. November: Bei einem Flugzeugabsturz in Nanhai-Naturpark (Innere Mongolei/Volksrepublik China) sterben 53 Insassen und ein Mensch am Boden
- 23. November: Nach einem Bericht der WHO gibt es weltweit mehr als 39 Millionen Menschen, die an Aids erkrankt sind. Vor allem bei Frauen stieg die Ansteckungsrate in den letzten zwei Jahren dramatisch
- 26. November: Erdbeben der Stärke 6,4 mit Epizentrum in Nabire (Indonesien). 10 Tote, 65 Verletzte
- 28. November: Bei einem Grubenunglück nahe Tongchuan (Volksrepublik China) sterben 165 Kumpel
- 2. Dezember: Ein Taifun rast über die Philippinen. Ca. 1000 Tote
- 9. Dezember: Ein Flugzeug vom Typ Tornado der Deutschen Luftwaffe stürzt in einem Waldstück nördlich des oberbayerischen Ortes Kaufering ab; beide Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben
- 26. Dezember: Durch ein Erdbeben im Indischen Ozean mit Epizentrum nahe Sumatra und der Stärke 9,1 auf der Richterskala kam es zu einer bis zu 10 Meter hohen Flutwelle (Tsunami), die weite Teile von Indien, Sri Lanka, Thailand, Malaysia und vor allem Indonesien verwüstete. Ca. 300.000 Tote. Das Beben ist das bei weitem stärkste einer ganzen Bebenserie über eine Länge von über 1000 Kilometern entlang der Grenze der indisch-australischen und der eurasischen Erdplatte
- 31. Dezember- 174 Tote bei Brand in Nachtclub Buenos Aires: 410 Menschen verletzt
Wissenschaft und Technik
Gesellschaft
Kunst & Kultur
Architektur
Sport
Sonstiges
- 22. Juni Am vierten „Sozialen Tag“ von Schüler Helfen Leben tauschen 220.000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Berlin Ihre Schulbank gegen einen bezahlten Job: und spenden über 3,5 Millionen Euro für mildtätige Zwecke
- 5. August: Im Allgäu werden die ersten drei von 42 Gräbern geöffnet. Damit beginnt die größte Exhumierungsaktion in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Kriege. Polizei und Staatsanwaltschaft in Kempten wollen damit eine Todesfallserie im Sonthofener Krankenhaus aufklären. Ein Krankenpfleger hatte gestanden, Patienten durch Spritzen getötet zu haben
- 11. Dezember: an der deutsch-holländischen Grenze wird der wahrscheinlich aufwändigste Piratensender ausgehoben. Die genau auf der Grenze errichtete Anlage sendet mit einer Leistung von 10 Kilowatt von einem 100 Meter hohen Sendemast
Dies ist eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten, die 2004 verstorben sind. Für eine ausführlichere Liste siehe Nekrolog 2004.
- 5. Januar: Dave Friedman, US-amerikanischer Jazz-Trompeter (* 1963)
- 23. Januar: Helmut Newton, deutscher Fotograf (* 1920)
- 29. Januar: O. W. Fischer, österreichischer Schauspieler (* 1915)
- 14. Februar: Marco Pantani, italienischer Radprofi und Tour-de-France-Sieger (* 1970)
- 2. Februar: Hans Jakob Schudel, Schweizer Schachfunktionär und Schachspieler (* 1915)
- 8. Februar: Arne Eggebrecht, deutscher Ägyptologe (* 1935)
- 29. Februar: Danny Ortiz, guatemaltekischer Fußballspieler (* 1976)
- 8. März: Abu Abbas, palästinensischer Politiker (* 1948)
- 20. März: Juliana von Oranien-Nassau, frühere niederländische Königin (* 1909)
- 22. März: Ahmed Jassin, Hamas-Gründer (* 1936)
- 28. März: Sir Peter Ustinov, britischer Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller (* 1921)
- 17. April: Abd al-Aziz al-Rantisi, Hamas-Führer (* 1947)
- 24. April: Estée Lauder, US-amerikanische Gründerin des internationalen Kosmetik-Imperiums (* 1908)
- 9. Mai: Achmad Kadyrow, tschetschenischer Präsident (* 1951)
- 16. Mai: Marika Rökk, ungarische Sängerin und Schauspielerin (* 1913)
- 5. Juni: Ronald Reagan, US-Präsident (* 1911)
- 10. Juni: Ray Charles, US-amerikanischer Soul-Musiker (* 1930)
- 20. Juni: Hanns Cibulka, deutscher Schriftsteller und Lyriker (* 1920)
- 1. Juli: Marlon Brando, US-amerikanischer Schauspieler (* 1924)
- 6. Juli: Thomas Klestil, österreichischer Bundespräsident (* 1932)
- 10. Juli: Inge Meysel, deutsche Schauspielerin (* 1910)
- 16. Juli: Billy Mo, Swing- und Jazzmusiker (* 1923)
- 22. Juli: Bodo Hauser, deutscher Journalist und Moderator (* 1946)
- 6. August: Rick James, US-amerikanischer Funk-Musiker (* 1948)
- 8. August: Fay Wray, US-amerikanische Schauspielerin (* 1907)
- 11. August: Wolfgang Mommsen, deutscher Historiker, (* 1930)
- 17. August: Gérard Souzay, französischer Sänger, Bariton, (* 1918)
- 19. August: Günter Rexrodt, deutscher Politiker und ehem. Wirtschaftsminister (FDP), (* 1941)
- 14. September: Ove Sprogøe, dänischer Schauspieler (* 1919)
- 4. Oktober: Janet Leigh, US-amerikanische Schauspielerin („Psycho“), (* 1927)
- 10. Oktober: Christopher Reeve, US-amerikanischer Schauspieler (* 1952)
- 11. Oktober: Reinhard Hesse, deutscher Journalist und Redenschreiber (* 1956)
- 2. November: Theo van Gogh, niederländischer Filmemacher und Satiriker (ermordet), (* 1957)
- 11. November: Jassir Arafat, palästinensischer Präsident (* 1929)
- 1. Dezember: Prinz Bernhard der Niederlande, niederländischer Prinz deutscher Herkunft (* 1911)
- 12. Dezember: Herbert Dreilich, deutscher Rockmusiker, Sänger der Gruppe Karat (* 1942)
- 23. Dezember: Rainer Bertram, Regisseur, Schauspieler, Sänger (* 1932)
Nobelpreise
Siehe auch
2004 | 2004 | 2004 እ.ኤ.አ. | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | २००४ | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004年 | 2004 | 2004년 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | พ.ศ. 2547 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004 | 2004سبم | 2004 | 2004 | 2004年 | 2004 nî