Begründung:Die Einleitung erscheint mir widersprüchlich, der Text wird auf der Diskseite zudem als fehlerhaft bemängelt. Kennt sich jemand aus, der entscheiden kann, ob da so ok ist?!? Danke.
Das 1/f-Rauschen bezeichnet ein Rauschen welches mit steigender Frequenz abnimmt. Die Amplitudenverteilung ist umgekehrt proportional zur Frequenz (~ 1/f) und die Rauschleistungsdichte nimmt mit einer Verdopplung der Frequenz um die Hälfte ab. Technisch heisst dies, dass die Leistungsdichte des Frequenzspektrums zu höheren Frequenzen hin um 3 Dezibel pro Oktave abnimmt. Mathematisch ergibt sich daraus eine logarithmisch absteigende Leistungsverteilung.
Gelegentlich wird für 1/f-Rauschen auch der Begriff Rosa-Rauschen verwendet. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht einheitlich und wird auch für andere Rauscharten verwendet, bei denen die Amplitudenverteilung mit der Frequenz noch stärker abnimmt, beispielsweise mit 1/f2. (→ Braunes Rauschen).
Beim 1/f-Rauschen handelt es sich um ein Rauschen, das in vielen physikalischen, biologischen aber auch ökonomischen Prozessen auftritt. Dieses Rauschverhalten ist immer dann zu beobachten, wenn bestimmte Ereignisse bei doppelter Geschwindigkeit (respektive bei doppelter Frequenz) nur halb so intensiv auftreten. Dies ist leicht nachzuvollziehen, weil der Aufwand für Änderungen naturgemäß mit deren Geschwindigkeit immer weiter wächst.
Häufig beschränkt sich das 1/f-Rauschen nur auf bestimme Frequenzbereiche, weil außerhalb dieser Bereiche andere Rauscheffekte stärker zum Tragen kommen und das 1/f-Rauschen überlagern.
In der Messtechnik ergibt sich bei Verwendung von 1/f-Rauschen eine Begrenzung auf entsprechend niedrige Frequenzen, da sich dieses Rauschen in der Praxis nur durch verhältnismäßig lange Integrationszeiten herausmitteln lässt.
Bei einem akustischen Signal entspricht dieses subjektiv einer Gleichverteilung der Töne (Terz), da das Hörempfinden für Bässe niedriger ist als für hohe Frequenzen. (Die steigende Ohrempfindlichkeit kompensiert in einem weiten Bereich die Leistungskurve des Rauschsignals.) Das Spektrum der Oktave von 50 bis 100 Hz besitzt also die gleiche Leistung wie das Spektrum (zum Beispiel) der Oktave von 5.000 bis 10.000 Hz.
Rosa Rauschen und Weißes Rauschen werden unter anderem in der Tontechnik als Referenzsignale verwendet, um bei Aufnahmegeräten oder Lautsprecher-Anlagen (PA-Systemen) eine möglichst naturgetreue Wiedergabe sicherzustellen.
Rosa Rauschen hat eine Spektralverteilung mit konstanter Leistung pro prozentualer Bandbreite. Dabei enthält die Oktave zwischen 20 und 40 Hz die gleiche Rauschleistung, wie die Oktave zwischen 10000 und 20000 Hz. Bei jeder doppelten Frequenz ist die Leistung halbiert. Es wird aus weißem Rauschen durch ein Filter mit einem Höhenabfall von 3 dB pro Oktave hergestellt. Rosa Rauschen klingt fast so, als ob gleichmäßige Lautstärke bei allen Frequenzen vorhanden wäre. Es ist den Klangeigenschaften herkömmlicher Musikinstrumente relativ nahe. Deshalb wird es unter anderem als Testsignal für Lautsprechermessungen verwendet.
1/f-Rauschen kann hörbar gemacht werden, indem eine diskrete eindimensionale komplexe Funktion mit einer mit 1/f abfallenden Amplitude und zufälliger Phase invers fourier-transformiert wird. Das Ergebnis kann sowohl monophon als auch stereophon wiedergegeben werden.
Für optimale akustische Eigenschaften müssen Lautsprechersysteme klein gegenüber der Wellenlänge des Schalls sein. Ein weißes Rauschen gefährdet somit die Hochtöner, die durch ihre geringere Wärmekapazität auch eine geringere thermische Belastbarkeit aufweisen.
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