Der 1. FC Saarbrücken ist ein deutscher Fußballverein.
Nach dem Krieg startete der 1. FC Saarbrücken zunächst in der Oberliga Südwest-Nord und spielte dort drei Jahre lang recht erfolgreich. 1946 gewannen die Saarländer gegen den SV Rastatt (4:4 und 5:0) zudem die Südwestmeisterschaft. 1948 wurde der saarländische Fußball aus dem deutschen Ligasystem herausgenommen, sodass der FCS nicht mehr in der Oberliga antreten durfte. Da der Verein sich jedoch für die Ehrenliga des Saarlandes zu stark fühlte, bewarb er sich beim französischen Fußballverband um die Teilnahme am Spielbetrieb in Frankreich. Nach zähen Verhandlungen durften die Saarbrücker schließlich in der 2. französischen Liga antreten, wo sie mit sechs Punkten Vorsprung auf Girondins Bordeaux Tabellenerster wurden. Der Aufstieg in die erste französische Liga wurde dem FCS jedoch vom Verband verwehrt, sodass sich der Verein aus dem französischen Ligaspielbetrieb zurückzog und in den folgenden zwei Jahren nur Freundschaftsspiele austrug.
In der Saison 1951/52 durften der 1. FC Saarbrücken wieder in der deutschen Oberliga Südwest antreten, wo er sofort Meister wurde. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreichte der FCS mit tollem Offensivfußball das Finale, das gegen den VfB Stuttgart knapp mit 2:3 verloren ging. In den folgenden Jahren konnte der FCS nicht mehr an diesen ganz großen Erfolg anknüpfen. Zwar belegte der Verein weiterhin vordere Positionen in der Oberliga, für die Qualifikation zur Endrunde reichte es nur noch zweimal. Nach dem zweiten Platz 1957 und der Meisterschaft 1961 waren die Saarbrücker in den Endrundenspielen jedoch chancenlos. In der Saison 1955/56 nahmen die Saarbrücker als Vertreter des zu dieser Zeit eigenständigen Saarländischen Fußballverbandes am Europapokal der Landesmeister teil. Dort unterlag der FCS in der ersten Runde gegen den AC Mailand (4:3 und 1:4).
Aufgrund der guten Platzierungen der Vorjahre war der 1. FC Saarbrücken eines der 16 Gründungmitglieder der Bundesliga. Als Tabellenletzter stieg der FCS 1964 nach nur einem Jahr ab. In den folgenden zehn Jahren spielten die Saarländer in der Regionalliga Südwest und erreichten viermal die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, wo sie jedoch stets scheiterten. 1974 war der FCS sportlich nicht für die neu gegründete 2. Bundesliga qualifiziert, profitierte jedoch vom Lizenzentzug für den qualifizierten SV Alsenborn. Die Umstände dieses Lizenzentzuges sind nie endgültig geklärt wurden, es gab jedoch zahlreiche Vermutungen, dass DFB-Präsident Hermann Neuberger, der gleichzeitig Ehrenmitglied beim 1. FC Saarbrücken war, seine Hände im Spiel hatte.
1976 gelang die lang ersehnte Rückkehr in die Bundesliga, doch nach nur zwei Spielzeiten stieg der FCS wieder ab. Nach mehreren Jahren in der 2. Bundesliga und dem zwischenzeitlichen Abstieg in die Drittklassigkeit stieg der 1. FC Saarbrücken 1985 erneut in die Bundesliga auf und nach nur einer Saison wieder ab. Nachdem die Saarbrücker 1989 und 1990 erst in der Relegation den Aufstieg verspielten, gelang dem Verein 1992 nach der Meisterschaft in der 2. Bundesliga zum bislang letzten Mal der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Auch im vierten Anlauf konnten sich die Saarländer nicht im Oberhaus halten und stiegen nach nur einem Jahr als Tabellenletzter wieder ab. 1995 wurde dem Verein wegen nicht erbrachter Unterlagen die Lizenz für die 2. Bundesliga entzogen, sodass der FCS in der Folgezeit fünf Jahre lang in der Regionalliga antrat. Seitdem pendelt der FC Saarbrücken zwischen Zweit- und Drittklassigkeit. Zuletzt gelang 2004 der Aufstieg in die 2. Bundesliga, aus der die Mannschaft 2006 wieder abstieg.
Außerdem spielten 20 Spieler des 1. FC Saarbrücken für die Saarländische Fußballnationalmannschaft.
| Tor | Abwehr | Mittelfeld | Angriff |
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