Der 1. FC Nürnberg, Der "Glubb", ist ein traditionsreicher Sportverein in Nürnberg, der am 4. Mai 1900 gegründet wurde. Präsident des Vereins ist derzeit Michael A. Roth.
Seit 1995 ist die Fußballabteilung selbständiges Mitglied des Hauptvereins. Auch die anderen ehemaligen Zweige sind selbständige Abteilungen im Hauptverein: Boxen, Handball, Schach, Hockey, Roll- und Eissport, Schwimmen, Ski und Tennis werden angeboten. Zu den erfolgreichsten Mannschaften gehören die Handballfrauen (elfmal Deutscher Meister, einmal Pokalsieger, einmal Europapokalsieger). Am bekanntesten ist jedoch die Fußballabteilung des Vereins (mit 5000 Mitgliedern) und dessen Profimannschaft.
Die Fußball-Heimspiele werden im Nürnberger EasyCredit-Stadion ausgetragen, das 46.780 Zuschauer fasst. Das Trainingsgelände befindet sich am Valznerweiher im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof.
Mit neun Meisterschaften war der "Glubb" bis 1987 über 60 Jahre lang Deutscher Fußball-Rekordmeister, bevor der FC Bayern München ihn ablöste. Seit Mitte der 1980er Jahre ist der FCN als "Fahrstuhlmannschaft" bekannt, d.h. er schafft es nicht, sich langfristig in der 1. Bundesliga festzusetzen, sondern steigt regelmäßig wieder ab. Zusammen mit Arminia Bielefeld hält er zu Beginn der Saison 2005/2006 mit sechs Abstiegen aus der 1. Bundesliga den inoffiziellen Titel als Rekordabsteiger.
Die erste eigene Spielstätte wurde die Deutschherrnwiese an der Pegnitz. Dort trug man ebenfalls 1901 das erste Heimspiel, erneut gegen den 1.FC Bamberg aus. Am 20. Oktober siegte der 1. FCN mit 5:1, erlitt jedoch drei Wochen später am 6. November im ersten bayerischen Derby gegen den FC Bayern München - nach einer Herausforderung der Münchner ging es dabei um die Bayerische Meisterschaft - mit 0:6 eine schmerzliche Niederlage. Diese war jedoch wichtig für die spätere Entwicklung, da ab sofort unter dem Berliner Fritz Servas ein ernsthaftes Training durchgeführt wurde. Dies führte zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Spieler. Im Herbst 1902 gab es im ersten Aufeinandertreffen mit dem Vorläuferverein der späteren SpVgg Fürth ein 15:0. 1904 organisierte der Süddeutsche Fußballverband einen ersten regulären Spielbetrieb innerhalb der Stadt, zur Saison 1905/06 entstand dann die Bezirksliga Nordbayern, die bis 1909 die höchste Spielklasse war.
Angesichts der Dominanz in Bayern in diesen Jahren begann man, den 1. FCN nur noch als Club zu bezeichnen. Zum ganz großen Wurf reichte es jedoch noch nicht. In Süddeutschland fand man nach der Niederlage 1907 gegen den Freiburger FC auch mit den Stuttgarter Kickers 1908 und Phönix Karlsruhe 1909 jeweils seinen Meister und verpasste die Süddeutsche Meisterschaft. Auch dem Vergleich mit englischen Profimannschaften erwiesen sich die Nürnberger noch nicht gewachsen. Am 1. Juni 1909 verlor man ein Testspiel mit 3:8 gegen den FC Sunderland.
Dafür holte die örtliche Konkurrenz auf. Am 6. Dezember 1908 holte die Spvgg Fürth das erste Unentschieden gegen den Club, zwei Jahre später verlor man erstmals mit 1:2 am 21. November 1910. Kurz zuvor hatten die Fürther bereits in Ronhof das damals größte und modernste Fußballstadion des Deutschen Reiches eröffnet und waren dem 1. FC Nürnberg damit einen gewaltigen Schritt voraus. Dieser spielte seit Februar 1908 in Schweinau auf einem kleinen Sportplatz an der Maiachstraße, der lediglich eine kleine Holztribüne aufwies und ansonsten von Zuschauerwällen umgeben war.
Stolz war man dagegen auf Ludwig "Fips" Philipp. Dieser war unter dem systematischen Training von Fritz Servas zum Allrounder gereift. Er spielte Mittelstürmer, Linksaußen, Halblinks und sogar Verteidiger. Am 3. April sowie am 24. April 1910 bestritt er zwei Länderspiele und avancierte so zum ersten Mitglied der Nationalmannschaft aus dem Königreich Bayern.
Der 1. FC Nürnberg investierte nun seinerseits in ein Fußballstadion, um das gewachsene Zuschauerinteresse auch befriedigen zu können. Am 24. August 1913 eröffnete der Verein im Nürnberger Vorort Zerzabelshof sein Sportgelände, das später nur noch Zabo genannt wurde. Das Stadion selbst fasste 8 000 Zuschauer und lag außerhalb der Nürnberger Stadtgrenzen, da man so der auf den Eintritt fälligen Lustbarkeitssteuer der Stadt Nürnberg entging. Erst 1923 wurde der Ort eingemeindet.
1923 musste der FCN als Bezirksliga-Zweiter erstmals wieder auf eine Teilnahme an der Endrunde verzichten. 1924 gewann man mit etwas Mühe die wiedergegründete Ostkreis-Liga. Unter anderem der aus einer Fusion hervorgegangen Nürnberger FV konnte den Club mit 1:0 durch ein Tor des ersten Club-Nationalspielers Ludwig Phillip, der den Verein 1919 verlassen hatte, besiegen. Die 1. Mannschaft war inzwischen um den Ex-Fürther Hans "Bumbes" Schmidt in der Abwehr und Georg Hochgesang als neuen Stürmer vom Stadtrivalen FC Pfeil verstärkt worden. Dieser erzielte im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft am 9. Juni gegen den Hamburger SV das 1:0, Wolfgang Strobel gelang schließlich das 2:0. In der Endrunde hatte der Club alle Mühen vergessen lassen und brillierte derart, dass die Fachzeitschrift Fußball urteilte: "Wohl noch nie hat ein Teilnehmer der Endrunde verdienter gewonnen, als ... der 1. FCN."Bausenwein, Christoph / Siegler, Bernd / Liedel, Herbert: ''Franken am Ball. Geschichte und Geschichten eines Fußballjahrhunderts. Würzburg, 2003. ISBN 3-429-02462-5
Auf internationaler Ebene dominieren die Spieler des 1. FCN und der SpVgg Fürth in diesem Jahr die deutsche Nationalelf. Sowohl beim in Nürnberg ausgetragenen Spiel gegen Österreich am 13. Januar (4:3-Sieg) als auch beim Auswärtsspiel gegen die Niederlande am 21. April in Amsterdam (1:0-Sieg) besteht diese nur aus Spielern der SpVgg und des Club. Legendär wurde das Auswärtsspiel gegen die Niederlande, da auf Grund eines harten Derby im Vorfeld die Spieler der beiden Mannschaften in getrennten Eisenbahnwaggons anreisten und auf dem Platz angeblich nicht miteinander sprachen.
Angesichts der Fürther Konkurrenz war eine erneute Titelverteidigung kein Selbstläufer. Dennoch setzte man sich in der Liga erneut durch, wurde aber bei der Endrunde um die Süddeutsche Meisterschaft nur 2. hinter dem VfR Mannheim. Dieser schied aber bereits im Achtelfinale der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft aus, ebenso wie der Hamburger SV, der gegen den FSV Frankfurt das nachsehen hatte. Auf letzteren traf der Club im Finale und tat sich schwer. Erst in der 108. Minute traf Ludwig Wieder zum erlösenden 1:0. Kapitän Hans Kalb befreite Wieder daraufhin "für ein Jahr" von der Pflicht, Tore zu schießen. Die Nürnberger waren mit dieser vierten Meisterschaft nun alleinger Rekordmeister vor dem VfB Leipzig.
Der Verein zog aus dem enttäuschenden Abschneiden die Konsequenz und verpflichtete im Sommer 1926 mit Fred "Spiegelei" Spicksley den ersten professionellen Trainer der Vereinsgeschichte. Dieser brachte tatsächlich neuen Schwung in die Mannschaft, die diesen gleich am 25. Juli 1926 bei einem Freundschaftsspiel in Hamburg gegen den HSV demonstrierte: 9:1 hieß es am Ende für den Club. Mit dem jungen Rechtsaußen Baptist Reinmann und dem gerade 19jährigen Mittelstürmer Seppl Schmitt hatten zwei Nachwuchsspieler die Lücken schließen können, zudem liefen ehemalige Reservespieler wie Georg Winter und Emil Köpplinger noch einmal zu guter Form auf. Die Ostkreisliga gewann man ebenso souverän wie die Süddeutsche Meisterschaft und in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft konnten weder der Hamburger SV noch 1860 München den Einzug ins Finale gegen Hertha BSC Berlin verhindern. Am 12. Juni 1927 kam es im Berliner Grunewaldstadion zum Endspiel, in dem der Club gegen 50.000 pausenlos brüllende Zuschauer weitgehend die Nerven behielt und durch Treffer von Hans Kalb und Heiner Träg mit 2:0 gewann. Allerdings wurde Heiner Träg wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt. Daraufhin beendete dieser seiner Karriere.
Die 1920er Jahre sind bis heute die erfolgreichste Epoche in der Clubgeschichte. Fünf der neun Meisterschaften konnten in dieser Zeit errungen werden. Nur die Nachbarn von der SpVgg Fürth und der Hamburger SV im Norden konnten erfolgreich mit dem Club im Ringen um die deutsche Meisterschaften konkurrieren. Phasenweise stellte man die halbe deutsche Nationalmannschaft, die mit Torwart Heiner Stuhlfauth und Kapitän Hans Kalb zwei ihrer wichtigsten Stützen beim FCN hatte. Die Spielkultur des FCN war mit eine Motivation, weshalb Fußballpionier Walther Bensemann die Redaktion seines Fußballmagazins kicker nach Nürnberg verlegte, wo er freundschaftliche Kontakte zu zahlreichen Clubgrößen pflegte. Das erwähnte Aus gegen Hertha BSC Berlin 1930 kommentierte Bensemann: "Ich fürchte, daß den sieben fetten Jahren, sieben magere folgen werden."Christoph Bausenwein/Harald Kaiser/Bernd Siegler: 1. FC Nürnberg. Die Legende vom Club., Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 1996. ISBN 3-89533-163-5
Weit aus wichtiger als diese sportliche Schwächephase des 1.FCN waren die politischen Entwicklungen. Der NSDAP unter Adolf Hitler war es gelungen, ihre politische Position entscheidend zu festigen. Die Stadt Nürnberg spielte dabei eine zentrale Rolle. Ab 1927 veranstalteten die Nationalsozialisten dort ihre Reichsparteitage, zugleich erschien dort das nationalsozialistische Hetzblatt Der Stürmer. Selbiges hetzte nach dem Halbfinalaus des Club von 1932 gegen dessen jüdischen Trainer Jenö Konrad: "Klub! Besinn Dich und wache auf. Gib Deinem Trainer eine Fahrkarte nach Jerusalem!" Konrad floh daraufhin mit seiner Familie noch vor der Machtübernahme nach Wien. Hans Kalb hatte ihn nicht zum Bleiben bewegen können.
Vizepräsident Karl Müller bedauerte im Herbst 1932 noch Konrad als "untadeligen Menschen, dem bitteres Unrecht angetan worden ist." Wenige Monate später, nämlich bereits am 27. April 1933 und damit einige Monate vor der offiziellen Gleichschaltung der Vereine im Juli 1933, beschloss der Verein, mit Wirkung zum 1. Mai alle ihm angehörigen jüdischen Mitglieder auszuschließen. Der 2. Vorsitzende Karl Müller, ab Mai 1935 auch neuer Präsident, sorgte für die Umsetzung des Beschlusses, der keine Spieler der 1. Mannschaft betraf. Zugleich führte der 1. FCN im April 1933 "als erster Verein", so die Vereinszeitung, eine Geländesportabteilung ein: "Sache des Geländesports ist es, aus wehrfähigen Sportlern wehrhafte Deutsche zu machen. Man treibt den Geländesport nicht um seiner selbst willen, sondern um des Vaterlands willen.", beschreib Abteilungsleiter Karl Frick die Ziele der neuen Abteilung.Christoph Bausenwein/Harald Kaiser/Bernd Siegler: 1. FC Nürnberg. Die Legende vom Club., Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 1996. ISBN: 3-89533-163-5
Für die Fußballer des 1.FCN bedeutete dies aus sportlicher Sicht den Auftakt für vier hervorragende Jahre. Die Rückkehr des alten Lehrmeisters Alfred Schaffer als Trainer tat ihr übriges, so dass die erste Gauligasaison auf Platz 1 beendet wurde. Eine neue Mannschaft hatte sich gefunden, die nach und nach die Recken der 20er Jahre abgelöst hatte. Mit Stürmer Seppl Schmitt und Verteidiger Luitpold Popp standen nur noch zwei Meister des Jahres 1927 in ihren Reihen. Im Tor hatte Georg Köhl den großen Heiner Stuhlfauth erfolgreich abgelöst. In der Verteidigung wuchs mit Willy Billmann, der bereits als 18jähriger ab 1930 zum Stamm gehörte, eine neue Abwehrgröße heran. Der Leipziger Heinz Carolin konnte Hans Kalb als Mittelläufer vollwertig ersetzen. Neben ihm glänzten Richard Oehm und Hans Übelein. Im Angriff brillierten neben Schmitt auf der rechten Seite Karl Gußner und als neuer Mittelstürmer Georg Friedel. Schließlich ergänzte aber Beginn der ersten Gauligasaion noch der dribbelstarke Max Eiberger den Angriff, den der Club von Schwaben Augsburg nach Nürnberg locken konnte. Mit diesem neuen und jungen Team kehrte der Erfolg zurück und man zoge ins Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den FC Schalke 04 ein. Dort führte der Club durch ein Friedel-Tor bis kurz vor Schluss, ehe Fritz Szepan und Ernst Kuzorra durch einen Doppelschlag in der 87. und 88. Minute dem Club die erste DM-Endspielniederlage seiner Geschichte beibrachten. Zugleich war dieses der Finale der Auftakt für eine Reihe packender Duelle mit den Schalkern, die zum neuen großen Rivalen wurden.
Denn bereits im folgenden Jahr konnte sich der Club in einem neuen Wettbewerb revanchieren. Reichssportführer von Tschammer hatte einen Pokalwettbewerb eingeführt, der nach ihm selbst benannt wurde: Der Tschammer-Pokal. Dieser Wettbewerb verdeutlichte nicht nur in der Entstehung die enge Verzahnung zwischen Fußball und nationalsozialistischer Politik, sondern auch ganz praktisch. Das Viertelfinale zwischen dem FCN und Minerva 93 Berlin fand am 10. November 1935 in Absprache mit Julius Streicher so statt, dass es Mitglieder der SA im Rahmen eines Gepäckmarsches sehen konnten. Im Finale kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen mit dem FC Schalke 04. Nach der Führung durch Eiberger ersparte Friedel mit seinem 2:0 in der 85. Minute diesmal dem Club, erneut in letzter Minute zu verlieren. Damit war der erste große Titel seit 1927 eingefahren und der deutsche Meister von 1934 und 1935 besiegt. Damit war auch zu verkraften, dass man in der Gauligasaison 34/35 hinter der SpVgg Fürth nur den zweiten Platz belegte und wiedereinmal den Endrundeneinzug verpasst hatte.
Das Pokalendspiel im Dezember fand bereits mitten in der Saison 1935/36 statt, in der sich der Club auf einem ungefährdeten Weg zur Gaumeisterschaft befand, die ohne Niederlage errungen wurde. Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft wurde Schalke 04 erneut durch zwei Treffer des "Schalke-Schrecks" Friedel geschlagen und nur 7½ Monate nach dem Pokalsieg wurde im Endspiel Fortuna Düsseldorf mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Trainer war inzwischen Hans Kalb geworden. Den frühen Rückstand nach fünf Minuten hatte Eiberger noch in der ersten Halbzeit ausgeglichen. In der Verlängerung gelang dann Gußner, der mit seit der ersten Halbzeit mit einem gebrochenem Finger spielte, 25 Sekunden vor dem Abpfiff der umjubelte Siegtreffer.
Aus den goldenen Zwanzigern war nur noch Seppl Schmitt als Spieler der Meistermannschaft von 1927 verblieben. Angreifer Richard Schwab machte übrigens insgesamt nur 20 Spiele in der ersten Mannschaft, seinen Einsatz im Finale verdankte er einer schweren Knieverletzung von Willy Spieß.
Im Herbst 1936 übernahm Gyuri Orth das Training. Unter seiner Anleitung gewann der Club erneut die Gaumeisterschaft und zog nach einem überlegenen Sieg in der Endrunde und einem Halbfinalerfolg gegen den Hamburger SV erneut ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Am 20. Juni 1937 war in Berlin erneut das vom ehemaligen Club-Meisterspieler Hans "Bumbes" Schmidt trainierte Schalke 04 der Gegner. Doch vor 101.000 Zuschauern hatte der Club kaum Chancen und verloren am Ende verdient mit 0:2.
Trainer Riemke musste erneut einen Umbruch organisieren. Verteidiger Munkert hatte den Verein verlassen, junge Spieler wie Alfred Pfänder im Sturm oder Wilhelm Sold als Mittelläufer rückten nach. Seine Arbeit wurde zunächst durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs am 1. September 1939 unterbrochen. Die bereits ausgetragenen Punktspiele wurden annulliert und die Meisterschaft gestoppt. Die in dieser Pause ausgetragene Nürnberg-Fürther-Stadtmeisterschaft konnte der FCN für sich entscheiden. Im Tschammer-Pokal, dessen 1939er Runde ebenfalls kriegsbedingt ins Jahr 1940 verlängert wurdde, lief es in dieser ersten Kriegssaison für den Club sehr erfolgreich. Geführt vom überragenden Mitteläufer Sold revanchierte sich die Mannschaft im Halbfinale für das Vorjahresaus mit einem 1:0 beim SK Rapid Wien und traf am 28. April 1940 im Finale in Berlin auf Waldhof Mannheim. Während der bei den Nürnberger alle im Kriegseinsatz stehenden Spieler rechtzeitig zum Finale eintrafen, fielen bei den Mannheimern gleich beide etatmäßige Torhüter aus. Durch Treffer von Willi Kund und Max Eiberger konnte der Club ungefährdet seinen zweiten Pokalsieg erringen.
Während des 2. Weltkrieges wurde der reguläre Spielbetrieb zwar weiter ausgetragen, angesichts der zahlreichen Soldaten in den Mannschaften fand dieser jedoch immer häufiger unter irregulären Bedingungen statt. Die Nürnberger erklärten sich damit auch den zweiten Platz in der Gauliga 1940/41 hinter dem TSV 1860 München, die folgende Saison wurde man sogar nur Vierter und verpasste den Einzug in die Pokalhauptrunde. Nach der Einberufung des Trainers Alv Riemke kehrte ein alter Bekannter nach Zerzabelshof zurück: Hans "Bumbes" Schmidt übernahm das Training. Er setzte auf Disziplin und Kondition. Seine Verdienste lagen weniger in den Trainingsmethoden, als in seinen erfolgreichen Bemühungen, nicht nur die Club-Spieler immer wieder für Spiele von der Armee loszueisen, sondern gute Spieler aus ganz Deutschland nach Nürnberg zu locken. So kam von Rot-Weiß Essen der spätere Nationalspieler Clemens Wientjes zum Club. Zudem machte sich Schmidt um die Talentförderung verdient. Unter ihm debütierten in der ersten Mannschaft nicht nur die späteren Meisterspiele Helmut Herbolsheimer und Adolf Knoll sondern vor allem auch Max Morlock, der noch als 16jähriger am 30. November 1941 gegen Wacker München erstmals auflief.
Größere Erfolge blieben unter diesen Bedingungen aus und auch das Zuschauerinteresse ging zurück. Dazu trug die Teilung der Gauliga Bayern in eine Nord- und Südgruppe ihr übriges bei. Clubspieler wie Willy Billmann, Hans und Julius Übelein oder Heinz Carolin fanden sich in Frankreich in Soldatenmannschaften wie "Soldatenelf Paris" oder "Burgstern Noris" wieder. Auf diese Weise war von regulären Bedingungen nicht mehr die Rede. Die Mannschaften liefen ständig in wechselnder Besetzung auf. So gewann der Club sein Heimspiel gegen Eintracht/Franken Nürnberg nur mit 1:0, das Rückspiel dann jedoch mit 20:1. Am Ende war man mit 40:0 Punkten und 125:17 Punkten Nordbayerischer Gaumeister. Angesichts des folgenden Erstrundenaus in der Meisterschaftsendrunde gegen den VfR Mannheim wäre dies wenig erwähnenswert, wenn nicht Max Morlock alleine 54 der 125 Treffer markiert hätte.
Während dieser Saison hatte der 1. FCN mit Alfred Pfänder, der bei Stalingrad vermisst wurde, ein erstes Kriegsopfer zu beklagen. Am 15. Januar 1944 fiel dann auch Stammtorwart Georg Köhl. Dennoch ging auch die Gaumeisterschaft 1943/44 an den Club. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1944 gelang dem FCN der Einzug ins Halbfinale. Hier war, wie im Pokalfinale 1940, erneut der Dresdner SC um Helmut Schön Endstation. Mit 1:3 ging dieses Spiel gegen den haushohen Favoriten und späteren Meister verloren.
Die Saison 1944/45 wurde nicht mehr zu Ende gespielt. Das Stadion und Vereinsgelände in Zerzabelshof waren längst bei einem Bombenangriff zerstört worden, als mit dem 149. Derby gegen die SpVgg Fürth am 2. Februar 1945 das letzte Spiel vor Kriegsende ausgetragen wurde.
Neben dem Spaß am Fußballspiel war in dieser Zeit fast noch wichtiger, dass die Spieler sehr häufig mit Naturalien wie Kartoffeln, Fleisch, Kirschen oder gar einer Torte bezahlt wurden. Dies jedoch weniger in den Ligaspielen, als in den sogenannten Fress- oder Kalorienspielen, bei denen die erfolgreichen Mannschaften durch die Provinz tingelten. Max Morlock über die damalige Zeit: "Gelitten haben wir Gott sei Dank nicht. Die größten Fanatiker in Nürnberg, das waren nämlich die Metzger."
1947 verhinderte der 1. FC Nürnberg noch die Ausrichtung einer Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft, obwohl er als haushoher Favorit galt. Doch er sagte ab, weil den Mannschaften aus der sowjetischen Besatzungszone die Teilnahme verwehrt blieb und er zudem deutlich mehr Spiele hatte absolvieren müssen als die Vertreter aus dem Norden und Westen sowie Berlin.
Zu Beginn der Saison 1947/48 musste der Club zunächst einen Schock verkraften. Torhüter Georg Lindner verstarb mit 26 Jahren an TBC. Doch sein Nachfolger Eduard "Edi" Schaffer, der als einziger Club-Spieler nicht aus Franken kam, zeigte schnell, dass er in der Tradition der großen Club-Torhüter stand. Ex-Meisterspieler Seppl Schmitt übernahm das Traineramt und gab die Devise aus: "Wir spielen kein System, wir spielen Fußball." Nachdem erneut der Meistertitel in der Oberliga Süd errungen wurde, stand erstmals wieder eine Endrunde um die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm. Hier musste der Club den Ausfall der Altmeister Billmann (Kieferbruch) und Julius Übelein (TBC) verkraften. Nach einem mühsamen 3:2 nach Verlängerung im Halbfinale gegen den FC St. Pauli traf man im Finale am 8. August 1948 in Köln auf den 1. FC Kaiserslautern mit Fritz und Ottmar Walter. Bereits nach 24 Minuten führte der Club durch Treffer von Konrad Winterstein und Pöschl. Danach legte man einen Gang zurück und kam nach einem Eigentor Abel Übeleins in der 64. Minute noch in Bedrängnis. Doch Edi Schaffer rettete dem FCN mit einer hervorragenden Leistung die siebte Deutsche Meisterschaft. Als Trophäe gab es diesmal allerdings nur den Meisterschaftwimpel, da die bislang verliehene "Viktoria" nach dem Krieg verschollen blieb und die Meisterschale noch nicht geschaffen war.
Ab 1950 lief es dann besser. Mit dem Leipziger Gunter Baumann fand sich ein Nachfolger für Kennemann als Mitteläufer, der Schweinfurter Kurt Ucko fungierte als Halbstürmer. Max Morlock war Ende der Saison 1950/51 erneut Torjäger mit 28 Treffern und der Club wieder Meister der Oberliga Süd. Bei der DM-Endrunde 1951 scheiterte man in den Gruppenspielen wegen des schlechteren Torquotienten an Preußen Münster. Allerdings fühlten sich die Club-Spieler betrogen, da Münster im letzten Spiel Tennis Borussia Berlin mit 8:2 besiegte, die Berliner zuvor jedoch gegenüber Nürnberger Spielern angeblich äußerten, dass diese das Endspiel nicht erreichen sollten. In der folgenden Saison gelang dem 1. FCN erneut die Meisterschaft in der Oberliga Süd, doch scheitert man in den Gruppenspielen der Endrunde erneut.
Da weder Bumbes Schmidt 1951 noch Alv Riemke 1952 an ihre alten Trainererfolge aus der Vorkriegszeit anknüpfen konnten, übernahm ab 1952 mit Toni Kugler einer vierfacher Meister aus den goldenen 1920er Jahren das Training. Doch es sollte nichts mit dem erhofften großen Erfolg werden. Im Gegenteil stand der Club im Oktober 1952 zwischenzeitlich sogar auf dem letzten Platz und beendete die Saison als Tabellenachter. Große Hoffnungen erweckte dann der spekakuläre Wechsel des Fürther Mittelstürmers Horst Schade. Der 1. FC Nürnberg hatte ihm angeboten, den Warenbestand seines verschuldeten Sportgeschäfts aufzukaufen.Christoph Bausenwein, Bernd Siegler: das Club-Lexikon, Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 2003. ISBN 3-89533-376-X Zwar erfüllte Schade selbst mit 22 Treffern die Hoffnungen, der Club war am Ende aber nur Vierter. Grund zum Jubel gab es 1954 dennoch dank Max Morlocks Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Zum Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft trug er mit seinen Treffern maßgeblich bei.
Trainer Toni Kugler wurde 1954 durch den Wiener Franz "Bimbo" Binder abgelöst. Der ehemalige Torjäger von Rapid Wien genoss bei allen Spielern Respekt. Doch die ersten beiden Jahre lief es auch mit ihm nicht wirklich rund. 1955 als Neunter und 1956 als Siebter gehörte der Club nur zum Mittelmaß. Einige Stammspieler wie Verteidiger Mirsberger, nutzten daher Angebote anderer Mannschaften und verließen den Club. Entgegen der üblichen Gewohnheit hielt das Präsidium jedoch an Binder fest. Denn ihm gelang es nach und nach, junge Spieler erfolgreich in die eigene Mannschaft einzubauen. Heiner Müller als Linksaußen war einer der ersten "jungen Wilden", der bereits 1956/57 zur Mannschaft gehörte, die erstmals seit 1951 wieder die Südmeisterschaft gewann. In der Endrunde 1957 scheiterte man in den Gruppenspielen schließlich am Hamburger SV. Der gleiche Gegner war auch 1958 Endstation in den Gruppenspielen. Als Zweiter hatte man sich erneut für die Endrunde qualifziert, nun auch mit den Nachwuchspielern Roland Wabra im Tor und Richard Albrecht als Außenstürmer. Zudem lief Mittelstürmer Günter Glomb, seit 1951 im Verein, in dieser Zeit zu großer Form auf und erzielte beim 4:3 Sieg gegen den 1. FC Köln allein drei Treffer. Bei diesem Spiel debütierte dann mit Rechtsaußen Heinz Strehl ein weiterer junger Spieler.
Mit jungen Spieler und offensivem Fußball war der Club am Ende der Saison 1958/59 zwar mit 80 Treffern der torgefährlichste Verein im Süden, als Dritter verpasste man die Endrundenteilnahme jedoch erneut. Torjäger Glomb verließ darauf den Verein und Strehl wurde zum Mittelstürmer umfunktioniert. Mit 30 Treffern wurde er als 20jähriger prompt Torschützenkönig. Zur Stammelf gehörten weitere junge Spieler wie die Verteidiger Ferdinand Wenauer und die beiden 19jährigen Tasso Wild und Gustav Flachenecker im Angriff. Als jedoch Max Morlock als Leitfigur fünf Monate verletzt ausfiel, beendete der Club die Saison 1959/60 nur auf dem sechsten Platz.
Doch bereits drei Monate später hatte man die Chance auf den nächsten Titel. Am 29. August 1962 traf man in Hannover im Finale um den DFB-Pokal auf die Fortuna aus Düsseldorf. Ohne Morlock gelang ein 2:1 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Tasso Wild in der 93. Minute.
Der Pokalsieg berechtigte erneut zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. Diesmal trat der Club im Europapokal der Pokalsieger an und drang nach Erfolgen über den AS St. Etienne und BK Odense bis ins Halbfinale vor. Gegen den spanischen Vertreter Atletico Madrid hatte Max Morlock am 10. April 1963 seinen letzten großen internationalen Auftritt. Er trieb die Mannschaft nach einem 0:1 Rückstand noch zu einem 2:1 Sieg durch zwei Treffer von Tasso Wild. Im Rückspiel schied man trotz sehr guter Leistung jedoch mit 0:2 aus.
Parallel zu den Europapokalerfolgen gehörte der Club auch in der Oberliga weiter zu den Spitzenvereinen. In der letzten Oberligasaison 1962/63 vor Einführung der Bundesliga gelang drei Punkte hinter dem TSV 1860 München ein zweiter Platz. Dieser berechtigte ebenfalls zur Teilnahme an der DM-Endrunde. In der Gruppenphase verpasste man als Zweiter jedoch das Finale. Das entscheidende Spiel hatte man erneut deutlich mit 2:6 gegen den 1. FC Köln verpasst.
Damit endete für den 1. FC Nürnberg die Zeit in der Oberliga Süd. In den 18 Jahren ihres Bestehens sammelte der Club insgesamt 739:381 Punkte und erzielte 1348:754 Tore. Damit führt er die ewige Tabelle der Liga an und war ohne Frage für die Bundesliga qualifziert, gegen deren Einführung und das damit verbunden Profitum sich das Präsidium des FCN lange gewehrt hatte: "Zur Struktur unserer Vereine passt das Profitum so wenig wie zum Journalismus das Pferdestehlen", lautete ein Kommentar aus dem Vorstand.
Der 1. FC Nürnberg spielte zu dieser Zeit mit einer noch immer gegenüber der Meisterschaft 1961 und dem Pokalsieg 1962 fast unveränderten Team. Wabra im Tor, Hilpert in der Abwehr, Wenauer, Reisch und Flachenecker in der Mitte sowie Strehl und Wild im Sturm waren weiterhin dabei, aus der letzten Oberligasaison 1962/63 auch noch Verteidiger Leupold. Ergänzt wurden diese seit 1964 in der Abwehr durch den jungen Hassfurter Ludwig Müller und seit 1965 im Angriff durch den jungen Ansbacher Georg Volkert. Doch es gab auch einige besondere Transfers. 1964 verstärkte man sich mit dem Schweizer Nationalspieler Anton Allemann im Angriff, der jedoch nie richtig Fuß fasste und 1966 wieder ging. An die Seite Strehls stellte man stattdessen seit 1965 Franz Brungs, der von der Dortmunder Borussia geholt wurde.
Zur Saison 1967/68 mussten mit Heinz Müller, Reisch und Flachenecker drei der Meisterspieler von 1961 gehen. Dafür kamen vom PSV Eindhoven für den Angriff der Jugoslawe Zvezdan Cebinac und für das Mittelfeld August Starek von Rapid Wien. Sehr schnell fand Merkel eine Stammformation, die fast die komplette Saison bestritt. Insgesamt kamen im Laufe der Saison nur 15 Spieler zum Einsatz. Ab dem fünften Spieltag stand der FCN bis zum Saisonende auf dem ersten Tabellenplatz. Lediglich das Viertelfinalaus im DFB-Pokal gegen den FC Bayern schmerzte ein wenig. Doch hatte man ein paar Monate zuvor am 2. Dezember 1967 den damaligen Tabellenzweiten FC Bayern in einem der besten Spiele der Vereinsgeschichte mit 7:3 besiegt. Franz Brungs allein erzielte dabei fünf Tore. Und bei den Bayern sicherte sich der Club am vorletzten Spieltag auch mit einem 2:0-Sieg seine neunte deutsche Meisterschaft. Das Torjägerduo Strehl/Brungs erzielte 43 Treffer, Cebinac auf dem Flügel gelangen 21 Torvorlagen. Und selbst im DFB-Pokal gelang dem Club doch ein Stück Geschichte, wenn auch nicht im Sport, so doch in der Literatur. Die Mannschaftsausstellung aus dem Erstrundenspiel gegen Bayer 04 Leverkusen verewigte Peter Handke in seinem Gedicht „Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg vom 27.1.1968“:
Die Aufstellung des 1. FC Nürnberg vom 27.1.1968
WabraÜbrigens ist diese Aufstellung nicht ganz korrekt. Tatsächlich verteidigte neben Popp Hilpert, der sonst während der Saison nur viermal eingesetzt wurde. Leupold dagegen wurde in der 76. Minute für Blankenburg eingewechselt.
Über die genauen Ursachen für den Abstieg zerbrechen sich heute noch viele Nürnberger den Kopf. Die Schuld wird meist bei Max Merkels großem Spielerumbruch ausgemacht. Hinzu kommt eine beispiellose Leistungsdichte im Verlauf der Saison 1968/69. Nürnberg als Absteiger landete nur neun Punkte hinter Vizemeister Aachen und verpasste die UEFA-Pokalteilnahme nur um sieben Punkte. Schließlich gilt auch noch Bestechung als Ursache. So behauptet Verteidiger Wenauer, dass Torhüter Rynio am vorletzten Spieltag beim 2:2 gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Dortmunder bestochen war: „Bekannt ist, dass Borussia Dortmund unseren Torhüter Jürgen Rynio eingekauft hat, der im Schicksalsspiel, dem 2:2 gegen Dortmund, zumindest einen vermutlich haltbaren Treffer passieren ließ.“. Nachgewiesen wurde dies jedoch nicht. Problematisch war der Abstieg nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus finanzieller Sicht. Denn mit dem Bau des am 31. Oktober 1968 eingeweihten Trainingsgeländes hatte sich der Verein in der Hoffnung auf lukrative Einnahmen in Bundesliga und Europapokal verschuldet. Nun ging man zwar mit dem modernsten Trainingsanlagen Europas in die Zweitklassigkeit, es fehlten jedoch Finanzmittel für sportliche Verstärkungen.
An der Vereinsspitze löste Heinz Ehrt, Walter Luther als Präsident ab und gab dem Schuldenabbau Priorität. Die folgende Saison 1971/72 sah gleich drei Trainer. Erst Tschik Cajkovski als Trainer stabilisierte die Mannschaft und führte sie auf Platz 9. Dagegen gelang dem fränkischen Rivalen FC Bayern Hof der Sprung in die Aufstiegsrunde. 1972/73 wurde der Club zwar 5., war aber erneut nur die Nummer Zwei im fränkischen Fußball, da dieses Mal die SpVgg Bayreuth vor ihm landete. Derweil etablierte sich der Rheinländer Dieter Nüssing mehr und mehr zur neuen Identifikationsfigur für die Anhänger. Gemeinsam mit Kurt Geinzer und Slobodan Petrovic bildete er ein Mittelfeld mit Bundesligaformat. Zudem war er enorm torgefährlich - in 276 Spielen in der Zweitklassigkeit traf er 90 Mal. Das Mittelfeld um Nüssing war auch ein Garant, das unter dem neuen Trainer Hans Tilkowski in der Saison 1973/74 erneut die Aufstiegsrunde erreicht wurde. Diese endete punktgleich mit Eintracht Braunschweig, die wegen der um ein Tor besseren Tordifferenz aufstieg.
Enttäuscht warf Trainer Tilkowski das Handtuch. Nachfolger Horst Buhtz konnte zunächst an den Erfolg der Vorsaison anknüpfen, doch gegen Saisonende verspielte das Team die Aufstiegschancen. Das Publikum resignierte. Zum letzten Heimspiel - immerhin das fränkische Derby gegen den FC Bayern Hof - kamen am 21. Mai 1977 nur 1.743 Zuschauer und sorgten damit für den Minusrekord in der Vereinsgeschichte. Vor der Saison 1977/78 musste sich der Verein von Leistungsträgern wie Nüssing, Geinzer, Pechthold und Hannakampf trennen. So ging der Club ohne große Ambitionen in die neue Spielzeit. Doch in der Zwischenzeit hatten sich in der Jugend, die 1974 sogar erstmals Deutscher Jugendmeister wurde, und bei den Amateuren einige Talente entwickelt. Junge Spieler wie Norbert Eder, Bertram Beierlorzer, Horst Weyerich, Peter Stocker und Reinhold Schöll ergänzten die Routiniers wie Torwart Manfred Müller, Mittelfeldspieler Petrovic und Angreifer Walitza ideal. Vor allem mit einer hervorragenden Vorrunde sicherte sich die Mannschaft den zweiten Tabellenplatz und damit das Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen Rot-Weiß Essen. Da die letzten Spiele der Rückrunde jedoch etwas schlechter verlaufen waren, entließ der neue Vereinspräsident Lothar Schmechtig Trainer Buhtz und verpflichtete Werner Kern, den bisherigen Co-Trainer von Bayern München. Diese ungewöhnliche Maßnahme war zumindest kein Misserfolg. Das Hinspiel gewann der Club mit 1:0 durch ein Tor von Walitza. Beim Rückspiel in Essen genügte ein 2:2 durch Treffer von Walitza und Petrovic sowie eine überragende Torhüterleistung von Müller, der in der 82. Minute noch einen Elfmeter von Horst Hrubesch parierte, um nach neun Jahren den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga zu schaffen.
Der neue Präsident Michael A. Roth strebte den sofortigen Wiederaufstieg an - trotz des Abgangs von Manfred Müller, Petrovic und Walitza. Gleich nach drei Spieltagen und einem Fehlstart von 1:5 Punkten entließ Roth den neuen Trainer Jeff Vliers und holte Robert "Zapf" Gebhardt zurück. Ihm gelang es, um die beiden Österreicher Reinhold Hintermaier und Franz Oberacher eine erfolgreiche Mannschaft zu etablieren, die bereits vier Spieltage vor Ende der Saison 1979/80 den Aufstieg perfekt machte.
In die Saison 1980/81 ging der Club mit dem neuen Trainer Horst Heese und einem relativ jungen Team. So standen in der Abwehr mit Beierlorzer, Eder, Reinhardt, Weyerich und dem jungen Jürgen Täuber bis auf Routinier Peter Stocker nur Eigengewächse. Um nicht erneut an der Sturmschwäche zu scheitern, gelang mit der Rückkehr Georg Volkerts ein besonderer Coup. Mit immerhin zehn Treffern trug er dazu bei, dass am Ende der Saison der Klassenerhalt gelang. Das Defensivverhalten wurde im Laufe der Vorrunde mit der Verpflichtung des ehamligen Nationaltorwarts Rudolf Kargus verbessert. Dennoch wurde Trainer Heese in der Rückrunde entlassen, weshalb Norbert Eder aus Protest sein Kapitänsamt niederlegte. Fritz Popp, Meisterspieler von 1968, wurde der neue Coach. Wegen seiner fehlenden Trainerlizenz musste jedoch Fred Hoffmann die letzten drei Spiele offiziell das Traineramt an der Seite Popps übernehmen.
Nach dem Klassenerhalt sollte Heinz Elzner als Trainer den Verein in der Bundesliga etablieren. Doch nach gleich fünf Niederlagen zu Beginn der Saison 1981/82 wird auch Elzner durch Präsident Roth entlassen und Udo Klug als fünfter Cheftrainer des Jahres 1981 beim 1. FC Nürnberg vorgestellt. Mit ihm stabilisierte sich das Team und hamsterte mit der von Klug ausgegebenen „Eichhörnchen-Methode“ (pro Spieltag ein Punkt) tatsächlich in 29 Spielen 28 Punkte. Parallel dazu gelang im DFB-Pokal 1982 der Einzug ins Pokalfinale. Am 1. Mai 1982 wurde dieses trotz 2:0 Pausenführung mit 2:4 gegen Bayern München verloren.
Nach dieser Rückkehr ins Rampenlicht des Fußballs sollte es in der Saison 1982/83 aufwärts gehen. Tatsächlich startete die Mannschaft, deren Stamm zur Hälfte noch immer aus dem eigenen Nachwuchs kam, gut in die Saison. Doch gegen Ende der Vorrunde begann bereits ein Abwärtstrend, dessen negativer Höhepunkt eine Serie von 0:24 Punkten aus den letzten zwölf Auswärtsspielen war. Dennoch hielt die Vereinsführung entgegen früher Gewohnheit an Trainer Klug fest. Die fehlende Qualität sollten zur Saison 1983/84 die Alt-Nationalspieler Rüdiger Abramczik und Manfred Burgsmüller verbessern. Durch der Saisonstart war durchwachsen, nach 8-14 Punkten in den ersten elf Spielen wurde Trainer Klug entlassen. Doch Ex-Spieler Rudolf „Rudi“ Kröner als neuer Trainer agierte äußerst erfolglos. Bis zur Winterpause holte der Club nur einen einzigen Punkt, gleich im zweiten Spiel unter Kröners Leitung gab es mit einem 0:7 beim VfB Stuttgart sogar die höchste Auswärtsniederlage der Bundesligageschichte. Dennoch ist die Lage am Ende der Vorrunde noch nicht völlig hoffnunglos. Den Club trennte nur ein Punkt von einem Nichtabstiegsplatz.
Auf diesen sollte Heinz Höher als neuer Trainer den Verein führen. Zudem hatte Gerd Schmelzer im Dezember 1983 Michael A. Roth als Präsident abgelöst. Da Roth selbst 2,5 Millionen DM in den Verein investiert hatte, war der Verein zu diesem Zeitpunkt immerhin weitgehend schuldenfrei.1.FC Nürnberg: Die Präsidenten des 1.FC Nürnberg, auf: www.fcn.de (24. Juni 2006) Doch die chronische Auswärtsschwäche hielt an, der Club holte die ganze Saison keinen einzigen Auswärtspunkt - zusammen mit den zwölf Niederlagen der Vorsaison kam der FCN so auf eine Negativserie von 29 Auswärtsniederlagen hintereinander. Nur fünf Pluspunkte konnte die Mannschaft unter Höher holen - mit lediglich 14 Punkten und 85 Gegentoren wurde der Club nach Tasmania 1900 Berlin und dem Wuppertaler SV der drittschlechteste Absteiger der Bundesligageschichte.
Nach dem Wiederaufstieg hatte der 1. FC Nürnberg unter Trainer Heinz Höher mit den jungen „Club-Fohlen“ um Senior Dieter Lieberwirth die erfolgreichste Phase in der Bundesliga seit der letzten Meisterschaft. Schritt für Schritt etablierte sich die Mannschaft und erreichte nach drei Jahren schließlich in der Saison 1987/88 den fünften Platz und damit die Qualifikation für den UEFA-Pokal. Es war eine der wenigen Phasen in der jüngeren Club-Geschichte, in der Trainer, Präsident und Mannschaft in einem ruhigen Umfeld arbeiten konnten. Die Mannschaft spielte weitgehend kontinuierlich zusammen. Mit den wenigen Neuzugängen hatte man zudem gutes Glück. In der ersten Saison nach dem Aufstieg trugen Neuzugang Joachim Philipkowski sowie die Nachverpflichtungen Anders Giske in der Abwehr und Jörn Andersen im Angriff wesentlich zum Klassenerhalt bei. Zur Saison 1986/87 kehrte Dorfner zurück zum FC Bayern München, konnte jedoch durch Manfred Schwabl gut ersetzt werden. Zudem machte Andreas Köpke im Tor schnell den Sportinvaliden Herbert Heider vergessen. Vor der Saison 1987/88 kamen schließlich von der SpVgg Bayreuth Jörg Dittwar, der Lieberwirth ersetzen konnte, und Jugendnationalspieler Martin Schneider hinzu und etablierten sich schnell im Team.
Parallel zum sportlichen Erfolg begann das Vereinspräsidium um Präsident Schmelzer und Schatzmeister Böbel sein Konzept des „Club 2000“ umzusetzen. Das sah nicht nur die Etablierung der Mannschaft in der Spitzenklasse vor, sondern auch einen Stadionneubau, die Sanierung des Vereinsgeländes und die Zukunftssicherung des Vereins durch die Verpachtung eines Grundstückes auf dem Vereinsgelände an eine Hotelkette.Christoph Bausenwein, Bernd Siegler: Schmelzer, Gerd, in: dies.: das Club-Lexikon, Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 2003, S.123f. ISBN: 3-89533-376-X Zwar wurden diese Pläne umgesetzt, doch führten diese weder sportlich noch finanziell zum Erfolg. Am Ende der Ära Schmelzer 1991 war der Schuldenstand auf 15,3 Millionen D-Mark1.FC Nürnberg: Die Präsidenten des 1.FC Nürnberg, auf: www.fcn.de (24. Juni 2006) angewachsen und die Mannschaft weit vom internationalen Erfolg entfernt.
Da der Umbau des Städtischen Stadions während des laufenden Betriebs in sechs Schritten bis 1990 geschah, musste der Club die erste Europacup-Teilnahme seit 1968 auf einer Baustelle mit verringerter Zuschauerkapazität verbringen. Nach einem mäßigen Start in der Bundesliga gelang der Mannschaft zwar mit dem 2:1 Hinspielsieg bei der AS Roma ein sensationelles Spiel. Doch bis zum Rückspiel gab es eine Niederlagenserie in der Bundesliga und dann das Aus gegen die Römer mit 1:3 nach Verlängerung. Ein paar Tage später verließ dann Dieter Eckstein den Verein und wechselte zur Eintracht Frankfurt. Erst in der Winterpause wurde mit dem bereits 25jährigen Medizinstudenten Reiner Wirsching vom FC Schweinfurt 05 ein Nachfolger verpflichtet. Mit seinen Treffern trug er immerhin zum Klassenerhalt bei.
Nach dem Verlust von Giske und Schwabl ging der Club in die Saison 1989/90 ohne große Ambitionen. Zwar ermöglichte die Club-Elf am 25. November 1989 mit dem 4:0 Heimsieg (Tore durch Brunner, Türr, Dusend und Kristl) gegen den FC Bayern München den Anhängern einen besonderen emotionalen Höhepunkt. Doch im restlichen Saisonverlauf lag man immer nur knapp vor den Abstiegsplätzen. Im April wurde Trainer Gerland entlassen. Unter Dieter Lieberwirth als Interimstrainer wurde die Spielzeit mit einem 8. Platz bei 33:35 Punkten erfolgreich abgeschlossen. Danach wollte Präsident Gerd Schmelzer mit der Verpflichtung Arie Haans seine Pläne des „Club 2000“ doch noch erfolgreich umsetzen. Allerdings fehlten dafür die Spieler. Kuhn, Sane und Martin Schneider waren gegangen. Namhafte Neuzugänge gab es außer Uwe Weidemann jedoch keine. So gab es erneut eine Saison im Abstiegskampf mit dem Höhepunkt der beiden Eigentore Vlado Kasalos im März 1991, der danach verschwand und vermutlich in illegale Sportwetten verstrickt war. Bereits im Januar 1991 war Gerd Schmelzer zurückgetreten. Präsident Oberhof und Schatzmeister Böbel stellten Arie Haan Willi Entenmann als zweiten Trainer an die Seite und sorgten für die Rückverpflichtung von Hans Dorfner, Dieter Eckstein und Sergio Zarate. Mit diesen gelang der Klassenerhalt und in der folgenden Saison 1991/92, nun unter der alleinigen Verantwortung Entenmanns, sogar beinahe der Einzug in den UEFA-Cup, der erst am vorletzten Spieltag verpasst wurde.
Für Schlagzeilen sorgte der 1. FC Nürnberg in dieser Zeit nur wegen des Rekorschuldenstandes von 23 Millionen D-Mark sowie wegen „Schwarzer Kassen“, gefälschter Bilanzen und zudem wegen des Verdachts der Schiedsrichterbestechung, da die Ausgaben für die Schiedsrichterbetreuung beim 1. FCN überdurchschnittlich hoch waren. Der neue Präsident Gerhard Voack trug während der Saison 1993/94 nicht dazu bei, den Verein zur Ruhe zu bringen. Zwar galt der Kader dank der Rückkehr Zarates, Golkes und Schwabls sowie der Verpflichtung von Alain Sutter und Lubos Kubik durchaus als konkurrenzfähig.Martin Messerer: Mit Zarate zurück in die Zukunft, in: kicker sportmagazin: Sonderheft Bundesliga 1993/94, S. 56f.. Doch statt des erwartenen einstelligen Tabellenplatzes stieg der Club am Ende ab. Präsident Voack hatte während der Saison zunächst Publikumsliebling Eckstein an den FC Schalke 04 verkauft. Dann entließt er Trainer Entenmann nach einem 2:0 Sieg über Bayern München. Weder Interimstrainer Dieter Renner noch ab der Winterpause Rainer Zobel konnten den Abstieg verhindern. Mit dem Phantomtor im vorletzten Spiel beim FC Bayern München, das zur Wiederholung des Spiels führte, endete die längsten ununterbrochene Bundesligazugehörigkeit des 1. FC Nürnberg.
Für die Saison 1998/99 prognostizierten die Experten des kicker, dass der Kampf um den Klassenerhalt „hoffnungslos ist, sollten Trainer und Führung nicht vereint am Strang ziehen.“Christian Biechele: Selbst Magath ist skeptisch, in: kicker sportmagazin: Bundesliga 98/99, S. 72f.. Wenige Tage später trat Magath noch vor dem 1. Spieltag als Trainer zurück, weil Präsident Roth keine teuren Verstärkungen bewilligen wollte. Willi Reimann übernahm das Traineramt, das er Ende November 1998 jedoch bereits wieder wegen einer schweren Erkrankung seiner Frau abgab. In der Rückrunde schien unter Trainer Friedel Rausch und mit Rückkehrer Köpke im Tor der Klassenerhalt zu gelingen. Nach dem 1:1 am vorletzten Spieltag in Rostock hatte der 1. FC Nürnberg als Tabellen-12. drei Punkte Vorsprung vor Eintracht Frankfurt als 16. und dazu das um fünf Tore bessere Torverhältnis. Die Vereinsführung hatte vor dem letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg bereits zur Klassenerhaltsfeier eingeladen und auch an die Dauerkarten-Besitzer der ablaufenden Saison bereits Schreiben versandt, in denen vom „gesicherten Klassenerhalt“ die Rede war. Doch der 1. FC Nürnberg verlor 1:2 und Frankfurt gewann gleichzeitig 5:1 gegen Kaiserslautern, dem Meister der Vorsaison. Da auch anderen hinter dem Club liegenden Teams punkteten, entschieden am Ende bei je 37 Punkten und einer Tordifferenz von „minus zehn“ die 40 Nürnberger Tore gegen die 44 Frankfurter Saisontreffer zu Ungunsten des 1. FC Nürnberg. So war der Club wieder einmal unglücklich an einem denkwürdigen Bundesligaereignis beteiligt.
In der folgenden Bundesliga-Saison 2001/02 gelang dann der Klassenerhalt. Zwar war der überraschende Verkauf von Johannson für 8 Millionen D-Mark an die Blackburn Rovers im Oktober eine Schwächung. Doch dank der Nachverpflichtung des norwegischen Nationalspielers Tommy Svindal Larsen stabilisierte sich die Mannschaft und im Angriff sorgte Claudemir Jeronimo Barreto, genannt „Cacau“, der von den eigenen Amateuren in die 1. Mannschaft geholt wurde, mit seinen Treffern für Aufwind. So konnte am vorletzten Spieltag die Klasse gesichert werden.
Mit Milan Belic, Dusan Petkovic, Rade Todorovic und Milorad Popovic sowie Rückkehrer Sasa Ciric holten Manager Geenen und Trainer Augenthaler für die Bundesliga-Saison 2002/03 fünf Spieler aus dem ehemaligen Jugoslawien. Doch lediglich Ciric konnte überzeugen, alle andere Neuzugänge erwiesen sich als Fehlgriffe. Zwar hatte der Club nach der Vorrunde noch fünf Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Doch eine katastrophale Rückrunde mit nur neun Punkten (2 Siege, 3 Unentschieden, 12 Niederlagen) führte erneut zum Abstieg. Auch die Entlassung Klaus Augenthalers am 30. April nach über dreijähriger Amtszeit konnte nicht mehr verhindern, dass der 1. FC Nürnberg zum Rekordabsteiger aus der Bundesliga wurde. Präsident Roth erklärte: „Die Verantwortung tragen alleine Klaus Augenthaler und Edgar Geenen.“ Tatsächlich hatte sich Roth entgegen früherer Gewohnheiten kaum in das sportliche Geschäft eingemischt und auch lange Zeit am Trainer festgehalten.
Trainer Wolf und der neue Sportdirektor Martin Bader verpflichteten für die Saison nach dem Wiederaufstieg mit Tomasz Hajto und Markus Schroth gestandene Bundesligaprofis. Während Hajto in der Abwehr nicht überzeugte und der Club für seine Anfälligkeit bei gegnerischen Standardsituationen bekannt wurde, verdankte der Club den Klassenerhalt vor allem Marek Mintal, der als Mittelfeldspieler mit 24 Toren Torschützenkönig wurde. Zur Saison 2005/06 wollten Wolf und Bader insbesondere mit der Verpflichtung der tunesischen Nationalspieler Jawhar Mnari und Adel Chedli sowie des Tschechen Jan Polak die Defensive stärken. Doch Mnari und Chedli waren durch die Teilnahme am Konföderationen-Pokal 2005 erschöpft und verpassten große Teile der Vorbereitung. Marek Mintal brach sich nach dem 3. Spieltag das Bein und fiel die gesamte Vorrunde aus. Da die Defensive anfällig blieb, die Offensive jedoch ohne den besten Mann auskommen musste, befand sich der Club nach zwölf Spieltagen mit nur sechs Punkten am Tabellenende. Wolfgang Wolf und der Club trennten sich, Hans Meyer wurde neuer Trainer. Ihm gelang es, die Mannschaft zu stabiliseren und noch in der Vorrunde auf einen Nichtabstiegsplatz zu führen. Die Rückrunde begann mit einem Schock, da sich Mintal nach sechs Minuten im Spiel gegen den HSV den Fuß erneut brach. Doch der Club gewann gegen den Tabellenzweiten und wurde dank des aufblühenden Sturmduos Robert Vittek, der in der Rückrunde 16 Tore erzielte, und Iwan Sajenko zum fünftbesten Rückrundeteam. Mit dem achten Tabellenplatz bei 44 Punkten war dies die erfolgreichste Spielzeit seit 1991/92.
| 1905 bis 1978 |
| Zeitraum | Liganame | Spielklasse |
|---|---|---|
| 1905–1910 | Bezirksliga Nordbayern | erstklassig |
| 1910-1914 | Ostkreis-Liga | erstklassig |
| 1914-1915 | kein Spielbetrieb | –– |
| 1915-1923 | Bezirksliga Nordbayern | erstklassig |
| 1923-1927 | Ostkreis-Liga (Bayernliga) | erstklassig |
| 1927-1933 | Bezirksliga Nordbayern | erstklassig |
| 1933-1942 | Gauliga Bayern | erstklassig |
| 1942-1944 | Gauliga Nordbayern | erstklassig |
| 1944-1945 | Gauliga Bayern/Mittelfranken | erstklassig |
| 1946-1963 | Oberliga Süd | erstklassig |
| 1963-1969 | 1. Bundesliga | erstklassig |
| 1969-1974 | Regionalliga Süd | zweitklassig |
| 1974-1978 | 2. Bundesliga Süd | zweitklassig |
| Zeitraum | Liganame | Spielklasse |
|---|---|---|
| 1978-1979 | 1. Bundesliga | erstklassig |
| 1979-1980 | 2. Bundesliga Süd | zweitklassig |
| 1980-1984 | 1. Bundesliga | erstklassig |
| 1984-1985 | 2. Bundesliga | zweitklassig |
| 1985-1994 | 1. Bundesliga | erstklassig |
| 1994-1996 | 2. Bundesliga | zweitklassig |
| 1996-1997 | Regionalliga Süd | drittklassig |
| 1997-1998 | 2. Bundesliga | zweitklassig |
| 1998-1999 | 1. Bundesliga | erstklassig |
| 1999-2001 | 2. Bundesliga | zweitklassig |
| 2001-2003 | 1. Bundesliga | erstklassig |
| 2003-2004 | 2. Bundesliga | zweitklassig |
| 2004-heute | 1. Bundesliga | erstklassig |
| Höchster Heimsieg | Höchste Heimniederlage | Höchster Auswärtssieg | Höchste Auswärtsniederlage |
|---|---|---|---|
| 7:2 gegen Tasmania Berlin (1965/66)7:2 gegen Blau-Weiß 90 Berlin (1986/87) | 0:6 gegen VfB Stuttgart 1983/1984 (27. April 1984) | 4:0 bei Werder Bremen (1967/68) 4:0 beim FC Homburg (1987/88) | 0:7 gegen VfB Stuttgart 1983/1984 (5. November 1983) |
1961/1962:
Vorrunde: 1. FCN – Drumcondra Dublin, Irland 5:0 (23. November 1961, H) / 4:1 (13. September 1961, A)
Erste Runde: 1. FCN – Fenerbahçe Istanbul, Türkei 2:1 (18. Oktober 1961, A) / 1:0 (3. Dezember 1961, H)
Viertelfinale: 1. FCN – Benfica Lissabon, Portugal 3:1 (1. Februar 1962, H) / 0:6 (22. Februar 1962, A)
1968/69:
Erste Runde: 1. FCN – Ajax Amsterdam, Niederlande 1:1 (18. September 1968, H) / 0:4 (2. Oktober 1968, A)
1962/1963:
Achtelfinale: 1. FCN – AS Saint-Étienne, Frankreich 0:0 (18. Oktober 1962, A) / 3:0 (14. November 1962, H)
Viertelfinale: 1. FCN – Odense BK, Dänemark 1:0 (21. März 1963, A) / 6:0 (24. März 1963, H)
Halbfinale: 1. FCN – Atlético Madrid, Spanien 2:1 (10. April 1963, H) / 0:2 (24. April 1963, A)
1988/89:
Erste Runde: 1. FCN – AS Rom, Italien 2:1 (7. September 1988, A) / 1:3 n.V. (11. Oktober 1988, H)
| Name | Spiele für FCN | Länderspiele | Meisterschaften |
| Gustav Bark | 438 | / | 1920, 1921, 1924 |
| Gerhard Bergner | 416 | / | 1948 |
| Richard Oehm | 417 | 3 | 1936 |
| Willi Billmann | 623 | 11 | 1936 |
| Karl Gußner | 411 | / | 1936 |
| Andreas Munkert | 297 | 8 | 1936 |
| Helmut Herbolsheimer | 552 | / | 1948 |
| Luggi Müller | 226 | 5 | 1968 |
| Schorsch Hochgesang | 259 | 6 | 1924, 1925, 1927 |
| Max Morlock | 900 | 26 | 1948, 1961 |
| Dr. Hans Kalb | 681 | 15 | 1920, 1921, 1924, 1925, 1927 |
| Horst Leupold | 402 | / | 1968 |
| Georg Köhl | 490 | 1 | 1936 |
| Willi Kund | 408 | 2 | / |
| Toni Kugler | 668 | 7 | 1920, 1921, 1924, 1925 |
| Heiner Träg | 455 | 6 | 1920, 1921, 1924, 1925, 1927 |
| Kurt Ucko | 509 | / | 1961 |
| Hans Uebelein (I) | 487 | / | 1936, 1948 |
| Hans Sutor | 204 | 12 | 1921, 1924, 1925 |
| Schorsch Volkert | 232 | 6 | 1968 |
| Roland Wabra | 523 | / | 1961, 1968 |
| Nandl Wenauer | 706 | 4 | 1961, 1968 |
| Heiner Stuhlfauth | 606 | 21 | 1920, 1921, 1924, 1925, 1927 |
| Ludwig Wieder | 437 | 6 | 1924, 1925, 1927 |
| Conny Winterstein | 409 | / | 1948 |
| Wolfgang Strobel | 421 | 4 | 1920, 1921, 1924, 1925 |
| Carl Riegel | 370 | 7 | 1920, 1921, 1924, 1925 |
| Heinz Strehl | 534 | 4 | 1961, 1968 |
| Steff Reisch | 277 | 9 | 1961 |
| Seppl Schmitt | 605 | 2 | 1927, 1936 |
| Baptist Reinmann | 281 | 4 | 1927 |
| Bumbes Schmidt | 297 | 16 | 1924, 1925, 1927 |
| Luitpold Popp | 870 | 5 | 1920, 1921, 1925, 1927 |
| Edi Schaffer | 413 | / | 1948 |
| Fritz Popp | 424 | / | 1968 |
Die Fans des FCN, die auch Cluberer (Clubberer) oder Glubberer genannt werden, sind bei den Heimspielen in der Nordkurve des easyCredit-Stadions beheimatet. Der „harte Kern“ der Anhänger versammelt sich in den Blöcken 7, 8 und 9 und seit der Saison 2005/06 vor allem auch in den Blöcken 8 und 10.
Seit Ende der 1990er Jahre gibt es zehn Fanbezirke. Die Bezirke 1 bis 6 betreuen ausschließlich Fanclubs, dazu gesellen sich die Rollstuhlfahrer, das Fanprojekt Nürnberg, das Internet/Weltweit (das Fanclubs aus nah und fern betreut) und dem Supporters-Club. Vorübergehend waren diese Bezirke unter einem Fanverband organisiert. Aufgrund entgegengesetzter Auffassungen haben sich daraus verschiedene Gruppen gebildet. Zum einen die schon zuvor unabhängigen „Ultras“, zum anderen der „Fanverband e.V“ mit immerhin noch über 11000 Mitgliedern (197 Fanclubs aus 3 Bezirken und einigen Fanclubs aus den anderen Bezirken) der aus den Resten des ehemaligen "Fanverbands" entstand, dem „Supporters-Club“ (ca. 900 (FCN-Vereins-)-Mitgliedern) und den "Neutralen" (die Bezirke 1, 5 und 6 sowie noch einigen vielen Fanclubs, die im Augenblick eher mit dem Supportersclub kooperieren). Ebenfalls kooperieren die Rollstuhlfahrer, das Fanprojekt Nürnberg, das Internet/Weltweit (das Fanclubs aus nah und fern betreut) mit dem Supportersclub und nehmen Abstand zum "Fanverband". Das Problem zwischen den Gruppen ist der Kommerz - während der Fanverband sich sponsoren lässt und das Geld in undefinierbare Senken fließt, heben sich die anderen Bezirke / besonders die Ultras und der Supportersclub von Sponsoring ab. Die Fans des FCN unterhalten seit Anfang der 1980er Jahre eine innige Freundschaft zu den Anhängern des FC Schalke 04. So kann man bei fast jedem Spiel des FCN im Ruhrgebiet Schalker im Block der Nürnberger antreffen. Umgekehrt wird der FC Schalke 04 von den Glubberern im Süden, zum Beispiel in München oder Stuttgart, unterstützt. Darüber hinaus pflegen die Ultras Nürnberg eine enge Freundschaft zu den Ultras des SK Rapid Wien, sowie der Fanszene des IFK Göteborg und Marseille.
Die Fans des FCN sind mit den Anhängern des TSV 1860 München, des FC Bayern München und der SpVgg Greuther Fürth verfeindet. Allerdings ist die Rivalität mit den Anhängern der Münchner Löwen in den letzten Jahren etwas abgeflacht. Somit ist der Vergleich zwischen dem Club und den Bayern der Höhepunkt einer jeden Saison.
mister+lady jeans (Hauptsponsor), Adidas (Ausrüster), Coca-Cola, REHAU AG&Co, ARO, Tucher, ODDSET, Gerstacker, Mercedes-Benz, N-ERGIE, Nürnberger Versicherungsgruppe, Nestlé Schöller, Schröter-Transporte-Umzüge
1. FC Nürnberg | 1. FC Nürnberg | 1.FC Nuremberg | 1.FCニュルンベルク | 1. FC Nürnberg | 1. FC Nürnberg | 1. FC Nürnberg | 1. FC Nürnberg | 1. FC Nürnberg | 纽伦堡足球俱乐部
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