Der 1. FC 01 Bamberg ist ein Sportverein aus der oberfränkischen Stadt Bamberg. Neben der Fußballabteilung gibt es unter anderem eine Karate- und Basketballabteilung.
Am 3. März 1901 wurde in der Gaststätte "Goldene Schwane" der 1. Fußball-Club Bamberg gegründet. Zum 1. April 2006 fusioniert der Verein nach positiven Beschlüssen der Mitgliederversammlungen mit dem TSV Eintracht Bamberg zum 1. FC Eintracht Bamberg.Adrian Grodel: Fusion. Der 1. FC und der TSV Eintracht schließen sich zu einem der größten Clubs in Oberfranken mit mehr als 1500 Mitgliedern zusammen. Der neue Verein soll zur Anlaufstelle für den Nachwuchs aus ganz Nordbayern werden.,in: Fränkischer Tag Online vom 10.03.2006
Der 1. FC Bamberg gehörte gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg, dem FC Franken Nürnberg sowie dem FV Würzburg 04 auch der ersten offiziellen Punktspielrunde in Franken an. Der "Gau Nordbayern" nahm organisiert durch den Süddeutschen Fußball-Verband (SFV) am 1. Oktober 1905 den Spielbetrieb auf. Doch erst 1910 kam in das ständig wechselnde Ligensystem mit der Ostkreis-Liga, die in etwa Bayern umfasste, Ordnung in das Spielsystem des SFV. Die Bamberger gehörten zu den Gründungsmitgliedern und beendeten die erste Saison mit einem neunten Platz. Am Ende der Saison 1911/12 waren sie erneut Neunter, die Liga sollte jedoch auf acht Vereine reduziert werden. In den Relegationsspielen zog man gegen die Kickers Würzburg den kürzeren und spielte fortan in unterklassigen Ligen.
Erst 1942 gelang die Rückkehr in die höchste Liga, die damals neugebildete Gauliga Nordbayern. Verstärkt durch zahlreiche beim Bamberger Panzerregiment stationierte Fußballspieler aus anderen Städten gelang 1942/43 ein sechster Platz und 1943/44 konnte die Mannschaft sogar lange mit dem 1. FC Nürnberg um die Meisterschaft kämpfen. Während das Hinspiel in Bamberg noch mit 3:1 gewonnen wurde, unterlag man drei Spieltage vor Schluss im entscheidenden Spiel in Nürnberg mit 1:12. Die Bamberger Panzersoldaten waren zu diesem Zeitpunkt fast alle im Kriegseinsatz. Die folgende Saison fiel dann bereits aus.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde als höchste Spielklasse die Oberliga Süddeutschland gegründet, in die die Bamberger zunächst keine Aufnahme fanden. In die zweitklassige Landesliga Bayern eingestuft stieg man jedoch sofort als Meister auf und konnte 1946/47 in der höchsten Klasse nicht nur gegen die alten fränkischen Rivalen aus Nürnberg und Fürth antreten, sondern sich auch mit Vereinen wie Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Bayern München messen. Am Ende fehlten als 18. (von 20) mit 28-48 Punkten nur 4 Punkte zum Klassenerhalt.www.fussballdaten.de
Die Fußballherren waren für die nächsten Jahre noch zweitklassig. Den prompten Wiederaufstieg in die Oberliga verpasste man, in den Qualifikationsspielen scheiterten die Bamberger am BC Augsburg. Mit der Meisterschaft in der Amateurliga Bayern gelang 1949/50 nochmals der Sprung in die Aufstiegsrunde zur Oberliga, als 6. mit nur einem Sieg bei fünf Niederlagen war man jedoch chancenlos.1. FC Bamberg in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 34f. ISBN 3-89784-9 1956 erfolgte dann sogar der Abstieg aus dem Oberliga-Unterbau, der 2. Liga-Süd, in die die Bamberger noch einmal für die Spielzeiten 1958/59 und 1959/60 zurückkehrten. Mit dem Abstieg 1960 war jedoch auch die Zweitklassigkeit für die Bamberger Fußballer beendet.
Doch auch die Drittklassigkeit der Amateurliga Nordbayern bzw. ab Einführung der Fußball-Bundesliga der Amateurliga Bayern konnten die Bamberger nur bis 1968 halten. Danach folgten über zehn Jahre Viertklassigkeit in der bayerischen Landesliga Nord, unterbrochen nur durch die kurzzeitige Rückkehr in die Amateurliga zur Saison 1975/76. 1981 gelang erneut die Rückkehr in die dritte Liga. In der Amateuroberliga Bayern hofften die Bamberger, an ruhmreichere Zeiten anknüpfen zu können. Äußeres Zeichen war die Errichtung des neuen Klubhauses, das jedoch auch zur Verschuldung des Vereins beiträgt. Die erste Saison beendete man noch als Siebter, die folgenden Abschlussplatzierungen 11 und 12 tragen jedoch nicht zur Zufriedenheit bei. Als dann in der Saison 1985/86 eine Agentur, über die sich der 1. FC Bamberg viele Spieler ausgeliehen hatte, in finanzielle Schwierigkeiten geriet, verließen viele dieser Spieler den Verein. Die halbe Jugendmannschaft, darunter Harald Spörl, sprang ein, konnte jedoch den Abstieg nicht verhindern.
Danach begann der freie Fall des 1. FC Bambergs. Nach dem Oberligaabstieg folgte prompt der Abstieg aus der Landesliga. Für die Jahre 1987 bis 1992 verzeichnen die Vereinsannalen fünftklassigen Fußball in der Bezirksoberliga, in der man nach zwei Jahren Landesliga 1992 bis 1994 auch noch einmal von 1994 bis 1997 spielte. Seit 1997 spielt der FC wieder in der Landesliga Nord in Bayern. In der Saison 2005/06 feiern die Bamberger mit einem zweiten Platz hinter dem weit überlegenen Spitzenreiter SpVgg Bayern Hof ihren größten Erfolg seit 20 Jahren. Durch einen Sieg im entscheidenden Relegationsspiel gegen TuS Regensburg wurde die Saison am 13. Juni 2006 mit dem Aufstieg in die Bayernliga gekrönt.
| 1910 bis 1963 |
| Zeitraum | Liganame | Spielklasse |
|---|---|---|
| 1910-1912 | Ostkreis-Liga | erstklassig |
| 1912-1942 | ??? | ??? |
| 1942-1944 | Gauliga Nordbayern | erstklassig |
| 1944-1945 | Gauliga Bayreuth-Nord | erstklassig (kein Spielbetrieb) |
| 1945/46 | Landesliga Bayern | zweitklassig |
| 1946/47 | Oberliga Süd | erstklassig |
| 1947/48 | Amateurliga Nordbayern | zweitklassig |
| 1948-50 | Amateurliga Bayern | zweitklassig |
| 1950-1956 | 2.Liga Süd | zweitklassig |
| 1956-1958 | Amateurliga Bayern | drittklassig |
| 1958-1960 | 2.Liga Süd | zweitklassig |
| 1960-1963 | Amateurliga Nordbayern | drittklassig |
| Zeitraum | Liganame | Spielklasse |
|---|---|---|
| 1963-1968 | Amateurliga Bayern | drittklassig |
| 1968-1975 | Landesliga Nord | viertklassig |
| 1975/76 | Amateurliga Bayern | drittklassig |
| 1976-1981 | Landesliga Nord | viertklassig |
| 1981-1986 | Amateur-Oberliga Bayern | drittklassig |
| 1986/87 | Landesliga Nord | viertklassig |
| 1987-1988 | Bezirksliga | fünftklassig |
| 1988-1992 | Bezirksoberliga Oberfranken | fünftklassig |
| 1992-1994 | Landesliga Nord | viertklassig |
| 1994-1997 | Bezirksoberliga Oberfranken | fünftklassig ab 1995°: sechstklassig |
| 1997-2006 | Landesliga Nord | fünftklassig |
Größte Erfolge waren das Erreichen des Halbfinales in der Saison 1972/73. In der Saison 1976/77 verließ der Spitzenspieler Jim Wade den Verein. Zwei Jahre später folgte der Abstieg in die zweite Liga.
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