’s-Hertogenbosch (auch Den Bosch, deutsch Herzogenbusch, französisch Bois-le-Duc) ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Nordbrabant. Die Gemeinde ’s-Hertogenbosch umfasst die Stadt ’s-Hertogenbosch und die Dörfer und Ortschaften Bokhoven, Empel, Engelen, Hintham, Kruisstraat, Meerwijk, Orthen, Rosmalen. Im Januar 2005 lebten 134.005 Einwohner in der Stadt.
Die Wirtschaftsstruktur von ’s-Hertogenbosch weist viele mittlere und kleine Industrie- und Handelsunternehmen verschiedenster Art auf; der Dienstleistungssektor ist jedoch dominierend. Die Stadt ist ferner Sitz eines Gerichtes, der Provinzialverwaltung, verschiedener Krankenhäuser und psychiatrische Anstalten, sowie vieler überregional bedeutender Schulen. Die Stadt ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs.
Der Stadtteil Empel liegt an einer Stelle, an der bereits die Bataver eine Siedlung und einen Tempel für ihren Gott Hercules Magusanus hatten. Die Stadt hat ihr Stadtrecht im Jahre 1185 von Herzog Heinrich I. von Brabant verliehen bekommen. Sie liegt auf einem kleinen Sandrücken, von sumpfigem Terrain umgeben. Darum war sie im Mittelalter strategisch wichtig. Die Festung Herzogenbusch galt als nahezu uneinnehmbar. Die Kaufleute der Stadt importierten Wein aus Köln, Sandstein aus Lüttich und Fisch aus den Ostseeländern. Zwischen 1450 und 1525 hatte die Stadt eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte, die im 16. Jahrhundert mit dem Achtzigjährigen Krieg beendet wurde. Die Stadt wurde von den protestantischen Niederländern 1629 durch Friedrich Heinrich erobert. Im Jahre 1815 wurde die Stadt zur Provinzhauptstadt.
Siehe auch: KZ Herzogenbusch
Im Jahr 2007 wird, anschließend an das Noordbrabants Museum, ein neues Museum für moderne Kunst eröffnet.
’s-Hertogenbosch ist seit dem 7. Juni 1968 eine Partnerstadt von Trier. Im Jahr 2000 wurde die „Gesellschaft Herzogenbusch-Trier“ gegründet. Auch mit Löwen in Belgien und mit Focşani in Rumänien gibt es Städtepartnerschaften.
Ort in den Niederlanden | Wallfahrtsort
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