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’s-Hertogenbosch (auch Den Bosch, deutsch Herzogenbusch, französisch Bois-le-Duc) ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Nordbrabant. Die Gemeinde ’s-Hertogenbosch umfasst die Stadt ’s-Hertogenbosch und die Dörfer und Ortschaften Bokhoven, Empel, Engelen, Hintham, Kruisstraat, Meerwijk, Orthen, Rosmalen. Im Januar 2005 lebten 134.005 Einwohner in der Stadt.

Lage und Wirtschaft


’s-Hertogenbosch liegt im Süden der Niederlande, etwa 80 km südöstlich von Amsterdam. Die Gesamtfläche beträgt 91,26 km². ’s-Hertogenbosch liegt etwa 6 bis 7 m über NN in einem Sumpfgebiet an der Dieze, einem Nebenfluss der Maas und am Zuid-Willemsvaart-Kanal. Die Stadt ist ein Eisenbahnknotenpunkt der Nederlandse Spoorwegen mit Schnellzugverbindungen nach u. a. UtrechtAmsterdam, EindhovenMaastricht, TilburgBreda und NimwegenArnheim.

Die Wirtschaftsstruktur von ’s-Hertogenbosch weist viele mittlere und kleine Industrie- und Handelsunternehmen verschiedenster Art auf; der Dienstleistungssektor ist jedoch dominierend. Die Stadt ist ferner Sitz eines Gerichtes, der Provinzialverwaltung, verschiedener Krankenhäuser und psychiatrische Anstalten, sowie vieler überregional bedeutender Schulen. Die Stadt ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs.

Geschichte


Der Stadtteil Empel liegt an einer Stelle, an der bereits die Bataver eine Siedlung und einen Tempel für ihren Gott Hercules Magusanus hatten. Die Stadt hat ihr Stadtrecht im Jahre 1185 von Herzog Heinrich I. von Brabant verliehen bekommen. Sie liegt auf einem kleinen Sandrücken, von sumpfigem Terrain umgeben. Darum war sie im Mittelalter strategisch wichtig. Die Festung Herzogenbusch galt als nahezu uneinnehmbar. Die Kaufleute der Stadt importierten Wein aus Köln, Sandstein aus Lüttich und Fisch aus den Ostseeländern. Zwischen 1450 und 1525 hatte die Stadt eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte, die im 16. Jahrhundert mit dem Achtzigjährigen Krieg beendet wurde. Die Stadt wurde von den protestantischen Niederländern 1629 durch Friedrich Heinrich erobert. Im Jahre 1815 wurde die Stadt zur Provinzhauptstadt.

Siehe auch: KZ Herzogenbusch

Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • St.-Johannes-Kathedrale, ursprünglich romanisch, zwischen 1280 und 1312 wie auch im 15. und im 16. Jahrhundert umgebaut. Diese Kathedrale, die auch ein Wallfahrtsort ist, gilt als das kulturell wichtigste Kirchengebäude der Niederlande.
  • Noordbrabants Museum (Museum der Provinz Nordbrabant) – Altarbilder, Geschichte der Provinz, Kopien von Bildern des Hieronymus Bosch, einige Werke von Vincent van Gogh, Wechselausstellungen alter und moderner Kunst. Dieses Museum ist von überregionaler Bedeutung.
  • De Moriaan, das älteste Haus der Stadt aus dem 13. Jahrhundert
  • Het Kruithuis, Museum für moderne Keramik und Zierate
  • Rathaus, ursprünglich gotisch, im 17. Jahrhundert umgebaut
  • Stadtwälle
  • Unterirdischer Wasserlauf Binnen-Dieze (Rundfahrten möglich)
  • Stadttheater De Parade
  • In Den Bosch steht ein Stadion, wo der FC Den Bosch spielt.
  • Karneval wird groß gefeiert: die Stadt heißt dann „Oeteldonk”. Der für die Einwohner der Stadt äußerst wichtige Karneval ist über 120 Jahre alt, aber von der deutschen Tradition stark abweichend.
  • Oeteldonksgemintemuzejum, das einzige Museum der Niederlande über (inter)nationalen Karneval
  • Autotron, ein Automuseum in Rosmalen
  • Tennis; jedes Jahr findet im Juni ein Rasenturnier (Ordina Open) in ’s-Hertogenbosch statt.

Im Jahr 2007 wird, anschließend an das Noordbrabants Museum, ein neues Museum für moderne Kunst eröffnet.

Persönlichkeiten


Städtepartnerschaften


’s-Hertogenbosch ist seit dem 7. Juni 1968 eine Partnerstadt von Trier. Im Jahr 2000 wurde die „Gesellschaft Herzogenbusch-Trier“ gegründet. Auch mit Löwen in Belgien und mit Focşani in Rumänien gibt es Städtepartnerschaften.

Literatur


  • Gerard M. L. Harmans u. a.: Niederlande. Dorling Kindersley, München 2004, ISBN 3-928044-55-9 (S. 356–360)

Weblinks


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