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Die Übung ist der Vorgang, mit dem man durch stetige Wiederholung etwas erlernen kann. Durch Üben kann das Erlernte auch weiter perfektioniert oder vor dem Verlernen bewahrt werden.

Oft ausgeführte Übungen sind der Schlüssel, um eine außergewöhnliche Fertigkeit oder sogar Meisterschaft zu erlangen.

Durch Üben werden Gedächtnisinhalte gefestigt, zum Beispiel gespeichertes Wissen als auch motorische Abläufe . Es gibt die sportlichen Übungen (Training), Instrumentalübungen (Etüden) oder geistliche Übungen (Exerzitien). Im militärischen Bereich wird durch Drill schnelles, unterbewußt gesteuertes Handeln einstudiert.

Funktionsweise


Man nimmt an, die Fähigkeit des Gehirns, durch Wiederholung sich etwas zu merken, hat mit der Arbeitsweise der Nervenzellen und ihrer Schaltstellen, den Synapsen zu tun. Das Gehirn benötigt zur Wiedergabe einer einstudierten Bewegung oder eines Textes und anderer Lerninhalte eine den Lerninhalt repräsentierende Verschaltung. Durch die mehrmalige Benutzung des gleichen Schaltmusters bildet sich dieses erst aus. Die erfolgreichste Vorgehensweise zur Herstellung der richtigen Verschaltung ist das wiederholte, möglichst gleichförmige fehlerfreie Ausführen des geplanten Vorgangs: die Übung.

Im Kindesalter ist die Lernfähigkeit noch außergewöhnlich groß und nimmt mit dem Alter ab. Auch bei Tieren gibt es Beispiele für Lernen durch Üben.

Die Intelligenz selbst, die Fähigkeit zu Verstehen und Lerninhalte miteinander in Beziehung zu setzen, kann durch Übung nicht gesteigert werden.

Beispiele


Erstklässler lernen Lesen und Schreiben durch wiederholtes Üben der Buchstaben.

Artisten, wie Trapezkünstler oder Zauberkünstler, müssen den Ablauf ihrer präzisen Bewegungen solange üben, bis sie ihrer Sache sicher sind.

Schauspieler üben ihren Text durch wiederholtes lautes Sprechen.

Instrumentalisten wie Klavierspieler üben ein Musikstück durch viele Stunden Spielen (=Üben) jeden Tag.

Regelmäßige durchgeführte Rettungseinsatzübungen, Katastrophenübungen oder Militärübungen geben den Ausführenden die Sicherheit im Ernstfall richtig zu handeln. Übungen, bei denen alle denkbaren Einsatzkräfte beteiligt sind, und bei denen große Schadensausmaße angenommen werden, werden als Vollübung bezeichnet.

Redewendungen


  • "Klavier üben", da Klavier ohne Übung nicht zu lernen ist.
  • "Übung macht den Meister", da Übung dafür Voraussetzung ist.
  • "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen", da man üben muss, um etwas gut zu beherrschen.
  • "Früh übt sich, was ein Meister werden will", da man als junger Mensch leichter lernt.
  • "Sich in Geduld üben", da Geduld offenbar schwer zu erlernen ist.

Tätigkeit

 

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