Überseechinesen (华侨/華僑 Huáqiáo) sind Chinesen mit Wohnsitz außerhalb der Volksrepublik China (inklusive Hongkong und Macau) und Taiwans. Schätzungen sprechen heute von etwa 35 Millionen Überseechinesen. Diese leben vor allem in Südostasien, wobei sie in Singapur die Mehrheit und in Indonesien, den Philippinen, Thailand, Vietnam and Malaysia bedeutsame Minderheiten stellen. Ihre Vorfahren, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert in diese Ländern eingewandert sind, stammten meistens aus dem Gebiet des Perlflussdeltas und den Küstenprovinzen Guangdong und Fujian. Eine weitere Gruppe von Auswanderern kommt aus Taiwan und Hainan. In letzter Zeit wandern diese vermehrt in die westlichen Ländern USA, Kanada und Australien aus.
| Gebiet | % | Anzahl | -- | Asien | 80 | 17.070.000 | -- | Amerika | 11.63 | 5.020.000 | -- | Europa | 2.3 | 945.000 | -- | Ozeanien | 1.28 | 564.000 | -- | Afrika | 0.3 | 126.000 | -- | Total | 100 | 33.720.000 |
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Der Landstrich um den Perlfluss ist seit mehr als zwei Jahrtausenden stark vom maritimen Austausch geprägt. Überseehandel, Schmuggel, Piraterie und Emigration haben hier eine lange Geschichte. 1996 wurde das Barvermögen der Überseechinesen auf zwei Billionen US-Dollar geschätzt, mehr als das Geld der 1,3 Milliarden Menschen in der Volksrepublik China. Der Anteil der Überseechinesen an den Investitionen auf dem chinesischen Festland liegt bei 80 Prozent (zum Vergleich: Deutschland 0,25 Prozent).
Der chinesische Begriff Überseechinese oder Auslandschinesen (华侨 huaqiao) steht für chinesische Staatsangehörige, die als Fremde vorübergehend oder auch dauerhaft (seit Generationen z.B. in Indonesien) im Ausland leben.
Für ethnische Chinesen, die ausländische Staatsbürger sind, werden die Begriffe haiwai huaren (海外华人 = Überseechinesen) oder huayi (华裔 = Nachkommen von Chinesen) verwendet.
In chinesischen Gemeinschaften in Übersee entstehen häufig kulturelle Konflikte mit den nachfolgenden Generationen. So werden chinesischstämmige Kinder, die aber in westlichen Kulturen aufwachsen, abfällig "Bananen" genannt; das ist ein Wortspiel für "außen gelb, innen weiß". Die rund 60 Mio. Auslandschinesen (hier Macau, Hongkong und Taiwan mitgezählt) sind in den meisten asiatischen Staaten eine neue Wirtschaftsgroßmacht. Ihre Wirtschaftskraft wird nur von den USA und von Japan übertroffen. Ihre Investitionen liegen höher als die japanischen Auslandsinvestitionen, in der Volksrepublik China selbst stellen sie etwa 80% der Investoren.
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