| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Ueberlingen 2.png | Karte_ueberlingen_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Region: | Bodensee-Oberschwaben |
| Landkreis: | Bodenseekreis |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | ca. 400 m ü. NN |
| Fläche: | 58,67 km² |
| Einwohner: | 21.465 (30. Sept 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 365 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 8,7 % |
| Postleitzahlen: | 88641-88662 (alte PLZ: 7770) |
| Vorwahl: | 07551 |
| Kfz-Kennzeichen: | FN |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 35 059 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | Kernstadt und 7 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Münsterstraße 15-17 88662 Überlingen |
| Website: | www.ueberlingen.de |
| E-Mail-Adresse: | rathaus@ueberlingen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Volkmar Weber (parteilos) |
| Ueberlingen1900.jpg | |
Sipplingen, Bodman-Ludwigshafen, Stockach, Owingen, Frickingen, Salem und Uhldingen-Mühlhofen.
Zu fast allen Stadtteilen und zur Kernstadt gehören noch viele räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Teilweise handelt es sich auch um ehemals selbständige Gemeinden oder Gemeindeteile, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingemeindet oder mit anderen Gemeinden zusammengeschlossen wurden. Im Einzelnen sind zu nennen:
Im dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1632 und 1634 erfolglos von schwedischen Soldaten belagert, aber 1643 schließlich doch eingenommen.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss verlor Überlingen 1803 die Reichsunmittelbarkeit und wurde Teil des Kurfürstentums bzw. späteren Großherzogtums Baden. Überlingen wurde Sitz eines Amts bzw. Bezirksamtes, aus dem 1939 der Landkreis Überlingen hervorging. 1895 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde von Häftlingen des KZ Dachau nahe von Überlingen eine Außenstelle des Konzentrationslagers (KZ Aufkirch) errichtet. Die Häftlinge arbeiteten in Überlingen von Oktober 1944 bis April 1945 an ausgedehnten unterirdischen Anlagen. So auch am Goldbacher Stollen, in dem Friedrichshafener Rüstungsbetriebe vor Bombardierung geschützt sein sollten. Von den mindestens 168 Häftlingen, die die Bauzeit nicht überlebten, liegen 97 auf einem Friedhof in der Nähe der Wallfahrtskirche Birnau begraben.
1972 führte die Stadt Überlingen als erste Stadt der Bundesrepublik eine Zweitwohnungssteuer ein ("Überlinger Modell").
Bis zur Kreisreform zum 1. Januar 1973 war Überlingen Kreisstadt des Landkreises Überlingen, der dann im Bodenseekreis aufging. 1990 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1993 beschloss.
In die internationalen Schlagzeilen geriet die Stadt im Jahr 2002 durch einen Unglücksfall: Am 1. Juli 2002 stieß im Luftraum über der Stadt eine Passagiermaschine der Bashkirian Airlines mit einem Frachtflugzeug der DHL zusammen. 71 Menschen starben bei dem Unglück, darunter viele Kinder, die nach Spanien reisen sollten. Die Trümmer gingen weitgehend im weniger dicht besiedelten Umland der Stadt nieder; am Boden gab es keine Verletzten.; siehe DHL Flug 611.
2003 wurde die direkt am See gelegene Bodensee-Therme eröffnet.
2005 erreichte die Stadt eine Goldmedaille beim Wettbewerb Unsere Stadt blüht auf.
Andelshofen wurde 1239 als Andelsowe erstmals erwähnt. Der Ort war Besitz der Johanniter. 1552 und 1634 brannte der Ort nieder und wurde danach jeweils wieder aufgebaut. Die Obrigkeit lag bei Überlingen. 1805 kam der Ort an Baden und bildete zunächst eine eigene Gemeinde innerhalb des Bezirksamts Überlingen. 1927 wurde die Gemeinde aufgelöst. Andelshofen kam zu Überlingen. Der zugehörige Ort Hagenweiler kam zur Gemeinde Lippertsweiler, Schönbuch zur Gemeinde Bambergen.
Aufkirch wurde 1242 als Ufkilche erstmals erwähnt. Der Ort war Standort der ursprünglichen Pfarrkirche von Überlingen, St. Michael. Die Kirche mit dem zugehörigen Ort wurde 1311 dem Kloster Engelberg und 1343 dem Deutschen Orden auf der Insel Mainau übertragen. Dieser trat die Kollatur 1557 an Überlingen ab. Danach sank die Kirche zur Filiale herab und der zugehörige Ort blieb nur ein kleiner zu Überlingen gehöriger Weiler.
Bambergen wurde 1268 erstmals erwähnt. Der Ort war wohl im 13./14. Jahrhundert Sitz derer von Regentsweiler, deren Besitz 1352 an das Spital in Überlingen kam. Die Stadt Überlingen übte die Niedergerichtsbarkeit und auch die Landeshoheit über Bambergen und einige kleinere Weiler, darunter auch Reuthemühle, aus. Dazu war der Ort Sitz eines Amtes, zu dem auch umliegende spitalische Ort gehörten. 1803 kam der Ort an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.
Bonndorf wurde 800 als Pondorf erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert tauchen Edelfreie von Bonndorf auf, deren Nachfolger die Herren von Hohenfels wurden. 1423 und 1479 wurde der Ort an das Spital Überlingen verkauft. Somit gelangte die Herrschaft an die Stadt Überlingen. 1803 kam der Ort an Baden und wurde eine Gemeinde im Bezirksamt Überlingen.
Ernatsreute wurde 1213 erwähnt, als ein Conradus de Eradesriuti auftaucht. 1408 kam der Ort an das Spital Überlingen und war Teil des Amtes Bambergen. Die Ortsherrschaft lag somit bei Überlingen, doch hatte auch das Deutschordenshaus Mainau einen Lehnshof. 1803 kam der Ort an Baden und war zunächst Teil der Gemeinde Bambergen. 1924 wurde er der Gemeinde Lippertsreute zugeordnet.
Deisendorf wurde 972 als Tyzindorf erstmals erwähnt. Im 13. Jahrhundert bestand ein Ortsadel. Ein Graf Mangold von Rohrdorf übertrug 1202 sein Gut an das Kloster Reichenau zu Lehen auf. Später kaufte das Kloster Salem und 1363 die Dombruderschaft Konstanz Güter am Ort. 1402 gelangte der Ort an das Spital Überlingen. 1803 kam Deisendorf an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.
Hagenweiler wurde 1285 als Hagenwiller erstmals erwähnt, als die Herren von Bodman ihren Besitz an die Johanniter verkauften. Der Ort gehörte dann zum Amt Andelshofen, die Steuerhoheit lag jedoch bei Überlingen. 1803 wurde Hagenweiler badisch und gehörte zunächst zur Gemeinde Andelshofen. Bei dessen Eingliederung nach Überlingen 1926 wurde Hagenweiler abgetrennt und der Gemeinde Lippertsreute zugeordnet.
Haldenhof (Hohenfels): Um 1148 taucht der Name Hohenfels auf. Sicher bezeugt ist eine kleine Herrscherfamilie von 1191 bis 1408. Deren Burg lag bei einer 1479 als Haldenhof bezeugten Ansiedlung. Damals war die Herrschaft Hohenfels bereits untergegangen. Die Herren von Hohenfels besaßen ursprünglich die Orte Sippingen, Mahlspüren und die heute zu Überlingen gehörigen Siedlungen Bonndorf und Nesselwangen. Durch Heirat konnte der Besitz auf Ittendorf vergrößert werden. 1408 wurde die Herrschaft aufgeteilt und der Großteil kam 1479 an das Spital Überlingen. Die Burg Hohenfels brannte 1633 und 1644 ab und ist nur noch als Ruine erhalten. Der Haldenhof ist heute nur noch ein Wohnplatz des Stadtteils Bonndorf.
Hödingen wurde 1242 als Hedingen erstmals erwähnt. 1297 verkaufte ein Swigger von Blankenstein den Kehlhof zu Hödingen an das Johanniterhaupt in Überlingen, später war der Ort im Besitz des Spitals Konstanz, welches die Ortsherrschaft innehatte. In neuerer Zeit hatte Überlingen die Oberhoheit über Hödingen. 1803 kam der Ort an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.
Lippertsreute wurde 1159 als Luiprehtisruti erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert war der Ort im Besitz von St. Stefan in Konstanz, dann von St. Johann in Konstanz. 1217 erwarb das Kloster Salem Güter der Herren von Bodman, die die Ortsherrschaft über Lippertsreute ausübten. 1290 kam der Ort an die Johanniter in Überlingen und 1337 an die Deutschordenskommende Mainau, bei deren Landkomturei Altshausen der Ort bis 1805 verblieb. Dann wurde der Ort badisch und dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet. 1924 erfolgte die Eingliederung von Ernatsreute (bisher Gemeinde Bambergen) und 1928 von Hagenweiler (bisher Gemeinde Andelshofen).
Nesselwangen wurde 1094 als Nezzelwanc erstmals erwähnt. Zunächst war der Ort im Besitz des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. Später war er Teil der Herrschaft Hohenfels, von wo er 1479 an das Spital Überlingen kam. 1803 fiel der Ort an Baden und wurde dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.
Nußdorf wurde 1134 als Nuzdorf erstmals erwähnt. Über verschiedene Adelige, darunter Pfalzgraf Rudolf von Tübingen kamen die Besitzungen des Ortes an das Kloster Salem. 1803 wurde der Ort badisch und dem Bezirksamt Überlingen zugeordnet.
Schönbuch wurde im 13. Jahrhundert als Schonbuch erstmals erwähnt. Um 1260 kam die Siedlung derer von Gundelfingen an die Johanniter in Überlingen, die den Besitz im 15. Jahrhundert noch vergrößerten. Der Johanniterkommende stand somit bis 1803 die Niedergerichtsbarkeit zu, die Landeshoheit lag bei Überlingen. 1803 kam der Ort an Baden und wurde Teil der Gemeinde Andelshofen. Bei deren Auflösung 1928 wurde Schönbuch der Gemeinde Bambergen zugeordnet.
Walpertsweiler wurde 1160 als Waltprechtesweiler erstmals erwähnt. Der Ort gehörte dem Kloster Salem. 1415 wurde der Ort an das Spital Überlingen verkauft und gehörte nach dem Übergang an Baden als Wohnplatz zur Gemeinde Bonndorf.
Überlingen gehörte anfangs zum Bistum Konstanz. Die Bevölkerung war der Pfarrei St. Michael (Aufkirch) zugeordnet. Eine Kirche wurde in Überlingen aber wohl schon im 10. Jahrhundert erbaut. Reste dieser Kirche wurden unter dem heutigen Münster St. Nikolaus gefunden. Das Münster wurde im 14. Jahrhundert als spätgotische Basilika erbaut. Die dem Hl. Nikolaus geweihte Kirche war bereits 1360 Pfarrkirche der Stadt. Von 1357 bis 1557 war sie dem Deutschen Orden inkorperiert. Nach dem Übergang an die Stadt wurde dort 1609 ein Kollegiatstift eingerichtet. Auch nach der Reformation blieb Überlingen katholisch. Neben der Stadtgemeinde gab es auch mehrere Klöster. Eine Franziskanerkirche wurde 1348 geweiht, 1519 umgebaut und 1752 barockisiert (heute Kirche Zur Unbefleckten Empfängnis). Das Kloster wurde 1803 aufgelöst. Die St. Jakobsbruderschaft erbaut sich eine Kirche, die 1462 geweiht wurde (heute Kirche St. Jodok). Ein Kapuzinerkloster bestand von 1619 bis 1806. Die 1686 erbaute Kirche wurde danach profaniert. Eine Johanniterkommende wurde 1257 gegründet und 1806 aufgehoben. Die zugehörige Kirche wurde 1818 abgerissen. Ein Franziskanerinnenkloster zu St. Gallen bestand von 1535 bis 1803. Die St. Gallenkapelle, die sich in der Fischerhäuservorstand befand, wurde 1849 profaniert. Von den zahlreichen Kapellen sind zu erwähnen: St. Lucia von 1462 (heute Reichlin-Meldegg-Haus), St. Leonhard in den Egerden von 1437, Heinrich-Suso-Kapelle im Altersheim St. Ulrich von 1881, St. Joseph im Krankenhaus Seeburg von 1938, St. Johann Vianney von 1954 und Hl. Geist 1960.
Nach der Pfarrkirche St. Nikolaus ("Münster") wurde 1977 eine zweite Pfarrei auf dem Burgberg errichtet. Dort war bereits 1973 die katholische Kirche Heinrich Suso erbaut worden.
Auch in den meisten Stadtteilen gibt es jeweils katholische Gemeinden und Kirchen oder zumindest Kapellen. In Andelshofen gibt es eine neugotische Kirche St. Verena von 1885. Die alte Pfarrkirche des Ortes war von 1462 bis 1803 der Johanniterkommende inkorperiert. In Bambergen gibt es eine Marienkapelle des 17. Jahrhundert. Bonndorf hat eine Pfarrkirche St. Pelagius und Verena mit gotischem Chor und frühgotischem Turm. In Deisendorf besteht eine Kapelle St. Andreas mit romanischen Elementen. Eine eigene Pfarrei war dort bis ins 14. Jahrhundert vorhanden. Heute gehört der Ort zu Seefelden. In Hödingen bestand eine Bartholomäuskirche, die im 30jährigen Krieg zerstört wurde. Danach wurde die Kirche wieder erbaut und als Marienwallfahrt eingerichtet. Lippertsreute hat eine 1881 erbaute Kirche Mariä Himmelfahrt, doch ist hier bereits im 13. Jahrhundert eine Kirche erwähnt. In Nesselwangen wurde bereits im 11. Jahrhundert eine Kirche erwähnt. Die heutige Kirche St. Peter und Paul wurde nach der Zerstörung im 30jährigen Krieg neu erbaut und 1861 vergrößert. Nußdorf hat eine spätgotische Kapelle des H. Kosmas und Damian. Die katholischen Kirchengemeinden kamen nach Auflösung des Bistums Konstanz zum neu gegründeten Erzbistum Freiburg. Hier wurden sie dem Dekanat Linzgau, dessen Sitz sich in Meersburg befindet, zugeordnet.
Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten nach Überlingen und es entstand eine kleine Filialgemeinde von Meersburg. 1861 wurde in Überlingen eine eigene Pfarrei errichtet, die erste evangelische Kirche wurde 1867 erbaut. Sie gehörte zunächst zum Dekanat Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden. Heute gibt es zwei evangelische Kirchengemeinden, die Auferstehungskirchengemeinde und die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde, zu denen auch die meisten Protestanten der Überlinger Stadtteile gehören. Beide Kirchengemeinden gehören heute zu dem 1969 neu gegründeten Kirchenbezirk Überlingen-Stockach, der seinen Sitz in Salem hat.
Daneben gibt es in Überlingen auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (Kreuzkirche) und eine Freie Christengemeinde. Im Stadtteil Bambergen gibt es eine Evangelische Täufergemeinde, die zum Bund Evangelischer Täufergemeinden gehört. Ferner ist auch die Christengemeinschaft in Überlingen vertreten.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1496 | 3.250 |
| 1676 | 2.338 |
| 1789 | 3.117 |
| 1802 | 2.645 |
| 1834 | 2.505 |
| 1861 | 3.280 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 3.372 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 3.999 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 4.286 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 4.550 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 5.207 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 5.613 |
| Jahr | Einwohnerzahlen | ||
|---|---|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 6.512 | ||
| 13. September 1950 ¹ | 8.348 | ||
| 6. Juni 1961 ¹ | 10.501 | ||
| 27. Mai 1970 ¹ | 12.794 | ||
| 31. Dezember 1975 | 17.735 | ||
| 31. Dezember 1980 | 18.734 | ||
| 27. Mai 1987 ¹ | 18.729 | |-31. Dezember 1990 | 20.102 |
| 31. Dezember 1995 | 20.494 | ||
| 31. Dezember 2000 | 20.791 | ||
| 30. September 2005 | 21.465 |
| CDU | 28,5 % | -2,5 | 8 Sitze | ±0 |
| LBU | 19,2 % | +5,4 | 5 Sitze | +1 |
| FWV | 14,6 % | -3,0 | 4 Sitze | ±0 |
| ÜfA | 14,6 % | -3,0 | 4 Sitze | -2 |
| SPD | 13,5 % | +0,2 | 3 Sitze | ±0 |
| FDP/DVP | 9,6 % | +2,9 | 2 Sitze | +1 |
Nach dem Übergang an Baden leitete ein Bürgermeister die Stadt, der seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1993 die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister trägt. Heute wird der Oberbürgermeister für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Der Oberbürgermeister hat einen 1. Beigeordneten als hauptamtlichen Stellvertreter, der die Amtsbezeichnung "Bürgermeister" trägt.
Der Reichadler wird schon im 13. Jahrhundert im Siegel geführt. Die heutige Form des Wappens mit dem habsburgischen Löwen als Brustschild verlieh Kaiser Karl V. im Jahr 1528. Das für ein Kommunalwappen äußerst ungebräuchliche Oberwappen wird 1528 bereits beschrieben und somit bis heute beibehalten.
Bis in das 19. Jahrhundert war Überlingen größter Getreidemarkt in Süddeutschland.
Überlingen ist ein anerkanntes Kneippheilbad, das einzige in Süddeutschland. Aufgrund der Lage am Bodensee hat die Stadt über 500.000 Übernachtungen im Jahr zu verzeichnen.
Die Lage an der Bodensee-Gürtelbahn (Radolfzell-Lindau (Bodensee)) sowie an der Bundesstraße B 31 (Freiburg im Breisgau - Lindau (Bodensee)) begünstigen die wirtschaftliche Entwicklung. Der nächste Anschluss an die Bundesautobahn ist in Stockach auf die A 98, die in westliche Richtung nach Singen (Hohentwiel) führt, wo es am Autobahnkreuz Heugau einen Anschluss auf die A 81 Stuttgart-Singen gibt. Im Osten des Bodensees gibt es bei Lindau (Bodensee) Anschluss an die A 96 in Richtung München.
In Überlingen war im späten 19./frühen 20. Jahrhundert die überregional tätige Orgelbauwerkstatt Wilhelm Schwarz & Sohn ansässig. Heute wird Orgelbau in Überlingen noch von dem 1875 gegründeten Unternehmen Mönch Orgelbau betrieben.
Der Bodenseekreis ist Träger der drei berufsbildende Schulen: Constantin-Vanotti-Schule (Kaufmännische Schule), Justus-von-Liebig-Schule (Haus- und Landwirtschaftliche Schule) und Jörg-Zürn-Gewerbeschule. Außerdem gibt es eine Waldorfschule in freier Trägerschaft.
Die Privatschulen Freie Heimschule Georgenhof, Freie Waldorfschule Überlingen, das Gymnasium Schloß Salem - Salem International College, die Heimsonderschule Brachenreuthe, die Janusz-Korczak-Schule Deisendorf und die Kaspar-Hauser-Schule für Erziehungshilfe runden das schulische Angebot in Überlingen ab.
Weiter sind verschiedene städtische, kirchliche (evangelisch und römisch-katholisch) und freie Kindergärten vorhanden.
Die Stadt hat auch die längste Uferpromenade am Bodensee sowie ein Thermalbad, die Bodensee-Therme. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Sternwarte Überlingen und der Mantelhafen.
Überlingen ist eine Hochburg der traditionellen schwäbisch-alemannischen Fasnet. Zusammen mit den Zünften aus Rottweil, Elzach und Oberndorf bildet die Narrenzunft Überlingen den Viererbund.
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