In der digitalen Signalverarbeitung spricht man von Überabtastung oder Oversampling (engl.), wenn ein Signal mit einer höheren Abtastrate bearbeitet wird als für die Darstellung der Signalbandbreite benötigt wird.
Eine Überabtastung eines Signals kann applikative Vorteile haben. Einige dieser Applikationen sind:
Überabtastung wird bei der Digital-Analog-Wandlung genutzt, um
Die Überabtastung geschieht durch ein Resampeln von der gegebenen Quellabtastfrequenz auf die gewünschte Zielabtastfrequenz, die meist frei wählbar ist und geeignet gewählt werden kann. Üblicherweise wird auf ein Vielfaches der Quellabtastfrequenz umgesampelt, wobei der Faktor meist eine Zweierpotenz ist.
Die Überabtastung beim Digital-Analog-Wandeln hat viele Gemeinsamkeiten mit dem beim Analog-Digital-Wandeln, es gibt aber signifikante Unterschiede.
Überabtastung wird bei der Analog-Digital-Wandlung genutzt, um
In der Praxis wird ein Signal, daß eine Nutzbandbreite von mit typischerweise hat, mit statt mit abgetastet. Das notwendige analoge Antialiasing-Filter hat dann statt einem Übergangsbereich von den grösseren Übergangsbereich von , was sich wesentlich einfacher realisieren läßt.
Die Überabtastung geschieht durch ein Resampeln von der meist frei wählbaren Quellabtastfrequenz auf die gewünschte Zielabtastfrequenz. Dies geschieht durch eine Tiefpassfilterung mit anschließender Dezimierung der Abtaststellen. x
In der Praxis werden beim Oversampling – wie beschrieben – ganzzahlige Frequenzverhältnisse, vorzugsweise Zweierpotenzen verwendet. Das reduziert den Rechenaufwand. Bei Oversampling höherer Ordnung wird häufig das notwendige Resampling mehrstufig durchgeführt.
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