Übach-Palenberg ist eine Stadt im
Kreis Heinsberg in
Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu den
Niederlanden.
Geografie
Gewässer
- Die Wurm fliesst in einem Tal zwischen den Orten Palenberg und Marienberg in Nord-Süd Richtung.
- Ein Bach mit Namen Übach entspringt bei dem gleichnamigen Ort und fliesst in einem Bogen nördlich um Palenberg zur Wurm.
Naturschutzgebiet
Im Westen des Stadtgebietes liegt ein Teil des Naturschutzgebietes Teverner
Heide.
Stadtgliederung
Die Stadt besteht überwiegend aus den Ortsteilen Übach, Palenberg,
Scherpenseel, Boscheln, Windhausen, Siepenbusch, Marienberg und Frelenberg sowie drei weiteren kleineren Ortschaften.
Einwohner
(jeweils zum 31. Dezember)
Geschichte
Üb-pal.jpg
Palenberg wurde schon
867 erstmalig urkundlich erwähnt. Um 1000 gehörte der Ort vermutlich zur Herrschaft
Geilenkirchen, diese gelangte im 12. Jahrhundert in den Besitz der Herren von
Heinsberg, das Heinsberger Land kam schließlich zum
Herzogtum Jülich. Palenberg lag im Jülicher Amt Geilenkirchen.
Die erste Erwähnung von Übach erfolgte 1172, eine Adlige, die den Namen Übach führte, war damals Ministerialin der Abtei Thorn an der Maas. Die Abtei übte später die Landesherrschaft über den Ort aus.
1794 wurde die Mairie (Bürgermeisterei) Übach gebildet.
Im Jahr 1827 hatte Palenberg 98 Einwohner und Übach 1.268 Einwohner.
Seit 1852 liegt Übach-Palenberg an der Eisenbahnlinie Aachen-Mönchengladbach.
Von 1917 bis 1962 wurde auf der Zeche Carolus Magnus Steinkohle abgebaut.
1935 entstand die Großgemeinde Übach-Palenberg aus den bis dahin selbständigen Bürgermeistereien Scherpenseel und Übach.
1967 erhielt die seit 1935 Übach-Palenberg genannte Verschmelzung der Orte Übach, Palenberg sowie einiger anderer Ortschaften die Stadtrechte.
Im Jahre 1993 erfolgte der Umbau der ehemaligen Verwaltung der Zeche Carolus Magnus zum Carolus-Magnus-Centrum für Umwelttechnologie (CMC).
Söhne der Stadt
Wilhelm Wolters (*
6. August 1921, Frelenberg; †
11. August 1999, Trier) deutscher Banker
Religionen
Die erste Kirche in
Palenberg war eine Holzpfostenkirche aus dem 8. Jahrhundert, im 11. Jahrhundert wurde eine kleine Steinkirche errichtet, von dieser ist der Kern heute noch erhalten. Sie ist damit eine der ältesten Kirchen im Kreis Heinsberg. Die St.
Petrus Kapelle wird auch
Karlskapelle genannt.
Die Kirche in Übach wurde 1172 erstmals erwähnt. Sie ist dem Hl. Dionysius geweiht. 1303 wurde sie dem Damenstift Thorn inkorporiert.
1911 ließen sich die Oblaten des hl. Franz von Sales in Marienberg nieder.
Sonst existieren auch eine evangelische Gemeinde mit der Erlöserkirche in Übach und der Kreuzkirche in Boscheln. Von den Freikirchen ist u.a. die Apostolische Gemeinschaft vertreten.
Politik
Gemeinderat
(Stand: 25. April 2005)
Wappen
Waagerecht geteilter Schild, im oberen blauen Feld gekreuzte Lilienzepter, golden tingiert, darüber schwebend der Buchstabe T in schwarz. Das untere Feld des Schildes gespalten, vorn im gelben Feld ist ein schwarzer, ungekrönter
Löwe mit roter Zunge. Im roten Feld ist ein weißer, gekrönter Löwe.
Die gekreuzten Lilienzepter und der Buchstabe T weisen auf die Grundherrschaft des Damenstiftes
Thorn (Niederlande) hin. Frelenberg und Palenberg gehörten zum
Herzogtum Jülich. Daran erinnert der schwarze, ungekrönte
Jülicher Löwe.
Der silberne
Heinsberger Löwe ist dem Wappen der Heinsberger Edelherren entlehnt, weil
Scherpenseel ursprünglich zum "Lande"
Heinsberg gehörte.
Städtepartnerschaften
Übach-Palenberg ist mit den Städten
Rosny-sous-Bois (Frankreich) seit
1989 sowie
Landgraaf in den Niederlanden seit
1999 verschwistert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Bauwerke
- St. Petrus Kapelle (Karlskapelle)aus der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts
- Lohnhalle der Zeche Carolus Magnus (im Carolus Magnus Centrum, gebaut im Stil des Ziegel-Expressionismus
- Wasserturm von 1912, erbaut mit 100 Tonnen Stahl
- Mühle Zweibrüggen, noch bis zur Regulierung der Wurm 1974 in Betrieb
- Schloss Zweibrüggen im klassizistischen Baustil
- Ein Nachbau einer römischen Hypocaustanlage im Naherholungsgebiet Wurmtal
Parks
- Das Naherholungsgebiet Wurmtal liegt zwischen Palenberg und Marienberg.
Stadtansichten
Bild:Plattschong.jpg|Der Platschhonk fällt die Nachtschwärmer an
Bild:Übach_von_Kirche.jpg|Blick von der Kirche
Richtung Wasserturm
Bild:ÜbacherRathaus.jpg|Rathaus
Bild:ÜbacherMühle.jpg|Mühlendarstellung am Standort
der früheren Wassermühle
Bild:ÜbacherMäuse.jpg|Übacher Mäuse
Bild:ÜbacherSchuleVorderseite.jpg|Schule
Bild:ÜbacherTagungsräume.jpg|Tagungsräume
Bild:ÜbacherKirchVorplatz.jpg|Vor der Kirche
Bild:RömerbadPalenberg.jpg|Römerbad an der Wurm
Verkehr
Literatur
- Stadt Übach-Palenberg (Hrsg.), Übach-Palenberg in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, 1967
- Stadt Übach-Palenberg, Reinhold Esser (Hrsg.), 50 Jahre Übach-Palenberg (1935-1985), 1985
- Jürgen Klosa, Paul Gontrum, Die letzte Förderung Die Gewerkschaft Carolus-Magnus in Geschichten und Bildern, Übach-Palenberg 2002, ISBN 3-00-009703-1
- Jürgen Klosa, Boscheln - Das Buch, Heimatgeschichte(n) und Bilder aus Boscheln, Übach-Palenberg 2000
- Jürgen Klosa, "Eine Generation verabschiedet sich" (Geschichten und Bilder aus Krieg und Gefangenschaft von 120 Zeitzeugen), Übach-Palenberg 2004
Weblinks
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